{"id":58,"date":"2017-06-11T17:21:53","date_gmt":"2017-06-11T15:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/jkossen\/?p=58"},"modified":"2017-06-11T17:21:53","modified_gmt":"2017-06-11T15:21:53","slug":"geschichtsdidaktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/jkossen\/2017\/06\/11\/geschichtsdidaktik\/","title":{"rendered":"Geschichtsdidaktik"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_58 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_58')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_58').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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W\u00e4hrend seiner Ausf\u00fchrungen ging Herr Hinz allerdings auch auf die Zukunft und die sogenannten Mbooks ein, die m\u00f6glicherweise das klassische Geschichtsbuch verdr\u00e4ngen k\u00f6nnten. W\u00e4hrend meines Studiums kann ich auch schon auf ein paar Kenntnisse in Richtung Schulgeschichtsbuch zur\u00fcckblicken. Daneben hatte ich w\u00e4rhrend meines Praxissemesters auch h\u00e4ufiger mit dem Geschichtsbuch zu tun, denn gerade als ich an der Schule begann zu unterrichten, wurde beschlossen ein neues Geschichtsbuch einzuf\u00fchren. Dadurch war mir die M\u00f6glichkeit gegeben einen direkten Vergleich zwischen Vorg\u00e4nger und Nachfolger zu vollziehen.<\/p>\n<p>Im Folgenden findet nun ein Vergleich der didaktischen M\u00f6glichkeiten zwischen dem Mbook und einem klassischen Geschichtsbuch statt.<\/p>\n<p>Neben den klassischen Kategorien, die ein modernes Geschichtsbuch beinhalten sollte (methodisch vielf\u00e4ltig, problemorientiert, genderorientiert, quellenbasiert, operationalisierte Aufgaben, binnendifferenziert, kompetenzorientiert, multiperspektivisch) kann das Mbook mit weiteren Vorteilen in didaktischer Hinsicht aufwarten.<\/p>\n<p>Das Mbook selber ist noch nicht auf dem Markt, aber w\u00e4hrend der Spring School hat man trotzdem die Chance bekommen sich eine Demoversion anzusehen. Einige Vorteile des Mbooks liegen dabei auf der Hand. Zum einen w\u00e4re da das Angebot Filme zu nutzen. Filme bieten eine gute M\u00f6glichkeit Geschichte zu visulisieren und den SuS greifbar zu machen. Sicherlich dienen ihnen diese auch ein St\u00fcck weit zur Unterhaltung und wecken das Interesse. Man muss dabei allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass die Filme auch das Geschichtsbild des Verlags vermitteln und daher nicht unbedingt im Einklang mit dem des Lehrers steht. Wenn die Filme allerdings gelungen scheinen, haben sie dazu auch noch den gro\u00dfen Vorteil, dass sie in jedem Fall Zeit einsparen, da man nicht m\u00fchselig den alten Fernseher aus dem Medienraum herauswuchten muss.<\/p>\n<p>Einen weiteren Vorteil bietet das Mbook dahingehend, dass man neben Filmen auch Audiodateien zur Verf\u00fcgung hat. Man kann so originale Aufnahmen von Reden beispielsweise abspielen und analysieren lassen. Durch die Tonqualit\u00e4t f\u00fchlen sich die SuS auch m\u00f6glicherweise besser mit Geschichte verbunden. Es ist definitiv ein gro\u00dfer Unterschied, ob eine Rede nur gelesen wird oder sie tats\u00e4chlich auch geh\u00f6rt werden kann, da h\u00e4ufig auch die Betonung und Pausen eine ganz andere Grundstimmung vermitteln und ebenfalls analysiert werden k\u00f6nnen. Hinzu kommt noch, dass man sich Texte auch vorlesen lassen kann. Diese beiden Kategorien schulen dazu selbstverst\u00e4ndlich noch die Medienkompetenz.<\/p>\n<p>Neben diesen beiden eher medialen Vorteilen bietet das Mbook aber auch ein Sprachrohr f\u00fcr die Autoren, die erstmals mittels eines Films angeben k\u00f6nnen, wie das Buch konzipiert ist und was deren eigene Motivation ist sich einem Geschichtsbuch zu widmen. Das ist insofern interessant, als dass die Menschen die hinter einem Geschichtsbuch stehen, endlich ein Gesicht bekommen. Daneben ist es auch sicherlich von Vorteil, dass durch Updates die Version des Mbooks immer wieder erneuert werden kann und somit auf dem neusten Stand gebracht wird was Forschung betrifft.<\/p>\n<p>Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Mbook f\u00fcr sehr sinnvoll halte. In der Demo konnte uns lediglich das Kapitel zum Ersten Weltkrieg gezeigt werden, daher sind weitere Diskussionen und Anmerkungen erstmal nicht vorhanden. Das, was ich gesehen habe hat mich aber \u00fcberzeugt. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie das Mbook realisiert werden kann und wie die SuS selber auf diese Neuauflage eines Schulbuchs reagieren. Ich stelle es mir beispielsweise schwer vor, wie sich jede Familie einen eigenen Laptop f\u00fcr die SuS zulegen soll, nur damit er am Geschichtsunterricht teilnehmen kann. Zudem w\u00fcrde es mich auch interessieren, wie das dann mit den Lizenzen ist, da diese m\u00f6glicherweise nur f\u00fcr ein Jahr gelten und dann wieder erworben werden m\u00fcssten. Das gr\u00f6\u00dfte Problem sollte allerdings die Wartung dieses Programms sein. Gerade in der heutigen Zeit veraltet Technik ziemlich schnell, sodass es dazu kommen kann, dass irgendwann die Technik dieses Programms nicht mehr unterst\u00fctzt wird oder ausl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Au\u00dfer dem Mbook, bekamen wir allerdings auch noch einen Einblick in die digitale Exkursion. Zun\u00e4chst wurde uns eine \u00e4ltere Version einer digitalen Exkursion in Form einer Wiederherstellung einer zerst\u00f6rten Stadt gezeigt. Es ist dabei gar nicht so einfach eine zerst\u00f6rte Stadt aus der Antike zu rekonstruieren, da man eben nicht genau wei\u00df, wie diese aussah, aufgrund der Tatsache, dass es keine Bilder davon gibt. Die zweite Exkursion f\u00fchrte uns in das bekannte Anne-Frank Haus in Amsterdam. Aber welche Art der Exkursion ist nun sinnvoller f\u00fcr SuS? Die reale Exkursion oder die digitale?<\/p>\n<p>Bei einer realen Exkursion hat man definitiv den Vorteil, dass man die Geschichte (in einigen F\u00e4llen) wirklich ber\u00fchren kann. Es ist einfach ein anderen Gef\u00fchl f\u00fcr die SuS, wenn man Gegenst\u00e4nde selber haptisch erfahren kann. Hierdurch bekommen die SuS auch eine ganz andere Beziehung zur Geschichte. Man kann in die einzelnen Zimmer der Familie Frank hineingehen und sich alles haargenau ansehen. Man nimmt neben den Gegenst\u00e4nden auch Ger\u00fcche wahr und kann Gegenst\u00e4nde ertasten. Die SuS bekommen dadurch einen sehr intensiven Einblick davon, wie es war sich hier zu verstecken unter den damaligen Umst\u00e4nden. Dies kann aber auch teilweise zu negativen Nebeneffekten f\u00fchren. Gerade sensible SuS k\u00f6nnten bei dieser Erfahrung von ihren Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigt werden. Ganz wichtig an dieser Stelle ist wahrscheinlich auch das Vorhandensein von Ansprechpartnern im Anne-Frank Haus. Hier haben die SuS dann die M\u00f6glichkeit angeleitet das Haus zu erkunden. Der Ansprechpartner kann auch auf eventuelle Details hinweisen, die w\u00e4hrend einer digitalen \u201eTour\u201c vielleicht \u00fcbersehen wurden. Daneben kann der Ansprechpartner auch zus\u00e4tzliche Informationen geben und auch Hinweise f\u00fcr den Lehrer bereit haben, gerade wenn es sich bei den Ansprechpartnern um Museumsp\u00e4dagogen handelt. Sicherlich k\u00f6nnte auch der Spa\u00df einfach im Vordergrund stehen. Die SuS k\u00f6nnen selber das Haus erkunden und angeleitet durch den Lehrer mit eine Aufgabenstellung diese Aufgaben l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Aber auch bei der digitalen Exkursion k\u00f6nnen operationalisiert Aufgaben verteilt werden. Die SuS bekommen zudem Informationen von einer Sprecherin und k\u00f6nnen diese gegebenenfalls im wieder abh\u00f6ren. Was bei der digitalen Exkursion auff\u00e4llt, ist, dass im Hintergrund eher schwerm\u00fctige Musik gespielt wird, was der ganzen Exkursion eine sehr traurige Note verleiht. Hierdurch wird auch nochmal zus\u00e4tzliches bestimmtes Geschichtsbild vermittelt.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen l\u00e4sst sich festhalten, dass ich eine reale Exkursion bevorzugen w\u00fcrde. Das hat schon alleine mit dem Flair zu tun, was das Anne-Frank Haus eigentlich nur so richtig vermitteln kann, wenn man dort ist. Sich Gegenst\u00e4nde genau anzusehen, gegebenenfalls anzufassen wirkt einfach ganz anders auf die SuS statt des blo\u00dfen Beobachtens. F\u00fcr mich bieten digitale Exkursionen eine gute Alternative, wenn der n\u00e4chste Exkursionsort einfach zu weit entfernt ist. Man kann zudem solche digitalen Exkursionen sehr direkt in den eigenen Unterricht einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Durch das Lehramtsstudium an der Universti\u00e4t Paderborn im Bereich Geschichte ist es f\u00fcr mich freilich offensichtlich, dass ich mich im Rahmen der Spring School auch mit der digitalen Geschichtsdidaktik befassen m\u00f6chte und muss. In diesem Zusammenhang wurde durch Felix Hinz genauer auf die Entwicklung von Schulb\u00fcchern eingegangen. 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