{"id":171,"date":"2016-05-02T10:03:14","date_gmt":"2016-05-02T08:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kodabasi\/?p=171"},"modified":"2016-05-02T10:09:55","modified_gmt":"2016-05-02T08:09:55","slug":"skizzierung-eigener-unterrichtserfahrung-bfr-wiwi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/kodabasi\/2016\/05\/02\/skizzierung-eigener-unterrichtserfahrung-bfr-wiwi\/","title":{"rendered":"Skizzierung eigener Unterrichtserfahrung #BFR WiWi"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_171 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_171')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_171').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Als Neueinsteiger in diesen Beruf, muss ich mir den fachlichen Inhalt zun\u00e4chst immer selbst erarbeiten bevor ich dies unterrichten kann. Dieser Aspekt nimmt in der Unterrichtsplanung eine gewaltige Rolle ein und beansprucht sehr viel Zeit. Daher erweitert sich meine Fachkompetenz vor allem im Rechnungswesen enorm. Aber auch die Sozialkompetenz spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Als angehender Lehrer befinden sich viele meiner Kommilitonen als auch ich selbst in der Phase der Selbstfindung und Positionierung. F\u00fcr mich stellt sich immer die Frage, was f\u00fcr ein Typ Lehrer m\u00f6chte ich eigentlich werden. Bin ich eher die Disziplinierte-Strenge Lehrerin, oder die &#8222;kollegiale&#8220;- aber respektierte Lehrerin. Zur Zeit befinde ich mich noch in der Phase der Erprobung. Ich versuche verschiedene Richtungen einzuschlagen und warte die Reaktion meiner SuS ab. Diese &#8222;Positionierung&#8220; wird jedoch l\u00e4ngere Zeit in Anspruch nehmen, als das Praxissemester einen bietet. Ich freue mich in meiner Lehrerrolle am meisten auf die Vertrauensbasis, die ich zwischen mir und meinen SuS aufbauen werde. Ich habe selber als Sch\u00fclerin noch erlebt, dass Lehrer, die f\u00fcr mich eine Vertrauensperson darstellten einen anderen und wichtigeren Stellenwert in meiner Schullaufbahn hatte, als andere. Eine besondere Herausforderung sehe ich in der Methoden- und Sozialkompetenz. Durch die ungl\u00fcckliche Zuteilung in reinen Rechnungswesen-Unterricht konnte ich bis heute keinerlei Methoden anwenden. Auch kleine Gestaltungsm\u00f6glichkeiten werden mir nicht geboten. Ich m\u00f6chte ein kleines Beispiel anf\u00fchren. Ich bin in einer Blockklasse der Speditionskaufleute. In dem ersten Block, den die Auszubildenden jetzt durchlaufen, lernen sie Buchungss\u00e4tze, Bestands- und Erfolgskonten kennen. Wie gew\u00f6hnlich ist jedem bewusst, dass die methodische Ausgestaltung dieses Fachs eher schwieriger ist. Meine Bem\u00fchungen andere Klassen zu hospitieren, wo ich meine Methodenkompetenz erweitern kann, wurden leider ignoriert. Hinzu kommt, dass ich Montags von 7:30 bis 14:00 Uhr in der Schule bin und nur zur ersten und zur siebten Stunde unterrichte. Die beachtliche Menge an Freistunden hier wurde schlichtweg ignoriert, auch die Tatsache, dass ich w\u00f6chentlich bis zu 23 Zeitstunden nur Anwesenheitszeit in der Schule habe. Davon abgesehen m\u00f6chte ich von einem heutigen Ereignis berichten, wo deutlich wird, dass mir die Positionierung und die Erweiterung meiner Kompetenzen sehr schwer f\u00e4llt. Ich unterrichte eine Unterrichtsreihe, wo die SuS die Grunds\u00e4tze ordnungsgem\u00e4\u00dfer Buchf\u00fchrung, Inventur, das Inventar, die Bilanz und nun Buchungss\u00e4tze kennengelernt haben. Mir wurde gesagt, dass