{"id":290,"date":"2017-06-11T22:00:38","date_gmt":"2017-06-11T20:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/?p=290"},"modified":"2017-06-11T22:14:11","modified_gmt":"2017-06-11T20:14:11","slug":"mit-xmltei-eine-digitale-edition-erstellen-erste-erfahrungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/2017\/06\/11\/mit-xmltei-eine-digitale-edition-erstellen-erste-erfahrungen\/","title":{"rendered":"Mit XML\/TEI eine Digitale Edition erstellen &#8211; erste Erfahrungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_290 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_290')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_290').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dar\u00fcber hinaus ist es m\u00f6glich Texte unterschiedlich zu lesen \u2013 sie lassen Interpretationsspielr\u00e4ume. Mit TEI ist es m\u00f6glich Informationen zum Text zu speichern. Namen oder Orte k\u00f6nnen gekennzeichnet werden, wodurch dem Text eine Struktur gegeben wird und auch Absender und Adressaten k\u00f6nnen durch bestimmte Tags kenntlich gemacht werden. Diese Auszeichnungen, sogenannte Markups, beinhaltet Interpretationen und sind niemals neutral.<\/p>\n<p>Folglich l\u00e4sst sich das Anfertigen einer TEI-Edition auch in den vier Arbeitsbereichen der Historischen Methode verorten, da der Quellenkorpus und sein Aussagewert, wie in der Quellenkonstitution und Quellenkritik, bestimmt werden. Aber auch der Arbeitsschritt der Interpretation spielt bei der Erstellung einer TEI-Edition eine entscheidende Rolle. Das Einf\u00fcgen von Markups setzt eine detaillierte Analyse des Textes voraus, wodurch wir den Text deuten und interpretieren. Beispielsweise haben wir eine Urkunde vorliegen, bei der ein Teil des Textes durchgestrichen ist. Hier stellt sich die Frage, ob dies beabsichtigt geschehen ist bzw. wer dies durchgef\u00fchrt hat. Mit Beantwortung dieser Frage und der anschlie\u00dfenden Auszeichnung deuten wir. Bereits diese Suche nach dem angemessenen Markup kann schon als Teil einer Forschung gesehen werden. Hier ist aber anzumerken, dass XML den Vorteil besitzt diese Unklarheiten durch bestimmte Auszeichnungen kenntlich machen zu k\u00f6nnen. Der Einsatz von Markup kann also auch dabei helfen Forschungsfragen zu beantworten und bringt den Quellenkorpus hervor.<\/p>\n<p>Neben Auszeichnungen lassen sich im Header Metadaten zu den Texten speichern. Autor, Entstehungsdaten, sowie Informationen zum Format k\u00f6nnen hier eingef\u00fcgt werden. Durch den Einsatz von Attributen lassen sich weitere, ausf\u00fchrlichere Informationen zu beispielsweise Personen oder Orten speichern.<\/p>\n<p>Das Arbeiten mit TEI\/XML erm\u00f6glicht es einen Quellenkorpus zusammenzustellen, zu editieren und erm\u00f6glich dadurch eine Strukturierung und historisch-kritische Analyse. Des Weiteren bietet es den Vorteil ganze Texte nach Informationen, wie Personen oder Orte zu durchsuchen und erm\u00f6glicht eine einfache Umwandlung in andere Formate wie PDF, ebook oder HTML.<\/p>\n<p>Aus pers\u00f6nlicher Sicht habe ich die Arbeit mit TEI\/XML als sehr gewinnbringend und interessant empfunden. Was an Tag 1 mit dem theoretischen Input von Peter Stadler f\u00fcr mich doch noch sehr abstrakt und kompliziert klang, hat sich im Laufe der Woche f\u00fcr mich immer mehr erschlossen. Es wurde mir zum ersten Mal tats\u00e4chlich bewusst wie viel Arbeit hinter einer digitalen Edition stecken muss, die mir pers\u00f6nlich bei der Erstellung von Forschungs- bzw. Hausarbeiten die Arbeit sehr erleichtert und zur Zeitersparnis gef\u00fchrt hat. Aber nicht nur der erste Einblick in die Arbeit mit TEI in der Spring School, sondern auch die weiterf\u00fchrende Arbeit an unserer Edition in den letzten Wochen hat gezeigt, wie gro\u00df der Arbeitsumfang ist. Man ben\u00f6tigt nicht nur Fachwissen, auch die Planung ist von entscheidender Bedeutung. Es muss sichergestellt werden, dass die Auszeichnungen einheitlich sind, um so den wissenschaftlichen Nutzen des Textes, der digitalen Edition, zu gew\u00e4hrleisten. Das dekodieren des Textes per Hand mit TEI\/XML ist als Grundlage\/Fundament zu sehen. Darauf folgen noch die Schritte der Transformation und Pr\u00e4sentation. Es ist mir ebenfalls bewusst geworden, wie sehr man bereits beim Erstellen des Textkorpus auf Fragen st\u00f6\u00dft bzw. vor Entscheidungen, wie man welches Ph\u00e4nomen behandelt\/auszeichnet. Das daf\u00fcr bereits eine Art Quellenkritik notwendig ist, war mir zuvor nicht klar. Trotz der sehr kleinschrittigen Arbeit bei der Auszeichnung, wird der Mehrwert f\u00fcr die sp\u00e4tere Analyse bzw. Weiterarbeit am Text deutlich.<\/p>\n<p>Auch der durchaus neue Zugang zur Quelle durch TEI finde ich sehr spannend und in der Zeit der \u201edigitalen Revolution\u201c als durchaus wichtig. Die Digitalisierung, damit verbunden das Erstellen von TEI-Editionen tr\u00e4gt dazu bei, dass Quellen besser zug\u00e4nglich sind, wir eine Transparenz schaffen und es so erm\u00f6glichen, dass sich der Kreis der Rezipienten erweitert und sich so neue Zug\u00e4nge zur wissenschaftlichen Arbeit\/Forschung \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Unsere Aufgabe bestand darin die Beschreibung des Siegels, sowie das Aufl\u00f6sen von Abk\u00fcrzungen auszuzeichnen.<\/p>\n<p>Die Beschriebung des Siegels zur dritten Urkunde:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-324\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/Aufgabe_XML.png\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"137\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/Aufgabe_XML.png 420w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/Aufgabe_XML-300x98.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/p>\n<p>Die Aufl\u00f6sung von Abk\u00fcrzungen aus der ersten Urkunde:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-326\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk1.png\" alt=\"\" width=\"446\" height=\"84\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk1.png 520w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk1-300x57.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-328\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk2.png\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"98\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk2.png 576w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk2-300x51.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-330\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk3.png\" alt=\"\" width=\"588\" height=\"75\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk3.png 588w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/files\/2017\/06\/XML_Abk3-300x38.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 588px) 100vw, 588px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein besonderer Fokus w\u00e4hrend der Spring School lag auf der Lerneinheit TEI\/XML. 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