{"id":242,"date":"2017-05-29T15:20:21","date_gmt":"2017-05-29T13:20:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/?p=242"},"modified":"2017-05-29T15:20:21","modified_gmt":"2017-05-29T13:20:21","slug":"digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/imersch\/2017\/05\/29\/digitalisierung\/","title":{"rendered":"Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_242 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_242')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_242').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Im Folgenden werde ich die f\u00fcr mich wichtigsten Aspekte des Textes zusammenfassen und herausstellen mit welchen Anwendungen und Ph\u00e4nomenen ich bereits gearbeitet und Erfahrungen gemacht habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rehbein erkl\u00e4rt zun\u00e4chst wichtige Begriffe, die im Zusammenhang mit Digitalisierung von Bedeutung sind. Basis der computer-gest\u00fctzten Untersuchung ist ein digitales Abbild des analogen Originals. H\u00e4ufig wird dieses digitale Abbild auch als Digitalisat bezeichnet. Diese Abbilder in Form von Mikrofilmen oder Reprodrucken erf\u00fcllen dann die Aufgabe des Originals als sogenanntes Surrogat. An dieser Stelle sei bereits ein Vorteil der Digitalisierung gegen\u00fcber analogen Verfahren der Reproduktion erw\u00e4hnt, denn die \u00dcbertragung eines Digitalisats ist prinzipiell ohne Verluste und identisch m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Handelt es sich bei dem erstellten Abbild um ein optisches wird von einer Bilddigitalisierung gesprochen. Diese Bilddigitalisierung ist laut Rehbein Voraussetzung f\u00fcr eine weitere Verarbeitung, denn neben den digitalen Bildern gibt es ebenfalls Verfahren, mit denen der in den Bildern transportierte Text transkribiert werden kann.<\/p>\n<p>Bei der Bild- bzw. Tondigitalisierung werden optische beziehungsweise akustische Sensoren digitalisiert. Diese Formen der Digitalisierung sind f\u00fcr die Digital Humanities von besonderem Interesse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grundlagen digitaler Bilder:<\/p>\n<p>Es werden zwei M\u00f6glichkeiten unterschieden Bilder als digitale Daten zu repr\u00e4sentieren: Raster- und Vektorgrafiken.<\/p>\n<ul>\n<li>Rastergrafiken<\/li>\n<\/ul>\n<p>In einer Rastergrafik werden die einzelnen Bildpunkte (Pixel) mit ihrer Farbtiefe in einem Koordinatensystem erfasst. Die Farbtiefe wird durch den Bitcode bestimmt. Die Farbauswahl wird gr\u00f6\u00dfer, umso mehr Bits zur Beschreibung eines Pixels vorhanden sind. Wurden fr\u00fcher noch mehrheitlich schwarz\/wei\u00df Bilder bei dem Digitalisierungsverfahren erzeugt, ist die Bilddigitalisierung in Farbe heute das g\u00e4ngige Verfahren. Die Rastergrafik, die aus Bildgr\u00f6\u00dfe und Farbtiefe gebildet wird, legt auch den Speicherbedarf fest. Die Datenmengen, die bei der Digitalisierung entstehen, k\u00f6nnen enorm sein und durch die Anschaffung von Speichermedien und damit verbundene Sicherung der Daten in neue Formate sowie die Sicherstellung ihrer Zug\u00e4nglichkeit zu ausgiebiger Arbeit und Kosten f\u00fchren. Mit Hilfe von Bildkompression ist es m\u00f6glich die Datengr\u00f6\u00dfen im Speichermedium zu reduzieren. Bei der verlustbehafteten Kompression wird durch das Entfernen von als \u00fcberfl\u00fcssig betrachteten Informationen versucht die Menge an Daten zu verringern. Dies kann allerdings dazu f\u00fchren, dass eine Verschlechterung des Bildes beispielsweise beim Vergr\u00f6\u00dfern ersichtlich wird. Im Gegensatz dazu gibt es die verlustfreie Kompression, bei der keine Informationen verloren gehen, da die Daten durch Zusammenfassung von Redundanzen nur anders organisiert werden. Es ist zwar mit mehr Rechenaufwand verbunden, ben\u00f6tigt aber weniger Speicherplatz. Auch wenn diese verlustfrei komprimierten Bilder wieder getreu in das Original zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, ist dies nur m\u00f6glich, wenn der Algorithmus gespeichert wurde und vor allem eine Software existiert, mit der die Dekomprimierung auch in Zukunft m\u00f6glich ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Vektorgrafiken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neben der zuvor beschriebenen Rastergrafik finden auch Vektorgrafiken bei Repr\u00e4sentation von Bildern als digitale Daten Verwendung. Hier wird das Bild durch Zeichenroutinen, durch Informationen zur Geometrischen Form und Gestaltung, zusammengesetzt. Vektorgrafiken werden in den Digital Humanities vor allem zur Darstellung von Geoinformationen oder zwei- bzw. dreidimensionalen Modellen verwendet. Ein Vorteil der Vektorgrafiken gegen\u00fcber den Rastergrafiken ist die verlustfreie und umkehrbare Skalierung, denn die Skalierung von Rastergrafiken ist h\u00e4ufig mit einem Qualit\u00e4tsverlust verbunden. Dar\u00fcber hinaus ist in der Regel auch der Speicherbedarf der Vektorgrafiken geringer, da er unabh\u00e4ngig von Bildgr\u00f6\u00dfe und Farbtiefe ist.<\/p>\n<p>Dennoch werden bei der Digitalisierung vermehrt Rasergrafiken erzeugt, da Vektorgrafiken technisch sehr komplex sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verfahren der Bilddigitalisierung:<\/p>\n<p>Digitalkameras und Scanner sind in den Kulturwissenschaften die meist eingesetzten Verfahren bei der Bilddigitalisierung.<\/p>\n<p>Bei der Digitalkamera kann durch die Fokussierung, die Gr\u00f6\u00dfe der Blenden\u00f6ffnung, die Verschlusszeit sowie die Brennweite des Objektivs die Qualit\u00e4t des Bildes beeinflussen.<\/p>\n<p>Scanner sind Datenerfassungsger\u00e4te, die Objekte nach vorgegebenen Mustern oder Rastern systematisch abtasten und die aufgenommenen Signale in digitale Form umwandeln. Dabei werden verschiedene Arten von Bildscannern unterschieden. Der Flachbettscanner ist vor allem zum Scannen von zweidimensionalen Objekten geeignet. Das zu scannende Objekt wird dabei nach unten auf eine Glasplatte gelegt und durch einen beweglichen Spiegel, der das Licht auf einen fest installierten Spiegel und von da aus durch die Linse auf den Bildsensor wirft. Um ein durchg\u00e4ngiges scharfes Bild beim Flachbettscanner zu erhalten, muss die Vorlage flach auf der Glasplatte aufliegen. Dies gestaltet sich beim Scannen von B\u00fcchern durch die Bildung als schwierig. Daher wird speziell f\u00fcr die Digitalisierung von B\u00fcchern Buchscanner eingesetzt. Im Gegensatz zum Flachbettscanner verwendet der Buchscanner zwei Digitalkameras. Diese werden auf die Lichtverh\u00e4ltnisse und auf die Gr\u00f6\u00dfe der Buchseiten eingestellt. Das Buch wird auf eine Buchwippe gelegt und die Seite aufgeschlagen, die eingescannt werden soll. Dann wird eine Einzel- oder Doppelseite des Buches abgelichtet. Damit Unsch\u00e4rfen verursacht durch W\u00f6lbungen werden durch mechanisches Fixieren oder durch eine Aufgedr\u00fcckte Glasplatte vermieden. Das Weiterbl\u00e4ttern erfolgt von Hand bzw. bei gr\u00f6\u00dferen Digitalisierungsprojekten durch einen Scan-Roboter, der die Seiten ansaugt und automatisch umbl\u00e4ttert.<\/p>\n<p>Analoge Verfahren sind Mikroformen, wie Mikrofiche und Mikrofilme. Hier werden stark verkleinerte analoge Abbildungen auf Filmmaterial erstellt. Aufgrund der langen Haltbarkeit des Materials werden diese Verfahren vor allem zur Langzeitarchivierung eingesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Parameter:<\/p>\n<p>Die technischen Parameter der Digitalisierung bestimmen die Aussagekraft eines Digitalisats und dessen Verwendbarkeit. Bei der Nutzung von digitalen Daten ist es unabdingbar die Parameter ihrer Entstehung zu kennen und auch kritisch zu pr\u00fcfen, ob bzw. wie die Daten f\u00fcr den Forschungszweck geeignet sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erschlie\u00dfung der Digitalisate:<\/p>\n<p>Bei der Erschlie\u00dfung von Digitalisaten spielen Metadaten eine wichtige Rolle, da sie unter anderem die Auffindbarkeit der Objekte erm\u00f6glichen. Rehbein unterscheidet dabei vier Typen von Metadaten, die f\u00fcr die Nutzung von Bilddigitalisaten von Bedeutung sind: technische, deskriptive, strukturelle und administrative Metadaten. Dabei handelt es sich zwar um klar definierte Kategorien, aber sie k\u00f6nnen parallel