ich viele \u00dcbungen in diesem Fach anbringen muss. So habe ich mir \u00fcberlegt, wie ich es den SuS leichter gestalten kann, einen \u00dcberblick zu behalten, welche \u00dcbungen sie zu welchem Thema absolviert haben. Hierf\u00fcr habe ich eine Tabelle erstellt, die ihr im Anhang findet. Sinn dieser Tabelle sollte sein, dass die SuS als Klausurvorbereitungen sich einen \u00dcberblick verschaffen k\u00f6nnen, welche \u00dcbungen sie zu welchem Thema bereits gemacht haben und ob Ihnen diese Aufgaben damals leicht oder schwer gefallen sind. Somit k\u00f6nnten die SuS \u00dcbungen, die ihnen damals schwer gefallen sind wiederholen und besonders \u00fcben. Ob dies nun ein effektives Mittel ist, den SuS zu helfen und Ihnen eine Orientierung zu bieten, werde ich zun\u00e4chst nicht herausfinden k\u00f6nnen, da ich den Bogen einfach nicht verteilen durfte. Ohne konstruktive Kritik, wurde mir gesagt, dass diese Idee dem Lehrer nicht passt. Als Praktikantin sind einem auch die H\u00e4nde gebunden, sodass ich mir weitere Kommentare erspart habe. Jedoch frage ich mich, wo einem hier Gestaltungsm\u00f6glichkeiten geboten werden und wie Praktikantin sich erproben sollen, wenn sie nicht mal eigene Ideen im Ansatz durchf\u00fchren d\u00fcrfen. Das ist nur ein kleines Beispiel. Ich sehe keine M\u00f6glichkeit, Methoden zu erproben oder jegliche Werkzeuge einzusetzen, um meine Kompetenzen als Lehrer einfach mal zu erproben. Stattdessen darf ich strikt frontal unterrichten, weil es auch irgendwo das Fach an sich nicht anders erlaubt. Dieses Beispiel f\u00fchre ich an, um das Dilemma zu verdeutlichen, das einigen Studenten nicht erlaubt wird ihre Kompetenzen zu erweitern, indem sie sich erproben\u00a0und diese schlichtweg sehr demotivieren. F\u00fcr diese f\u00e4llt es sicherlich schwierig \u00fcber einen individuellen Kompetenzzuwachs zu sprechen, au\u00dfer man betrachtet die Tatsache, dass durch solche Meinungsverschiedenheiten mit ungleicher &#8222;Machtverteilung&#8220; die Sozialkompetenzen des Praktikantin erweitert werden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Eine andere Perspektive, die ich in diesem Blog anf\u00fchren m\u00f6chte, sind meine Beobachtungen bez\u00fcglich der Kompetenzen der SuS. Mir ist aufgefallen, dass bei vielen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die Lesekompetenz auf einem anderen Niveau ist, als man es erwartet. Somit f\u00e4llt vielen das Lesen von Aufgabenstellungen geschweige den Informationstexten manchmal sehr schwer und hindert diese, ihrem Arbeitsauftrag nachzukommen. Hier m\u00f6chte ich auf eine weitere Kompetenz des Lehrers eingehen. F\u00fcr mich muss ein Lehrer die F\u00e4higkeit besitzen Schwachstellen und Probleme von SuS zu erkennen. Denn die Diagnose erlaubt erst den Einsatz von n\u00f6tigen Mitteln. Hierzu z\u00e4hlt auch die F\u00e4higkeit, zu erkennen aus welcher soziokulturellen Umgebung die SuS stammen und dementsprechend zu agieren.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i><span style=\"font-family: Calibri-Italic;font-size: medium\"><span style=\"font-family: Calibri-Italic;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\"><span style=\"font-family: Thread-00000a4c-Id-0000003d;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine bisherigen Unterrichtserfahrungen haben gezeigt, dass die Lehrerrolle eine Reichweite von Kompetenzen einfordert um den Anforderungen gerecht zu werden. 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