{"id":18,"date":"2017-06-11T17:05:47","date_gmt":"2017-06-11T15:05:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/jkossen\/?p=18"},"modified":"2017-06-11T17:05:47","modified_gmt":"2017-06-11T15:05:47","slug":"digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/jkossen\/2017\/06\/11\/digitalisierung\/","title":{"rendered":"Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_18 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_18')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_18').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Mit der Hilfe von Malte Rehbein wird nun im Rahmen dieses Blogs eine Reflexion meiner Erfahrungen mit dem Vorgang des Digitalisierens vorgestellt.<\/p>\n<p>Durch meine Arbeit im Universit\u00e4tsarchiv bin ich zum Teil auch schon mit dem Digitalisieren, also dem Einpflegen von materiellen analogen Objekten auf dem Computer in Form eines Abbildes, an sich vertraut. Den L\u00f6wenanteil machte dabei bisher immer das Einscannen von Fotos aus. Dabei bergen Digitalisate mehrere Gro\u00dfe Vorurteile: Wenn ein bestimmtes Foto beispielsweise ben\u00f6tigt wird, muss man nicht mehr extra zum Archiv hinfahren, um es zu untersuchen. Diese k\u00f6nnen stattdessen einem dann einfach auf dem Computer zugeschickt werden. Neben dem Aufwand spart man sich auch die Kosten einer m\u00f6glichen Kopie, zumal h\u00e4ufig die Qualit\u00e4t durch die Vervielf\u00e4ltigung die Kopien leidet.<\/p>\n<p>Um eine Digitalisierung vorzunehmen braucht man selbstverst\u00e4ndlich die n\u00f6tigen Apparaturen. Am h\u00e4ufigsten verwende ich dabei den Flachbettscanner, da dieser sich freilich am besten f\u00fcr jegliche Dokumente und Fotos eignet. Auch zu Hause verwende ich dieses Ger\u00e4t gerne, da ich so wichtige Unterlagen zu anderen Stellen (Rechtsanwalt, Arzt, Sportverein) schnell und bequem senden kann, wenn ich diese zuvor eingescannt habe. Beim Scannvorgang wird das Foto oder Dokument mit der bedruckten Seite nach unten auf die Glasplatte des Scanners gelegt. Das Objekt wird mit Licht angestrahlt und auf einen festen Spiegel gespiegelt. Der Spiegel wirft das Licht im Anschluss auf einen Bildsensor. Dieser wandelt die Lichtsignale Schritt f\u00fcr Schritt durch Pixel in ein Digitalsignal um. Neben dem Flachbettscanner gibt es aber auch Scanner die speziell f\u00fcr B\u00fccher verwendet werden. Im Anschluss l\u00e4sst sich mit Hilfe von Programmen das digitale Bild weiter bearbeiten. So lassen sich R\u00e4nder entfernen oder das Abbild in eine bestimmte Art von Datei umwandeln.<\/p>\n<p>H\u00e4ufige Nutzung finden neben Flachscannern auch Buchscanner in der Bibliothek, da Studenten h\u00e4ufig ausliegendes Material nicht mitnehmen d\u00fcrfen, aufgrund der Tatsache, dass es sich um Pr\u00e4senzbest\u00e4nde handelt. Buchscanner haben dabei den Vorteil, dass sie den Buchr\u00fccken schonen. Wenn man beispielsweise versucht Seiten aus einem Buch mit dem Flachbettscanner zu bearbeiten kann der Buchr\u00fccken besch\u00e4digt werden, da die obere Klappe auf diesem lastet. Zudem f\u00e4llt es schwer die inneren Seiten korrekt einzuscannen. Hierbei schafft die Buchwippe des Buchscanners Abhilfe, die das Buch mechanisch fixiert. Die Technik die dabei verwendet wird ist die gleiche wie bei der Digitalkamera.