UPB trifft… „Conversational Agents“ – ChatBots in interdisziplinärer Lernumgebung 

Am 23. Januar 2026 richteten die AG innovative Lehre und das Projekt KoKoDiL die Veranstaltung UPB trifft… Conversational Agents – ChatBots in interdisziplinärer Lernumgebung aus, die von ca. 20 Personen, die vor allem in der Lehre tätig sind, besucht wurde. Im Fokus standen einerseits der thematische Schwerpunkt, der sich dem Einsatz von ChatBots in der Lehre widmet, und andererseits das Transferangebot von Elementen des innovativen Lehrkonzepts, das Maike Althaus und Lea Biere zu diesem Schwerpunkt entwickelt haben. Vor diesem Hintergrund gliederte sich die Veranstaltung in zwei Bereiche.  

Im ersten Teil der Veranstaltung stellten Maike Althaus und Lea Biere ihr Projektseminar Conversational Agents: Wirtschaftsinformatik und Soziologie im Dialog vor, das sich der Entwicklung eines ChatBot-Prototypen für die sozilogische Theorie gewidmet hat und dabei mit der interdisziplinärer Ausrichtung Studierende der Fachbereiche Wirtschaftsinformatik und Soziologie zusammengebracht hat.  

Vertiefend und mit dem Fokus auf die Möglichkeiten zur Implementierung von ChatBots in der Lehre gab Iris Neiske einen Input zum Erstellen einer KI-Persona. Dabei wurden die Möglichkeiten des AI-Chats der UPB aufgezeigt und den Teilnehmenden die Gelegenheit geboten, das Erstellen einer Persona und das Formulieren entsprechender Prompts praktisch zu erproben. Eine Anleitung dazu finden Sie auch hier: AI-Chat: Eigene KI-Assistenten erstellen – ZIM HilfeWiki

Im Anschluss widmete sich der zweite Teil der Veranstaltung den Transfergegenständen des innovativen Lehrkonzepts von Maike Althaus und Lea Biere. Neben der Entwicklung des ChatBots gehören dazu die Haltung des Forschenden Lernens und Lehrens, Interdisziplinarität sowie die Methode EduScrum: 

  • Das Konzept des Forschenden Lehrens und Lernens verbindet Theorie und Forschungspraxis, indem Lernende eigenaktiv und selbstverantwortlich Fragestellungen bearbeiten. Dabei werden Reflexions-, Problemlöse- und Forschungskompetenzen gestärkt, der Transfer wissenschaftlichen Wissens in Alltag und Zukunft ermöglicht sowie eine angstfreie Fehlerkultur gefördert. Zugleich unterstützt das Forschende Lernen die 4Ks: Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität (vgl. Sabla 2020; Karber & Wustmann 2015; Tremp 2025). 
  • Interdisziplinarität ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer (wissenschaftlicher) Disziplinen, um ein gemeinsames Problem, eine Fragestellung oder ein Thema zu bearbeiten. Dies ermöglicht insbesondere, die Fachsozialisation zu reflektieren, Perspektivwechsel zu vollziehen, eine gemeinsame Sprache zu finden, Eigenaktivität und Verantwortung für individuelle und soziale Lernprozesse zu stärken sowie Demokratiekompetenz zu fördern. 
  • EduScrum ist eine Methodik für kooperatives, projektbasiertes Lernen. Es wird nach einem bestimmten Prinzip mit klaren Rollen gearbeitet. Die Grundprinzipien sind Selbstorganisation, Transparenz, iteratives Arbeiten und Reflexion (vgl. Wijnands & Stolze 2019). Die Methode fördert besonders die Teamarbeit und die Problemlösekompetenz.  

Mit Blick auf den Transfer der vier Gegenstandsbereiche gab Hannah Sloane einen Input zum Transfer als Verständigungs- und Anpassungsprozess (vgl. Jenert/Bosse 2021). Im Rahmen eines Worldcafés hatten die Teilnehmenden im Anschluss die Gelegenheit, sich über Ideen für die Implementierung dieser Transfergegenstände in ihrer eigenen Lehre auszutauschen und Perspektiven für den Transfer der Kernelemente zu sammeln.   

Durch die Kooperation mit dem Projekt Kontextübergreifende Kooperation zur systematischen Diffusion innovativer Lehrkonzepte –  KoKoDiL wurde zudem das Angebot zur Transferförderung und -begleitung durch den Projektrahmen vorgestellt. Den Teilnehmenden der Veranstaltung wurde die Möglichkeit eröffnet, sich als Tandempartner*innen zu bewerben und so an der Pilotierung und Weiterentwicklung eines Kompasses zur Diffusion innovativer Lehrkonzepte (KoDiL) mitzuwirken.