{"id":781,"date":"2014-11-26T09:21:31","date_gmt":"2014-11-26T07:21:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/?p=781"},"modified":"2019-05-15T10:43:55","modified_gmt":"2019-05-15T08:43:55","slug":"transkription","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2014\/11\/26\/transkription\/","title":{"rendered":"Transkription"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_781 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_781')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_781').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dieser Vorgang wird in der Sozialwissenschaft als \u201eTranskription\u201c (lat. trans-scribere = umschreiben) bezeichnet (vgl. Przyborski\/Sahr 2009, S. 161). \u00a0Durch die schriftliche Form haben Sie die M\u00f6glichkeit, beispielsweise das Interview oder die Beobachtung intensiv zu untersuchen. Auf Basis der Transkripte kann die Auswertung (z.B. Dokumentarische Methode oder die qualitative Inhaltsanalyse) erfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0Die Interviews, Beobachtungen, Bild- oder Filmdokumente werden aufgezeichnet und anschlie\u00dfend nach den Regeln eines bestimmten Transkriptionssystems vollst\u00e4ndig von der Verfasser\/-in transkribiert. Die Transkriptionsregeln werden im Anhang einer Abschlussarbeit beigef\u00fcgt. Aus Gr\u00fcnden des Datenschutzes \u00a0m\u00fcssen Sie die Namen von Personen und Orten anonymisieren. F\u00fcr die Nachvollziehbarkeit der Auswertungsschritte werden die Zeilen nummeriert. Die Erstellung von Transkripten nimmt viel Zeit in Anspruch. In der Regel werden f\u00fcr 10 Interviews von jeweils ca. 60 Minuten inklusive Korrektur 50-100 Arbeitsstunden ben\u00f6tigt (vgl. Dresing\/Pehl 2012, S 24).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gibt unterschiedliche Transkriptionssysteme, welche f\u00fcr die Verschriftlichung gesprochener Sprache geeignet sind. Diese haben unter anderem die Aufgabe lautliche Ph\u00e4nomene aufzuzeichnen, welche in der Orthographie nicht beschrieben werden, wie beispielsweise das gleichzeitige Sprechen, Betonungen oder Pausen (vgl. Przyborski\/Sahr 2009, S. 164).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">An dieser Stelle ist es nicht m\u00f6glich, eine umfassende Darstellung aller Transkriptionssysteme zu er\u00f6rtern. Exemplarisch stelle ich zwei Beispiele vor und verweise anschlie\u00dfend auf entsprechende Quellen hinsichtlich weiterer Transkriptionssysteme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Transkriptionssytem (1<\/strong>): TiQ (Talk in Qualitative Social Research) ist ein Transkriptionssystem zur Erfassung von Gespr\u00e4chen f\u00fcr eine rekonstruktive Auswertung und kann mit jedem Textverarbeitungsprogramm durchgef\u00fchrt werden (vgl. Przyborski\/Sahr 2009, S. 164f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im folgenden Abschnitt stelle ich Ihnen die Transkriptionsregeln von TiQ vor. Anschlie\u00dfend wird Ihnen anhand eines Beispieltranskripts die Umsetzung dieses Transkriptionssystems n\u00e4her dargelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Transkriptionsregeln nach TiQ<i> <\/i><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Interviewer\/-in<\/strong>: Den Interviewer\/-innen wird die Maskierung Y1 und Y2 zugewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Befragte<i>:<\/i><\/strong> Jede Person, die an dem Interview beteiligt ist, wird in dem Transkript mit einem Buchstaben und mit einem <em>f<\/em> f\u00fcr feminin und einem<em> m<\/em> f\u00fcr maskulin gekennzeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>(I_)<i>:<\/i><\/strong><b> <\/b>Mit dem H\u00e4kchen (I_) wird die \u00dcberlappung von zwei Sprecher\/-innen abgebildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>(3)<i>:<\/i><\/strong> Die Zahl in Klammern gibt die Anzahl der Sekunden von einer Sprechpause an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Nein:<\/span><\/strong> Betonung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>@nein@:<\/strong> Lachend gesprochene \u00c4u\u00dferungen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>(doch):<\/strong> Unsicherheit bei der Transkription und schwer verst\u00e4ndliche \u00c4u\u00dferungen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Oh=nee<i>:<\/i><\/strong> Zwei oder mehr Worte, die wie eines gesprochen werden (Wortverschleifung)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>brau-:<\/strong> Abbruch eines Wortes<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>. :<\/strong> Stark sinkende Intonation<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><i>;<\/i> :<\/strong> Schwach sinkende Intonation<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ja:::<\/strong> Dehnung von Lauten. Die H\u00e4ufigkeit der Doppelpunkte entspricht der L\u00e4nge der Dehnung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>@(.)