<\/p>\n<p>Die Digitalkamera ist sicherlich ein Gegenstand, den man so ziemlich in jedem Haushalt vorfindet. Sie eignet sich prima um Schnappsch\u00fcsse im Urlaub zu machen oder pers\u00f6nlich wichtige Momente in Form eines Bildes festzuhalten. Im Gegensatz zu analogen Kameras wird hierf\u00fcr kein empfindlicher Film innerhalb der Kamera ben\u00f6tigt. An dessen Stelle ist ein elektronischer Bildsensor getreten. Der Vorteil hierbei ist, dass man nun nicht mehr die Filme entwickeln lassen muss, um sich die Bilder anzusehen, da man die Digitalkamera problemlos mit dem Computer verbinden kann und sich diese dort anzeigen lassen. Neben dem privaten Gebrauch finden Digitalkameras aber auch Verwendung in den Archiven. H\u00e4ufig werden diese dort genutzt um beispielsweise die Entwicklung von Neubauten zu verfolgen. Obschon die Digitalkamera sicherlich die praktischere Variante darstellt, erlebt aber dennoch die auch die Analogkamera ein kleines Revival. Gerade die Einwegkameras haben auch ihre praktischen Vorz\u00fcge, da man diese Kindern ohne schlechtes Gewissen aush\u00e4ndigen kann. Im Gegensatz zu teuren Digitalkameras kosten diese nicht viel und sind \u00e4u\u00dferst robust. Zudem haben sie den am\u00fcsanten Nebeneffekt, dass man die Bilder nicht direkt auf der Kamera wieder l\u00f6schen kann wie auf der Digitalkamera. Das bedeutet, dass man nie wei\u00df was letztlich auf der Kamera zu sehen ist. Erst wenn die Filme entwickelt sind l\u00fcftet sich das Geheimnis mit oftmals erheiternden \u00dcberraschungen.<\/p>\n<p>Wenn man digitale Bilder auf dem Computer hierbei digital darstellen m\u00f6chte, gibt es dabei zwei unterschiedliche M\u00f6glichkeiten: die Rastergrafik und die Vektorgrafik.<\/p>\n<p>Rastergrafiken werden dabei von der Bildgr\u00f6\u00dfe sowie der Farbtiefe bestimmt. Die Bildgr\u00f6\u00dfe wiederum zeichnet sich durch die Anzahl der einzelnen Pixel aus. Je mehr Pixel ein Bild enth\u00e4lt, desto gr\u00f6\u00dfer ist dieses. Die Farbtiefe zeigt an wie viele Helligkeits- und Farbwerte ein einzelnes Pixel beschreiben. Wenn man nun tief in ein Foto hineinzoomt, f\u00e4llt auf, dass das Bild mit der Rastergrafik ungenauer wird und man infolgedessen jedes einzelne Pixel sehen kann. Ein weiteres Kennzeichen von Rastergrafiken ist, dass dieses Format viel Speicherkapazit\u00e4ten ben\u00f6tigt. Aus diesem Grund werden h\u00e4ufig Bildkompressionen verwendet, die die Gr\u00f6\u00dfe der Dateien verkleinern. Dabei kann man auf verlustbehaftete Kompressionen zur\u00fcckgreifen oder auf verlustfreie. Bei verlustbehafteten Kompressionen werden \u00fcberfl\u00fcssige Informationen aus den Daten entfernt. Als Beispiel l\u00e4sst sich hier die Musikdatei anf\u00fcgen, in der es T\u00f6ne gibt, die f\u00fcr das menschliche Ohr nicht zu h\u00f6ren sind und daher entfernt werden k\u00f6nnen. Bei Bildern verh\u00e4lt es sich dementsprechend \u00e4hnlich: Details die das menschliche Auge nicht erfassen kann, werden einfach entfernt. Allerdings muss hier angemerkt werden, dass es hierf\u00fcr keine allgemeine Definition gibt, was erkennbar ist und was nicht. Wie der Name schon suggeriert geht bei der verlustfreien Kompression keine Informationen verloren. Es \u00e4ndert sich nur die Art der Speicherung. Der Kompressionsalgorithmus ist demnach so ausgelegt, dass er, statt jedes Pixel einzeln zu speichern, die Information \u00fcber regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Pixel und Gestalt und Position dieser speichert. Verlustbehaftete Formate sind zum Beispiel <em>jpeg<\/em> verlustfreie sind <em>tiff <\/em>Formate.