{"id":8,"date":"2025-05-05T03:15:33","date_gmt":"2025-05-05T01:15:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/?page_id=8"},"modified":"2025-10-23T11:26:26","modified_gmt":"2025-10-23T09:26:26","slug":"kultur-geschlecht-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/kultur-geschlecht-2\/","title":{"rendered":"kultur &amp; geschlecht #2"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_8 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_8')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_8').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Sie fragen nach deren Potenzialen f\u00fcr ein gleichberechtigtes, gewalt\u00e4rmeres Leben sowie eine Vielfalt medialer Existenzweisen: in Dokumentar- und Spielfilmen, YouTube-Videos, dem Cyberspace, Assistenztechnologien und Streaming-Serien.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons has-custom-font-size has-small-font-size is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-d445cf74 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-Winter-2025-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">pdf<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Im Alltag der Krisen und Katastrophen \u00ad\u2013 der Demokratie- und Klimakatastrophe, dem Antifeminismus und Rassismus, queer- und transfeindlicher Gewalt \u2013 verstehen die einzelnen Beitr\u00e4ge emanzipative Potenziale nicht als eine Souver\u00e4nisierung \u00fcber diese Verh\u00e4ltnisse, sondern zeigen sie M\u00f6glichkeiten auf, miteinander andere als heteronormative und sozial hierarchische Existenz- und Beziehungsweisen \u2013 im doppelten Wortsinn \u2013 auszubilden: zu entwerfen oder zur Entfaltung zu bringen sowie durch Wissensbildung bestehende Ungleichheiten zu adressieren, zu politisieren und zu bek\u00e4mpfen. Dieses Miteinander-Handeln schlie\u00dft nicht nur menschliche Akteur*innen, sondern auch Maschinen und Algorithmen sowie mediale Figuren mit ein, die Komplexit\u00e4ten verk\u00f6rpern und uns Widerspr\u00fcche eines abweichenden Lebens im Hier und Jetzt (vgl. Foucault 1992, S. 12) aushalten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die fiktionalen und\/oder realen Protagonist*innen der Beitr\u00e4ge reihen sich damit ein in eine Geschichte von Figuren, die, wie F\u00e9lix Guattari schreibt, unser Unbewusstes bewohnen: Das Unbewusste sei u.a. von \u201eCowboys, Bullen, Gangstern, Belmondos, Marylin Monroes\u201c bev\u00f6lkert (Guattari 2011, S. 17). F\u00fcr Guattari war mit Figuren aus dem Film nicht nur eine unbewusste Besetzung, sondern die Hoffnung neuer Subjektivierungen und \u201eMikropolitik(en) des Wunsches\u201c (ebd., S. 10) verbunden. \u00dcber den Film hinausgehend sind dies andere als die von Guattari genannten Figuren: Lovers, Drag Personae, Hexen, Aktivist*innen. Es gilt, in krisenhaften Zeiten als Praxis der Kritik, des Widerstands und der Bildung eigene Wunschmaschinen zu bauen, wie es die Autor*innen dieser Ausgabe vormachen.<\/p>\n\n\n\n<p>In vielerlei Hinsicht wird so der klassische Begriff der Emanzipation unter digitalmedialen Bedingungen neu ausgelegt. Emanzipation, das soll hier hei\u00dfen, nicht derma\u00dfen regiert zu werden (vgl. Foucault 1992, S. 12). Die Texte suchen dabei Befreiungs- und Widerstandspotenziale angesichts aktueller, gesellschaftlicher Backlashs auf, die vor allem die kritischen Wissenschaften wie Gender und Queer Studies, Postcolonial Studies, Klimawissenschaften und andere treffen. Die Autor*innen suchen in ihren Analysen die Gesellschaft von Figuren und Protagonist*innen, die Hoffnung auf Zusammenhalt, Solidarit\u00e4t und vielf\u00e4ltige mediale Existenzweisen machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Entwicklungen und der gesellschaftliche Backlash machen es umso dringlicher, nicht nur im medial-subversiven Untergrund, sondern auch in popul\u00e4ren Medien emanzipative Potenziale aufzusp\u00fcren. Denn gerade rechte Gewalt agiert gegen \u00f6ffentlich sichtbare Personen, die als anders und abweichend markiert werden. Digitale Gewalt und Misogynie (Manne 2024) wirken