@:<\/strong> Kurzes Auflachen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>((hustet)):<\/strong> Kommentar bzw. Anmerkung zu parasprachlichen, nichtverbalen oder gespr\u00e4chsexternen Ereignissen. Soweit das m\u00f6glich ist, entspricht die L\u00e4nge der Klammer etwa der Dauer des lautlichen Ph\u00e4nomens (Przyborski\/Sahr 2009, S. 166f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Des Weiteren werden die Zeilen nummeriert, damit die Transkriptstellen f\u00fcr die Datenauswertung zitiert werden k\u00f6nnen und somit den Leser\/-innen die Einordnung in das Interview erleichtert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Beispieltranskript aus einer Staatsexamensarbeit zum Thema \u201eChancen und Grenzen des Erwerbs von interkulturellen Kompetenzen\u201c, welches nach dem oben genannten Regelsystem transkribiert wurde.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Passage: Eingangspassage<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Datum: 27.01.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Timecode: 00:00:20-4 \u2013 00:01:36-2<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Transkription: Karin Muster<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Korrektur: Ralf Meier<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Y1<\/strong><b>: <\/b>Ich habe dir ja schon erz\u00e4hlt dass sich meine Examensarbeit mit dem Thema\u00a0 interkulturelle Kompetenz befasst, (2) jetzt w\u00fcrde ich dich einfach bitten, dass du erz\u00e4hlst, was du <span style=\"text-decoration: underline\">pers\u00f6nlich<\/span> unter dem Begriff interkulturelle Kompetenz verstehst. #00:00:20-4#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Cm:<\/strong> Ja, also (3) ich habe da so @kein Vorwissen@, au\u00dfer das, was ich gerade aus deinen Beschreibungen zur Examensarbeit mitgenommen habe. <span style=\"text-decoration: underline\">Interkulturelle Kompetenz<\/span> darunter verstehe ich , dass man im Lehrerberuf eben kompetent ist, die F\u00e4higkeiten aufweist, sich eben Kindern aus (verschiedenen) Migrationen, wie sagt man, aus verschiedenen Migrationshintergr\u00fcnden auseinanderzusetzen und ja, versucht, sag ich mal, deren Verhaltensweisen nachzuvollziehen und irgendwie vor diesem Hintergrund einordnen zu k\u00f6nnen. So dass man gegebenenfalls auftretende Probleme auf Grund von irgendwelchen religi\u00f6sen Sachen meinetwegen begegnen kann, also dass man damit umge- kann, umgehen lernt. #00:01:08-9#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Y1:<\/strong> Also (2) was w\u00fcrdest du sagen, welche Bedeutung hat f\u00fcr dich diese interkulturelle Kompetenz in deiner zuk\u00fcnftigen <span style=\"text-decoration: underline\">Lehrerrolle? <\/span>#00:01:15-5#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Cm:<\/strong> @(.)@<b> <\/b>Puh::, (2) da hab ich mir wie gesagt noch @nie so wirklich Gedanken dr\u00fcber gemacht@, aber ich denke, (4) man kann da auf jeden Fall nicht zu wenig Know-how haben, wenn man tats\u00e4chlich mal, ich sag mal, etwas extremeren Fall dann hat und nicht wei\u00df, wie man damit umgehen soll. Dann (seufzen) kann man ja immer noch andere Leute fragen, die da mehr Ahnung von haben, aber es ist sicherlich nicht unwichtig, dass man da zu=nen gewissen Fall geschult wird. #00:01:36-2#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese und weitere Prinzipien und Konventionen von TiQ sowie Hinweise f\u00fcr MoViQ (Ein Transkriptionssystem zur Erfassung von Filmen) finden Sie in dem Arbeitsbuch Qualitative Sozialforschung von Aglaja Przyborski und Monika Wohlrab-Sahr (2009).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Transkriptionssystem (2):<\/strong> Auch Dresing\/Pehl (2013) haben sich in dem \u201e<i>Praxisbuch Interview, Transkription &amp; Analyse, Anleitungen und Regelsysteme f\u00fcr qualitativ Forschende\u201c<\/i> mit der Transkription von qualitativen Interviews besch\u00e4ftigt. In ihrem Handbuch unterscheiden sie zwischen dem <em>\u201eEinfachen Transkriptionssystem\u201c<\/em> und dem <em>\u201eFeintranskript\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im folgenden Abschnitt stelle ich Ihnen die Transkriptionsregeln f\u00fcr das \u201eEinfache Transkriptionssystem\u201c \u00a0nach Dresing\/Pehl (2013) vor:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1. Die