<\/p>\n<p>Die Vektorgrafik beschreibt Bilder nicht anhand von einzelnen Pixeln sondern sogenannter grafischer Primitive, wie zum Beispiel Punkte, Linien, Polygone, Kreise und Ellipsen. Au\u00dferdem z\u00e4hlen dazu noch Information \u00fcber Farbe, Strichform, F\u00fcllung und Behandlungen wie Spiegelungen. Als Grundordnung dient hierbei ein Koordinatensystem. Der Vorteil bei Vektorgrafiken ist dabei, dass diese beim Hineinzoomen keinen Qualit\u00e4tsverlust verzeichnen. Zudem unterscheiden sich die beiden Formate dahingehend, dass der Speicherbedarf einer Rastergrafik abh\u00e4ngig ist aus dem Produkt von Bildgr\u00f6\u00dfe und Farbtiefe wohingegen die Vektorgrafik abh\u00e4ngig ist von der Komplexit\u00e4t eines Bildes. Zudem ist der Aufwand f\u00fcr die Wiedergabe einer Vektorgrafik aufwendiger als bei der Rastergrafik, da der Computer zun\u00e4chst das Bild aus grafischen Primitiven zusammenrechnen muss. Die Umwandlung einer Rastergrafik in eine Vektorgrafik ist sehr aufwendig wohingegen die Umwandlung von Vektorgrafiken in Rastergrafiken sehr viel einfacher ist.<\/p>\n<p>Ein Computer kann aber lediglich die einzelnen Pixel erkennen. \u00c4hnlich w\u00fcrde es sich bei der Digitalisierung von Texten verhalten. Die einzelnen Pixel k\u00f6nnen gelesen werden, jedoch erkennt der Computer keine Sinnzusammenh\u00e4nge. Fr\u00fcher hat man diese Texte bearbeitet indem man sie transkribierte. Auch heute ist das noch n\u00f6tig, gerade wenn es um handschriftliche Quellen aus dem Mittelalter geht. Zumeist w\u00e4hlt man zwei Personen aus, die unabh\u00e4ngig voneinander die Texte abtippen und dann vergleichen, damit etwaige Fl\u00fcchtigkeitsfehler oder Lesefehler vermieden werden. Allerdings ist man heute schon so weit, dass auch Computerprogramme in der Lage sind Texte zu erkennen mit der automatischen Texterfassung, dem <em>Optical Character Recognition<\/em>. Hierbei startet das Programm damit, die Vorlage zu optimieren, zum Beispiel werden eventuelle Verzerrungen ausgeglichen. Ebenfalls kommt es in der Vorverarbeitung dazu, dass die Pixel entweder dem Text oder dem Hintergrund zugeordnet werden. Nach der eigentlichen Zeichenerkennung folgt die Nachbearbeitung, in der versucht wird, das Textbild qualitativ aufzuwerten. Wichtig f\u00fcr dieses Verfahren ist die Erkennungsgenauigkeit von Buchstaben und W\u00f6rtern, also wie korrekt die Wiedergabe dieser im Verh\u00e4ltnis zur Vorlage ist. Bei modernen Buchdruck- und Computerschriftarten ergeben sich keine gro\u00dfen Probleme. Auch Dokumente aus Schreibmaschinen k\u00f6nnen gut erkannt werden durch den Computer. Allerdings wird es sp\u00e4testens bei der Erkennung von handschriftlich verfassten Dokumenten schwierig f\u00fcr ein Computerprogramm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 In einer einf\u00fchrenden Pr\u00e4sentation ist Anna Michel w\u00e4hrend der Spring School auf die allgemeinen Aspekte bez\u00fcglich der Digitalisierung eingegangen. Mit der Hilfe von Malte Rehbein wird nun im Rahmen dieses Blogs eine Reflexion meiner Erfahrungen mit dem Vorgang des Digitalisierens vorgestellt. 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