in hohem Ma\u00dfe durch das Zum-Verstummen-Bringen von medialen Akteur*innen wie Journalist*innen, Content Creator*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem entgegen scheinen die emanzipativen Potenziale in den Texten dieser Ausgabe an medialen Figuren, ihren \u00c4sthetiken, Historien und Narrationen ebenso auf wie an konkreten (nicht-)fiktionalen Protagonist*innen. Sie umfassen die klassisch feministisch angeeignete Figur der Hexe, queerfeministische YouTuberinnen, aber auch Menstruationsaktivist*innen, fiktionale m\u00e4nnlichkeitskritische Fu\u00dfballtrainer und polyamour\u00f6se Figurenkonstellationen sowie eine medienhistorische Kritik von Assistenztechnologien anhand der \u201aGeldautomatin\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese mediale Figuren k\u00f6nnen emanzipative Potenziale aufscheinen lassen, uns Wissen vermitteln und Beziehungen unterhalten. Personifikationen k\u00f6nnen aber auch die Konzentration von Macht und Herrschaft in einer demokratiefeindlichen gesellschaftlichen Entwicklung darstellen. So erinnert uns Brian Massumi an die Personalisierung der Macht als ein wesentliches Kennzeichen des Faschismus. Massumi, der in <em>The Personality of Power <\/em>(2025) eine affekttheoretische Lesart vom Pers\u00f6nlichkeitskult vorschl\u00e4gt, geht zur\u00fcck zu den klassischen Axiomen der Faschismustheorie, um das Ph\u00e4nomen Trump zu verstehen. Souver\u00e4nismus, \u201astarke\u2018 M\u00e4nner in der Politik, die sich \u00fcber Wahrheitswert und Gesetze hinwegsetzen, sind \u00fcber Trump hinaus international ein Zeichen unserer Zeit geworden. Macht versteht Massumi wesentlich als Herrschen \u00fcber Potenziale, eine Affektpolitik der Pers\u00f6nlichkeit, die inkoh\u00e4rent und widerspr\u00fcchlich verf\u00e4hrt und nicht nur trotz, sondern gerade deswegen Affekte auf sich vereinen kann. Die Amplifikation der Potenziale, die diese Personen beherrschen, korreliert sehr gut mit den Affektregimen der Sozialen Medien.<\/p>\n\n\n\n<p>Der von Massumi beschriebenen Personifikation der Macht stellen die Autor*innen dieser Ausgabe widerst\u00e4ndige, solidarische und eigensinnige Medienfiguren entgegen, die in ihrer Vielheit versuchen, auch im Alltag Mikropolitiken der Emanzipation \u2013 einer medialen Emanzipation \u2013 zu praktizieren. Sie helfen, die Aufladung von Personen und ihr Branding kritisch zu sehen, selbst wenn sie in den Gegebenheiten sozialer Medien verfangen sind. Wissen, lernen und verlernen spielen also eine wichtige Rolle f\u00fcr die Autor*innen in dieser Ausgabe. Aber auch Freude, Humor und Begehren k\u00f6nnen emanzipative Potenziale ausl\u00f6sen. In diesem Sinne: Viel Vergn\u00fcgen beim Lesen!<\/p>\n\n\n\n<p>Foucault, Michel. 1992. <em>Was ist Kritik?<\/em> Berlin: Merve.<\/p>\n\n\n\n<p>Guattari, F\u00e9lix. 2011. <em>Die Couch des Armen. Die Kinotexte in der Diskussion<\/em>. Berlin: b_books.<\/p>\n\n\n\n<p>Manne, Kate. 2024<em>. Down Girl. Die Logik der Misogynie<\/em>. Berlin: Suhrkamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Massumi, Brian. 2025. <em>The Personality of Power. A Theory of Fascism for Anti-fascist Life.<\/em> Durham: Duke University Press.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zu den Beitr\u00e4gen<\/h2>\n\n\n\n<p>Max K\u00f6nigshofen fragt <strong>\u201aDoes it get better?\u2018: Digitale queerfeministische Bildung mit <em>Philosophy Tube<\/em><\/strong> und schl\u00e4gt vor, Abigail Thorns Kanal <em>Philosophy Tube<\/em> als ein eben solches Bildungsformat zu verstehen. Dessen Potenzial liege darin, ein Gegenprogramm zu Antifeminismus und Transfeindlichkeit zu entwerfen und rechter Geschlechterpolitik als ideologischem Kitt von unterschiedlichsten reaktion\u00e4ren bis rechten Kr\u00e4ften etwas entgegenzusetzen. Akteur*innen wie Thorn und weitere queere (und) trans Personen leisteten damit eine Form der Bildungsarbeit, die \u00fcber akademische wie biografische Bez\u00fcge eine Dringlichkeit artikuliere, die die Akteur*innen selbst jedoch in der Sichtbarkeit dieser medialen \u00d6ffentlichkeit