{"id":71,"date":"2014-11-26T09:21:07","date_gmt":"2014-11-26T07:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/?p=71"},"modified":"2019-05-15T10:43:59","modified_gmt":"2019-05-15T08:43:59","slug":"concept-maps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2014\/11\/26\/concept-maps\/","title":{"rendered":"Concept Maps"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_71 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_71')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_71').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Im Anschluss daran soll Ihnen ein exemplarisches Beispiel dargelegt werden, um die Umsetzung im Unterricht und\/oder in der Forschung zu veranschaulichen. Abschlie\u00dfend erfahren Sie, wie Sie mit den erhobenen Daten umgehen.<\/p>\n<p>Concept Maps werden auch als \u201eBegriffslandkarten\u201c bzw. \u201eBegriffsstrukturdarstellungen\u201c bezeichnet, da sie Wissen visuell repr\u00e4sentieren. Das Besondere an ihnen ist \u2013 und damit unterscheiden sie sich von einer Mind-Map \u2013 dass die jeweiligen Wissenselemente (auch Konzepte\/Knoten genannt) und ihre dazugeh\u00f6rigen Beziehungen zueinander anhand beschrifteter Pfeile oder Linien als \u201eRelationen\u201c dargestellt werden, w\u00e4hrend eine Mind-Map vorrangig als Mittel zum Brainstorming genutzt wird (vgl. Richter 2008b, 135f.). Eine Concept-Map hingegen besteht aus einzelnen Begriffen, den Pfeilen zwischen diesen sowie der Beschriftung der Pfeile durch Verben (vgl. Gl\u00e4ser 2012, 20; vgl. dazu auch Abb. 1).<\/p>\n<p><b>Beispiel einer Concept-Map <\/b><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/files\/2014\/11\/Concept-Map_Politische-Bildung1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2141 alignnone\" src=\"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/files\/2014\/11\/Concept-Map_Politische-Bildung1-300x179.png\" alt=\"Concept Map_Politische Bildung\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/files\/2014\/11\/Concept-Map_Politische-Bildung1-300x179.png 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/files\/2014\/11\/Concept-Map_Politische-Bildung1-500x300.png 500w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/files\/2014\/11\/Concept-Map_Politische-Bildung1.png 603w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abb. 1: Quelle: Richter (2008a, 39)<\/p>\n<p>Sie sollten vor dem Einsatz einer <i>Concept Map<\/i> ihre Funktion innerhalb des Lernprozesses festlegen, ob Sie sie <i>zur Diagnose<\/i> (d.h. Erhebung des Vorwissens sowie der Fehlkonzepte), <i>Erarbeitung<\/i> (d.h. neuer Begriffe, Ph\u00e4nomene etc.) oder <i>Kontrolle<\/i> (d.h. individueller Leistungen und\/oder des aktuellen Lernstands) einsetzen wollen (vgl. ebd.).<\/p>\n<p>Es sind drei Formen des Mappings zu unterscheiden, welche Sie im Hinblick auf eine Anwendung im Unterricht und\/oder in der Forschung betrachten sollten:<\/p>\n<p>Eine <i>Expertenmap<\/i> wird durch einen Experten\/einer Expertin zu dem jeweiligen Thema oder Themenbereich vorstrukturiert und zeigt damit, wie die fertige Map aussehen k\u00f6nnte. Ebenso ist es m\u00f6glich eine <i>l\u00fcckenhafte Concept Map<\/i> zu konzipieren, indem einige wesentliche Relationen\/Begriffe ausgelassen werden,\u00a0 die von den Kindern und Jugendlichen gef\u00fcllt werden m\u00fcssen. Schlie\u00dflich kann man sie auch <i>eigene Maps zu einem Thema erstellen<\/i> lassen (vgl. ebd.).<\/p>\n<p>Um das selbstst\u00e4ndige Entwickeln f\u00fcr die Kinder und Jugendlichen zu erleichtern, sollten Sie sich zuvor \u00fcberlegen, welche Strukturierungshilfen Sie innerhalb der Concept Map vorgeben. Dies k\u00f6nnten beispielsweise alle Begriffe sein oder die Begriffe werden schon entsprechend platziert oder die Beziehungen\/Relationen zwischen den einzelnen Begriffen werden vorgegeben (vgl. ebd.).<\/p>\n<p>Bei der Erstellung einer Concept Map sollten sowohl Sie als Forscher\/-in bzw. Lehrer\/-in als auch die Sch\u00fcler\/-innen bestimmte Regeln beachten:<\/p>\n<ul>\n<li>eine Concept Map\/Begriffslandkarte\/Begriffsstrukturdarstellung beinhaltet einzelne Begriffe\/Wissenselemente<\/li>\n<li>es gibt jeweils nur eine Verbindung zwischen zwei Begriffen, welche entsprechend mit einem Pfeil gekennzeichnet wird<\/li>\n<li>die Pfeile geben die Richtung an, wie die beiden Begriffe zueinander in Beziehung stehen<\/li>\n<li>jeder Begriff sollte \u2013 wenn m\u00f6glich \u2013 auch mit weiteren Begriffen verkn\u00fcpft werden<\/li>\n<li>jede der Verkn\u00fcpfungen wird oftmals mit einem Verb\/einer Relation beschrieben (vgl. dazu auch Abb. 1)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch: Wie k\u00f6nnen Sie nun selbst Concept Maps erstellen?