{"id":2181,"date":"2019-04-08T14:51:01","date_gmt":"2019-04-08T12:51:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/?p=2181"},"modified":"2019-04-08T14:51:01","modified_gmt":"2019-04-08T12:51:01","slug":"send-a-problem-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/send-a-problem-2\/","title":{"rendered":"Send-A-Problem"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2181 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2181')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2181').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Die Probleme werden in Form von Fragen jeweils auf einem Umschlag notiert. Die Seminarteilnehmer werden in Gruppen eingeteilt (so viele Gruppen wie zu diskutierende Probleme) und erhalten jeweils einen Umschlag und eine leere Karteikarte. Die Gruppen diskutieren \u00fcber ihr Problem \u00fcber einen festgelegten Zeitraum hinweg und halten ihre Ergebnisse auf der Karteikarte fest. Die Karteikarte wird in den Umschlag gesteckt und dieser an die n\u00e4chste Gruppe weitergereicht. Die Gruppen diskutieren nun \u00fcber das zweite Problem und halten ihre Ergebnisse wieder auf einer leeren Karteikarte fest, die sie am Ende in den Umschlag stecken. Dabei d\u00fcrfen die Karteikarten der Vorg\u00e4nger, die sich bereits im Umschlag befinden, nicht angesehen werden. Wenn alle Gruppen alle Probleme diskutiert haben, darf die die letzte Gruppe den Umschlag \u00f6ffnen und die Ergebnisse aller Gruppen ansehen. Im Plenum stellt jede Gruppe alle zu ihrem Problem gesammelten Ergebnisse vor und nennt (mit Begr\u00fcndung) die L\u00f6sung, die ihren Mitgliedern am meisten einleuchtet.<\/p>\n<p><strong>Durchf\u00fchrung der Methode: <\/strong>Die Methode wurde in einem literaturwissenschaftlichen Proseminar zur Fabeldichtung der Aufkl\u00e4rung durchgef\u00fchrt. Thema der Sitzung waren einige Fabeln Friedrich von Hagedorns. Dazu wurden vier Gruppen gebildet, die jeweils einen Umschlag mit einer Frage erhielten. Die Fragen lauteten z. B. &#8222;Inwiefern l\u00e4sst sich Hagedorns Theorie der &#8218;freien Nachahmung&#8216; in seinen Fabeln wiederfinden?&#8220;, &#8222;Warum bearbeitet Hagedorn denselben Fabelstoff zweimal?&#8220; Die Gruppen diskutierten jeweils einige Minuten \u00fcber ihr Thema und erhielten dann die Anweisung, ihre Ergebnisse auf einer Karteikarte zu notieren, die sie schlie\u00dflich in den Umschlag stecken sollten. Danach erhielt jede Gruppe einen neuen Umschlag und ein neues Problem, das zu diskutieren war, ohne dass die Ergebnisse der Vorg\u00e4nger angesehen werden durften. Das Verfahren wurde wiederholt, bis jede Gruppe alle Probleme diskutiert hatte. Anschlie\u00dfend durfte die letzte Gruppe die Ergebnisse auf den Karteikarten auswerten und im Plenum unter Angabe der ihnen am plausibelsten L\u00f6sung vorstellen.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lehr-\/Lernziel:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Aktivierung und Anregung aller Studierenden, sich \u00fcber ein mehrschichtiges Problem Gedanken zu machen und ihre Ideen f\u00fcr die Diskussion im Plenum zu sammeln (diese gehen bei stillen Studierenden sonst oft verloren, weil diese sich nicht melden und so nicht in die Diskussion einflie\u00dft, was sie zu sagen haben)<\/p>\n<p><strong>Tipps: <\/strong><\/p>\n<p>Die Methode eignet sich f\u00fcr die Diskussion von Problemen, f\u00fcr die es keine eindeutige L\u00f6sung (richtig oder falsch) gibt und wo es darauf ankommt, dass die Studierenden eigenen Thesen und Ideen entwickeln. Sie schult das Denken und Argumentieren und ist nicht zur reinen Wissensvermittlung geeignet. Die gestellten Probleme m\u00fcssen daher hinreichend komplex sein und zum Nachdenken bzw. zu unterschiedlichen Antworten anregen. Unbedingt darauf achten, dass die L\u00f6sung nicht zu einfach ist (Fragen wie &#8222;Wann fand der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg statt?&#8220; eignen sich hier nicht).<\/p>\n<p><strong>Reaktion der Studierenden:\u00a0<\/strong>Die Reaktion der Studierenden war explizit sehr positiv; die Methode hat klar zu einer Erh\u00f6hung der Aktivit\u00e4t gef\u00fchrt wie auch dazu, dass die Ideen der Stillen nicht verloren gehen. Au\u00dferdem f\u00fchrt die Methode dazu, dass mehrere L\u00f6sungen zum selben Problem existieren, was f\u00fcr die Studierenden eine Horizonterweiterung bedeutet. Der Zwang, sich f\u00fcr eine der L\u00f6sungen zu entscheiden, schult die Argumentierf\u00e4higkeit und hat in diesem Fall sogar eine kleine kontroverse Diskussion bei der Zusammenfassung im Plenum ausgel\u00f6st.\u00a0 Auff\u00e4llig war, dass die Zeit, die die Gruppen f\u00fcr die Diskussion ben\u00f6tigt haben, von Mal zu Mal immer k\u00fcrzer wurde \u2013 z. T. weil sie das Prinzip verstanden hatten, z. T. weil sie bereits w\u00e4hrend der Diskussionszeit damit begannen, ihre Ergebnisse zu notieren.<\/p>\n<p><strong>Verfasserin:<\/strong> Kristin Eichhorn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fakult\u00e4t: KW Veranstaltungstyp: Seminar Veranstaltungstyp: in jedem Veranstaltungstyp einsetzbar, ich setzte es in Online-Seminaren ein Teilnehmeranzahl: ca. 20 Teilnehmerzusammensetzung: vorrangig Studienanf\u00e4nger Raumsituation: gro\u00dfer Seminarraum ben\u00f6tigte Materialien: gro\u00dfe Umschl\u00e4ge je nach Zahl der Aufgabenstellungen Karteikarten je nach Zahl der Aufgabenstellungen und der Gruppen Phase der Lehrveranstaltung:\u00a0Arbeitsphase Kurzbeschreibung der Methode: Die Methode eignet sich f\u00fcr diskussionsbasierte Seminare, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4112,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,411],"tags":[],"class_list":["post-2181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kw","category-seminar"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4112"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2181"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3055,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2181\/revisions\/3055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}