auch einem gr\u00f6\u00dferen Risiko transfeindlicher und antifeministischer Gewalt aussetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ylva Staudigels Beitrag <strong>Von der Geldautomatin zur Sprachassistentin: Zur weiblichen Codierung von Medientechniken in den 1970er Jahren und der Gegenwart<\/strong> widmet sich weniger einem schon aufscheinenden emanzipativem Potenzial ihres Gegenstands als vielmehr einer Genealogie zu kritisierender Geschlechterverh\u00e4ltnisse. Staudigel vollzieht medienhistorisch anhand von Werbeversprechen nach, dass zeitgen\u00f6ssische digitale Sprachassistenzen wie Siri in ihrer konnotierten Weiblichkeit an Figuration weiblicher Servilit\u00e4t anschlie\u00dfen, die schon f\u00fcr die Vermarktung von Geldautomaten produktiv gemacht wurden. Staudigel schreibt entsprechend konsequent von der \u201aGeldautomatin\u2018 und fordert eine auch technologische Emanzipation aus den sich weiter reproduzierenden patriarchalen Geschlechterverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Julia Fischer wiederum erprobt in <strong>Magische Internetpraktiken monstr\u00f6ser K\u00f6rper \u2013 Potenziale einer (ver)st\u00f6renden Kompliz*innenschaft von Cyborgs und \u201aHexen\u2018<\/strong> einen konzeptionellen Zugriff auf digitale Technologien, der hinsichtlich Geschlechter- und weiterer Differenzverh\u00e4ltnisse hoffnungsvoller ist. Indem Fischer in Anschluss an Donna Haraway die Figuren der Cyborg und der Hexe in Dialog und damit die (vergeschlechtlichten) monstr\u00f6sen K\u00f6rper in die Differenz von Natur-Technik-Verh\u00e4ltnissen einbringt, k\u00f6nne (Hexen-)Magie in Kompliz*innenschaft mit der Cyborg eine nicht-dualistische Perspektive auf digitale Technologien er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Johanna B\u00f6ther stellt Formen von nicht-dyadischen Beziehungen analytisch in den Mittelpunkt: Der Beitrag <strong>\u201aWe are not competitors, and you are not split.\u2018 \u2013 Polyamorie als Herausforderung von Heteronormativit\u00e4t und kolonialer Rassifizierung im Film <em>3 On a Bed<\/em><\/strong> fragt nach einer filmischen \u00c4sthetik von Polyamorie. Der bengalische Kurzfilm \u00fcber die (Liebes-)Beziehungen dreier Studierender miteinander breche in der Inszenierung nicht nur mit Mononormativit\u00e4t, sondern kommentiere gerade dar\u00fcber auch koloniale Rassifizierungen und heteronormative Ordnungen kritisch. Emanzipation realisiere sich hier in der M\u00f6glichkeit einer in Zugewandtheit gemeinsam zu gestaltenden Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Xenia Waporidis stellt in <strong>Period Power: Queerfeministische und dekoloniale Perspektiven auf Menstruation<\/strong> internationale Aktivist*innen in den Fokus, die sich in unterschiedlichen medialen und k\u00fcnstlerischen Formen gegen Menstruationstabus, Periodenarmut, Scham und Ekel diesbez\u00fcglich engagieren. Mit der Analyse des Dokumentarfilms <em>Long Line of Ladies<\/em> (USA 2022) argumentiert Waporidis sowohl in Bezug auf die darin dokumentierten Indigenen Menstruationsbr\u00e4uche als auch auf die kollaborative Filmpraxis, dass Menstruation nicht individualisierte Scham, sondern gemeinsame politische Praxis ausl\u00f6sen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem gemeinsamen Gespr\u00e4ch <strong>Strukturelle \u201aBehaarlichkeiten\u2018 \u2013 mit <em>Ted Lasso<\/em> M\u00e4nnlichkeit verlernen?<\/strong> diskutieren Alina Adrian, Julia Bee, Maximiliane Brand, Sarah Horn, Judith Kirch und Stefan Sulzenbacher das Emanzipationspotenzial dieser Apple TV+ Produktion. Der titelgebende Protagonist dieser Serie repr\u00e4sentiert Formen von M\u00e4nnlichkeit, die konventionelle Geschlechterperformances im kommerziellen M\u00e4nnerfu\u00dfball und im Sportfilm herausfordern. Und w\u00e4hrend die Serie individuelle Traumata, Erfahrungen von Rassismus und den Druck auf nicht-heterosexuelle Profisportler zentral thematisiert, bleibt die Frage nach der strukturellen Ver\u00e4nderung dieser mit M\u00e4nnlichkeit verbundenen Machtverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Anna Sacher erg\u00e4nzt die sechs Beitr\u00e4ge mit ihrer Rezension der 2025 erschienen Dissertation <strong>Queering Home: Medienpraktiken als <\/strong><strong>Infrastrukturen der Sorge<\/strong> von Stefan Schweigler, die zeigt, wie diese Praktiken wichtige Einsichten f\u00fcr care-ethisch orientierte Theoriebildungen bereithalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Julia Bee und Sarah Horn<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Erfolgsgeheimnis\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Koenigshofen-8-34.