Transkription erfolgt w\u00f6rtlich, das bedeutet, ein Dialekt wird ins Hoch-deutsche \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">2. Syntaktische Fehler im Satzbau werden \u00fcbernommen. Wortverschleifungen hingegen werden an das Schriftdeutsch angepasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">3. Erfolgt ein Satzabbruch durch die Zielpersonen oder den InterviewerI-innen, wird dieser mit einem Schr\u00e4gstrich \/ dargestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">4. Zu Gunsten der Lesbarkeit wird die Interpunktion gegl\u00e4ttet. Das bedeutet, beim kurzen Senken der Stimme wird ein Punkt gesetzt. Ist die Betonung nicht eindeutig, wird ebenfalls eher ein Punkt gesetzt als ein Komma. \u00a0Wichtig ist, dass die Sinneinheiten beibehalten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">5. Sprechpausen werden durch Punkte in Klammern gekennzeichnet. Die Punkte geben die Anzahl der Sekunden an. Bei mehr als drei Sekunden Sprechpause markiert eine Zahl, z.B. (4), die Dauer der Pause.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">6. Bekr\u00e4ftigende \u00c4u\u00dferungen der Interviewer\/-innen, wie z.B. \u201emhm,\u201c sowie \u00c4u\u00dferungen der Zielpersonen, wie z.B. \u201e\u00e4h\u201c werden nicht transkribiert. Eine Ausnahme bilden Antworten, die als bejahend erfolgen. Diese werden folgenderma\u00dfen markiert: \u201emhm (bejahend)\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">7. Die Betonung von W\u00f6rtern wird durch Gro\u00dfschreibung gekennzeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">8. Die gesprochenen Beitr\u00e4ge erhalten jeweils einen eigenen Absatz, welcher am Ende mit einer Zeitmarke gekennzeichnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">9. Ge\u00e4u\u00dferte Emotionen nach einem gesprochenen Satz werden in Klammern protokolliert, z.B. (lachen\/seufzen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">10. Die \u00c4u\u00dferung eines unverst\u00e4ndlichen Wortes wird durch (unv.) notiert. Erfolgen l\u00e4ngere unverst\u00e4ndliche Abschnitte, sollte in der Klammer die Ursache hinzugef\u00fcgt werden, z.B. (unv., Hund bellt laut). Die Annahme eines Wortlautes kann durch ein Fragezeichen in Klammern versehen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">11. Befragte und Interviewer\/-in werden durch die Buchstaben <em>\u201eI\u201c<\/em> (Interviewer\/-in) und <em>\u201eB\u201c<\/em> (Befragte) gekennzeichnet (vgl. Dresing\/Pehl 2013, S. 21ff.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Beispieltranskript nach dem \u201eEinfachen Transkriptionssystem\u201c (Dresing\/ Pehl 2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>\u00a0I:<\/strong> Ich habe dir ja schon erz\u00e4hlt dass sich meine Examensarbeit mit dem Thema\u00a0 interkulturelle Kompetenz befasst, (..) jetzt w\u00fcrde ich dich einfach bitten, dass du erz\u00e4hlst, was du PERS\u00d6NLICH unter dem Begriff interkulturelle Kompetenz verstehst. #00:00:20-4#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>B: <\/strong>Ja, also (\u2026) ich habe da so kein Vorwissen (lachen), au\u00dfer das, was ich gerade aus deinen Beschreibungen zur Examensarbeit mitgenommen habe. INTERKULTURELLE KOMPETENZ darunter verstehe ich, \u00a0dass man im Lehrerberuf eben kompetent ist, die F\u00e4higkeiten aufweist, sich eben Kindern aus (verschiedenen?) Migrationen, wie sagt man, aus verschiedenen Migrationshintergr\u00fcnden auseinanderzusetzen und ja, versucht, sag ich mal, deren Verhaltensweisen nachzuvollziehen und irgendwie vor diesem Hintergrund einordnen zu k\u00f6nnen. So dass man gegebenenfalls auftretende Probleme auf Grund von irgendwelchen religi\u00f6sen Sachen meinetwegen begegnen kann, also dass man damit umge\/ kann, umgehen lernt. #00:01:08-9#<b> <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>I:<\/strong> Also (..) was w\u00fcrdest du sagen, welche Bedeutung hat f\u00fcr dich diese interkulturelle Kompetenz in deiner zuk\u00fcnftigen LEHRERROLLE#00:01:15-5#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>B:<\/strong> (lachen)<b> <\/b>Puh, (..) da hab ich mir wie gesagt noch nie so wirklich Gedanken dr\u00fcber gemacht (lachen), aber ich denke, (4) man kann da auf jeden Fall nicht zu wenig Know-how haben, wenn man tats\u00e4chlich mal, ich sag mal, etwas extremeren Fall dann hat und nicht wei\u00df, wie man damit umgehen soll. Dann (seufzen) kann man ja\u00a0 immer noch andere Leute fragen, die da mehr Ahnung von haben, aber es ist sicherlich nicht unwichtig, dass man da zu einem gewissen Fall geschult wird. #00:01:36-2#<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b>\u00a0<\/b>Zwischen den einzelnen Transkriptionssystemen gibt es Unterschiede: Das<em> \u201eEinfache<\/em> <em>Transkriptionssystem\u201c<\/em> \u00a0beinhaltet schnell erlernbare Transkriptionsregeln und er\u00f6ffnet uns einen schnelleren Zugang zum Gespr\u00e4chsinhalt, da auf genaue Details zur Aussprache verzichtet wird. Dialekte werden ins Hochdeutsche \u00fcbersetzt. Folglich wird das Transkript leichter lesbar und der Fokus liegt hier eher auf den Gespr\u00e4chsinhalt (vgl. Dresing\/Pehl 2013, S.17ff.