angewendet werden. F\u00fcr die jeweiligen Fachbereiche gibt es dar\u00fcber hinaus weitere Standards und Spezifikationen. Zu den international g\u00e4ngigen Metadaten-Standards im Bereich der Digitalisierung des kulturellen Erbes z\u00e4hlt das uns vorgestellte TEI. Die Richtlinien und XML-Schemata erm\u00f6glichen eine Kodierung elektronischer Texte,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Textdigitalisierung:<\/p>\n<p>Soll beispielsweise ein Buch digitalisiert werden reicht es nicht aus nur die geometrischen Positionen der einzelnen Pixel in einer Rastergrafik zu speichern. Der Text muss in einem weiteren Bearbeitungsschritt aus der Rastergrafik extrahiert werden und daraus Zeichencodes generieren. Zur Texterfassung, Transkription, k\u00f6nnen zwei Verfahren angewendet werdet. Zum einen kann bei der manuellen Texterfassung durch Abtippen der Vorlage per Hand der Text erfasst werden. Dabei besteht allerdings die Gefahr von Lese- und Fl\u00fcchtigkeitsfehlern sowie Interpretationsunterschiede bei schlecht lesbarer Handschrift. Dieser Problematik kann entgegengewirkt werden, indem zwei Personen unabh\u00e4ngig voneinander den gleichen Text transkribieren und anschlie\u00dfend durch einen Dritten verglichen werden. Zum anderen kann das Verfahren der automatischen Texterfassung, Optical Character Recognition (OCR) angewendet werden. Dieses Verfahren der Texterkennung l\u00e4sst sich in drei Phasen gliedern. Bei der Vorverarbeitung wird die Rastergrafik optimiert, um Verzerrungen und Rotationen der Vorlage auszugleichen. Darauf folgt die eigentliche Zeichenerkennung, die Binarisierung. Als letzten Schritt schlie\u00dft sich die Nachbereitung an, um die Qualit\u00e4t des erkannten Textes zu optimieren.<\/p>\n<p>Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Texterkennung ist die Erkennungsgenauigkeit. Diese entscheidet dar\u00fcber, ob und wie brauchbar ein erfasster Text ist. Die Erkennungsgenauigkeit ist von der Qualit\u00e4t der Vorlage abh\u00e4ngig. Ein moderner Buchdruck erreicht also eine h\u00f6here Genauigkeit als beispielsweise eine Faktur aus dem 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Digitalisierungsverfahren:<\/p>\n<p>Neben der zuvor beschriebenen zweidimensionalen Bilddigitalisierung und damit verbundenen Texterfassung gibt es noch weitere Verfahren der Digitalisierung. Insbesondere die dreidimensionale Objektdigitalisierung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Geht bei dem zweidimensionalen Verfahren Eigenschaften, wie W\u00f6lbungen; Gravuren, Beschaffenheit des Bucheinbandes verloren, k\u00f6nnen sie mit Hilfe des 3D-Modelss dargestellt werden. Neben visuellen Verfahren zur Digitalisierung gibt es auch Verfahren aus dem nicht visuellen Bereich, wie die Audiodigitalisierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Studiums habe ich bereits ein paar Erfahrungen mit Digitalisierung gesammelt. Im Rahmen meiner wissenschaftlichen Arbeiten habe ich sowohl Flachbettscanner als auch Buchscanner verwendet. Dar\u00fcber hinaus ist es mir auch m\u00f6glich auf Digitalisate zuzugreifen. Dadurch ist mir die Bedeutung und Wichtigkeit von Digitalisierungen besonders deutlich geworden. Gerade im universit\u00e4ren Kontext ist es eine enorme Erleichterung und Zeitersparnis auf Digitalisate zugreifen zu k\u00f6nnen. Obwohl die Frage nach der Nachhaltigen Nutzung der Digitalisate immer noch diskutiert wird, haben meines Erachtens Digitalisate viele Vorteile. In der Spring School 2017 konnte ich weitere Erfahrungen sammeln und einen genaueren Einblick in die technische Verfahren der Digitalisierung bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Lerneinheit \u201eDigitalisierung- Vom Scannen bis zum Urheberrecht\u201c haben wir uns unter anderem mit den technischen Voraussetzungen der Digitalisierung besch\u00e4ftigt. Malte Rehbeins Aufsatz \u201eDigitalisierung\u201c thematisiert diese und erl\u00e4utert dar\u00fcber hinaus die Nutzungsm\u00f6glichkeiten von Digitalisaten in den Kultur- und Geisteswissenschaften (Digital Humanities). 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