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><bdo lang=\"de\" dir=\"ltr\">\u201aDoes it get better?\u2018: Digitale queerfeministische Bildung mit<\/bdo> <em>Philosophy Tube<\/em><\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Max K\u00f6nigshofen<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Artikel untersucht den Kanal <em>Philosophy Tube <\/em>von YouTuberin Abigail Thorn und stellt die These auf, dass dieser als Format digitaler queerfemi-nistischer Bildung verstanden werden kann. Unter Bezugnahme auf den Begriff der digitalen politischen Bildung (Bee 2023) wird digitale queer-feministische Bildung als Gegenprogramm zu einem von Antifeminismus, Transfeindlichkeit und Antigenderismus geeinten Digitalen Faschismus (vgl. Fielitz\/Marcks 2020) vorgeschlagen, um den \u201esymbolic glue\u201c (Kov\u00e1ts\/P\u00f5im 2015) rechter Geschlechterpolitik zu l\u00f6sen. Im Falle von <em>Philosophy Tube<\/em> und \u00e4hnlichen Kan\u00e4len wird diese entscheidende Bildungsarbeit nicht von staat-licher oder institutioneller Seite aus durchgef\u00fchrt, sondern es sind einzelne, oft selbst queere und trans Akteur*innen, die durch die Einbeziehung ihrer pers\u00f6nlichen Biografien einerseits ihren Formaten eine pers\u00f6nliche Ebene verleihen und eine starke Publikumsbindung aufbauen, durch ihre prominente Pr\u00e4senz jedoch auch umso mehr transfeindlicher und antifeministischer digitaler Gewalt ausgesetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Pandemie\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Staudigel-35-53.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Von der Geldautomatin zur Sprachassistentin: Zur weiblichen Kodierung von Medientechniken in den 1970er Jahren und der Gegenwart<\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ylva Staudigel<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Artikel betrachtet die weibliche Codierung von Medientechniken mittels diskursanalytischer und genealogischer Ans\u00e4tze als \u00fcber Jahrzehnte hinweg konstruierte Norm. Am Beispiel von Geldautomaten der 70er und 80er Jahre und dem Sprachassistenten Siri wird \u00fcber Werbung und Marketing als Zugangspunkt rekonstruiert, dass die weibliche Codierung auf spezifischen kulturellen Annahmen und \u00f6konomischen Strategien beruht und eine problematisierungsbed\u00fcrftige Assoziation von Weiblichkeit mit Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft und Dienstbarkeit (re)produziert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"W\u00e4nden\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Fischer-54-72.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Magische Internetpraktiken monstr\u00f6ser K\u00f6rper \u2013 Potenziale einer (ver)st\u00f6renden Kompliz*innenschaft von Cyborgs und <bdo lang=\"de\" dir=\"ltr\">\u201a<\/bdo>Hexen<bdo lang=\"de\" dir=\"ltr\">\u2018<\/bdo><\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Julia Fischer<\/h4>\n\n\n\n<p>Was w\u00fcrde passieren, wenn sich die Haraway\u2019sche Figur der Cyborg mit einer feministisch gelesenen Figur der Hexe verb\u00fcnden w\u00fcrde? Dieser keineswegs unschuldigen Frage widmet sich der folgende Beitrag. Im methodischen Gespr\u00e4ch zwischen den Figuren wird einerseits auf den Begriff der Monstrosit\u00e4t und andererseits auf dualistische Differenzziehungen innerhalb von Natur-Technikverh\u00e4ltnissen fokussiert. Dabei ist es gerade die (Hexen)Magie, so das Argument, welche eine andere Perspektive auf Technologien erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Retrok\u00f6rper\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Bo\u0308ther-73-93.