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dagegen vermittelt das<em> \u201eFeintranskript\u201c<\/em>, welches nach einem komplexen Regelsystem erstellt wird, durch die Beibehaltung des Dialekts und der Tonh\u00f6henverl\u00e4ufe eine bessere Vorstellung von den Interviewer\/-innen. Ferner wird bei dem detaillierten Transkript auch die Tonh\u00f6henverl\u00e4ufe, Nebenakzente, Lautst\u00e4rke und Sprechgeschwindigkeit hinzugef\u00fcgt (vgl. Dresing\/Pehl 2013, S. 17ff.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Demnach h\u00e4ngt die Entscheidung f\u00fcr eine Transkription von der Forschungsmethodik und der Erkenntniserwartung ab. Dabei steht die zentrale Frage\u00a0 im Vordergrund: F\u00fcr welche Art von Analyse erstelle ich mein Transkript? Sie sollten sich vorher \u00fcberlegen, ob es z.B. f\u00fcr die Interpretation von Bedeutung ist, den Dialekt oder die besondere Betonung der Befragten zu transkribieren. Hier ist es wichtig klare Regeln aufzustellen, damit die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit gew\u00e4hrleistet ist (vgl. Dresing\/Pehl 2013, S. 20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Transkriptionssoftware<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der 5. Auflage des kostenfreien \u201ePraxisbuch Interview, Transkription &amp; Analyse\u201c wird des Weiteren der Umgang mit der Computersoftware f4 erl\u00e4utert, welche Ihnen eine einfache Handhabung mit der Transkription erm\u00f6glicht. Die Softwareprogramme f4 und f5 erleichtern Ihnen die Transkription, da die Abspielgeschwindigkeit verlangsamt wird, ein automatischer R\u00fccksprung durch das Pausieren eingesetzt wird und Zeitmarken gesetzt werden. F\u00fcr Mac-Nutzer wurde die Version f5 entwickelt. Beide Programme werden stetig weiterentwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zudem bietet MAXQDA 12 die M\u00f6glichkeit zur Transkription von Audio- und Videodateien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Computersoftware f\u00fcr die Transkription:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"[2015] MAXQDA 12: Transkription von Audio- und Videodateien\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dAeMlbFmJc4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Kuckartz, U., Dresing, T., R\u00e4diker, S., Stefer, C. (2008a)<\/strong>. Qualitative Evaluation. Der Einstieg in die Praxis. Wiesbaden: VS-Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Kuckartz, U., Dresing, T., R\u00e4diker, S., Stefer, C. (2008b).<\/strong> Qualitative Evaluation.<b> <\/b>Der Einstieg in die Praxis. 2. Auflage. Wiesbaden: VS-Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Kuckartz, U. (2010).<\/strong> Einf\u00fchrung in die computergest\u00fctzte Analyse qualitativer Daten.<b> <\/b>3. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Przyborski, A., Wohlrab-Sahr, M. (2009).<\/strong> Qualitative Sozialforschung. 2. Auflage. M\u00fcnchen: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Internetquellen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Dresing, T., Pehl, T. (2013).<\/strong> Praxisbuch Interview, Transkription &amp;\u00a0 Analyse. Anleitungen und Regelsysteme f\u00fcr qualitativ Forschende. 5. Auflage. Marburg, 2013. <a href=\"http:\/\/www.audiotranskription.de\/transkription-praxisbuch\">http:\/\/www.audiotranskription.de\/transkription-praxisbuch<\/a> [Abruf: 27.07.2014]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.audiotranskription.de\/Praxisbuch-Transkription.pdf\">http:\/\/www.audiotranskription.de\/Praxisbuch-Transkription.pdf<\/a> [Abruf: 27.07.14]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauke Raddy Unterrichtssequenzen oder Aktivit\u00e4ten im Schulleben, welche sie anhand von Ton-, Bild oder Filmdokumenten erfassen, k\u00f6nnen Sie auswerten. Das setzt allerdings voraus, dass diese Dokumente in eine schriftliche Form \u00fcberf\u00fchrt werden, um sie der Analyse zug\u00e4nglich zu machen. 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