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eWe are not competitors, and you are not split.\u201c Polyamorie als Herausforderung von Heteronormativit\u00e4t und kolonialer Rassifizierung im Film <em>3 On A Bed<\/em><\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Johanna B\u00f6ther<\/h4>\n\n\n\n<p>Im bengalischen Kurzfilm <em>3 On A Bed<\/em> (IN 2012) von Rajdeep Paul und Sarmistha Maiti f\u00fchrt die junge Padmini sowohl mit Kapil als auch mit dessen bestem Freund Debdutta eine romantisch-sexuelle Beziehung. Der Artikel untersucht die polyamore Beziehung der drei Protagonist:innen mithilfe von Mimi Schippers\u2019 Konzept des polyqueer homosocial bond und kolonialismuskritischen Theorien und zeigt, dass die Beziehung nicht nur Mononormativit\u00e4t, sondern gerade durch den Bruch mit Mononormativit\u00e4t auch Heteronormativit\u00e4t und koloniale Rassifizierung herausfordert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Waporidis-94-113.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Period Power: Queerfeministische und dekoloniale Perspektiven auf Menstruation<\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Xenia Waporidis<\/h4>\n\n\n\n<p>Dieser Text ist aus der Sicht einer Menstruierenden verfasst und analysiert global bestehende Menstruationstabus. Der Artikel befasst sich mit Menstruation aus queerfeministischer Perspektive als soziales, politisches und kulturelles Machtfeld. Anhand historischer Narrative, globaler Praktiken sowie medialer und aktivistischer Repr\u00e4sentationen wird gezeigt, wie menstruierende K\u00f6rper diszipliniert, unsichtbar gemacht oder stigmatisiert werden. Der Fokus wird anschlie\u00dfend auf den Dokumentarfilm <em>Long Line of Ladies<\/em> (2022) gelegt, um die kontrastreiche Indigene Perspektive auf Menstruation darzulegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Gespra\u0308ch-Ted-Lasso-114-137.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Strukturelle \u201aBehaarlichkeiten\u2018 \u2013 mit <em>Ted Lasso<\/em> M\u00e4nnlichkeit verlernen?<\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein Gespr\u00e4ch zwischen Alina Adrian, Julia Bee, Maximiliane Brand, Sarah Horn, Judith Kirch und Stefan Sulzenbacher<\/h4>\n\n\n\n<p>Ted Lasso kommt als American Football-Coach ohne jede Ahnung von Fu\u00dfball nach England, um dort den fiktionalen Premier League-Verein AFC Richmond zu trainieren. Doch an erster Stelle steht bei Lasso nicht der sportliche Erfolg, sondern die Verwirklichung eines Glaubens jedes Einzelnen an sich selbst und das Team. Lasso widmet sich empathisch, f\u00fcrsorgend und hingebungsvoll sowohl seinen Aufgaben als auch seinen Mitmenschen. Diese Doppelfigur als Jesus und Life Coach ist einerseits Satire des <em>American Way of Life<\/em>, andererseits stellt es Werte au\u00dferhalb m\u00e4nnlicher Hegemonie und Konkurrenz in den Fokus. <em>Ted Lasso<\/em> bietet daher \u2013 das wollen wir diskutieren \u2013 im von Kampf und Konkurrenz gepr\u00e4gten Feld des Fu\u00dfballs ein alternatives Modell von M\u00e4nnlichkeit und Beziehungen an.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Rezension\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kug\/files\/2025\/10\/kg-2-25-Rezension_Sacher-138-140.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rezension | Stefan Schweigler: Queering Home. Medienpraktiken als Infrastrukturen der Sorge.<\/a><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anna Sacher<\/h4>\n\n\n\n<div style=\"height:150px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emanzipative Potenziale Die hier versammelten Beitr\u00e4ge der zweiten Ausgabe nach dem Relaunch teilen in der gemeinsamen Betrachtung ein Anliegen: Die Autor*innen interessieren sich f\u00fcr widerst\u00e4ndige und emanzipative Praktiken und Figuren sowie ihre Geschichten und \u00c4sthetiken. 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