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen nicht nur Programme zur Erstellung von Concept Maps nutzen (siehe Hinweis unten), sondern die Sch\u00fcler\/-innen auch selbst mit Stift und Papier arbeiten lassen.<\/p>\n<p>Concept Maps k\u00f6nnen \u2013 ebenso wie <a title=\"Concept Cartoons\/ Konzeptdialoge\" href=\"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2014\/11\/26\/concept-cartoons-konzeptdialoge\/\" target=\"_blank\">Concept Cartoons\u00ae\/ Konzeptdialoge\u00ae<\/a> \u2013 eingesetzt werden, um (schriftlich) kindliche Pr\u00e4konzepte und\/oder Fehlvorstellungen sowohl im Unterricht als auch in der Forschung zu erheben.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend haben Sie die erhobenen Pr\u00e4konzepte in schriftlicher Form vorliegen, so dass Sie diese nun analysieren (siehe bspw. <a title=\"Qualitative Inhaltsanalyse\" href=\"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2014\/11\/26\/qualitative-inhaltsanalyse\/\" target=\"_blank\">Qualitative Inhaltsanalyse<\/a>; <a title=\"Dokumentarische Methode\" href=\"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2014\/11\/26\/dokumentarische-methode\/\" target=\"_blank\">Dokumentarische Methode<\/a>) k\u00f6nnen. Als Lehrkraft helfen Ihnen die vorliegenden Konzepte Ihrer Sch\u00fcler\/-rinnen, um nun im Unterricht thematisch an die jeweils unterschiedlichen (Fehl-)Vorstellungen anzukn\u00fcpfen.<\/p>\n<h1><b>Programme<\/b><\/h1>\n<ul>\n<li>yEd Graph Editor zur Erstellung von Conept Maps. Kann gratis heruntergeladen werden. (Online verf\u00fcgbar unter: <a title=\"yEd Graph Editor\" href=\"http:\/\/www.yworks.com\/en\/products\/yfiles\/yed\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.yworks.com\/en\/products\/yfiles\/yed\/<\/a> November 2014)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Microsoft Word<\/li>\n<\/ul>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Basic editing with yEd\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ujMhxPJnJCw?start=1&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h1><b>Literatur zur (Forschungs-)Methode <\/b><\/h1>\n<ul>\n<li>Gl\u00e4ser, Eva (2012): Methoden verstehen und anwenden. Concept Mapping im Sachunterricht. In: Grundschule Sachunterricht. 55, 2012, 20-23.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ISB-Projek \u201eIndividuell f\u00f6rdern\u201d. Arbeit mit Concept-Maps (Online verf\u00fcgbar unter: <a title=\"Arbeit mit Concept Maps\" href=\"http:\/\/www.foerdern-individuell.de\/userfiles\/Unterricht_individualisieren\/Concept-Maps.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.foerdern-individuell.de\/userfiles\/Unterricht_individualisieren\/Concept-Maps.pdf<\/a> November 2014)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Novak, Joseph D.\/ Canas, Alberta J. (2006): The Theory Underlying Concept Maps and How to Construct and Use Them. In: Technical Report IHMC Cmap Tools 1\/2006, Rev. 1\/2008, (Online verf\u00fcgbar unter: <a title=\"Theory Underlying Concept Maps and How to Construct and Use them\" href=\"http:\/\/cmap.ihmc.us\/Publications\/ResearchPapers\/TheoryUnderlyingConceptMaps.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/cmap.ihmc.us\/Publications\/ResearchPapers\/TheoryUnderlyingConceptMaps.pdf<\/a> November 2014)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Universit\u00e4t Duisburg: Beispiel f\u00fcr die Vorgehensweise bei der Erstellung eines Concept Maps. (Online verf\u00fcgbar unter: <a title=\"Concept Mapping: Eine Lernstrategie zum besseren Textverst\u00e4ndnis\" href=\"https:\/\/www.uni-due.de\/imperia\/md\/content\/chemiedidaktik\/ag-sumfleth\/trainingsprogramm-concept_mapping-strategie.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.uni-due.de\/imperia\/md\/content\/chemiedidaktik\/ag-sumfleth\/trainingsprogramm-concept_mapping-strategie.pdf <\/a>November 2014)<\/li>\n<\/ul>\n<h1><b>exemplarische Studien aus der Sachunterrichtsdidaktik sowie beteiligter Fachdidaktiken<\/b><\/h1>\n<ul>\n<li>Dunker, Nina (2010): Concept Maps im naturwissenschaftlichen Sachunterricht: Didaktische Rekonstruktion am Beispiel des Lerngegenstandes Feuer. Oldenburg.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>M\u00f6ller, Kornelia (2007): Genetisches Lernen und Conceptual Change. In: Kahlert, Joachim u.a. (Hrsg.) Handbuch Didaktik des Sachunterrichts. Bad Heilbrunn: Klinkhardt Verlag, S. 258-266.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Richter, Dagmar (2008a): Demokratie verstehen lernen. Elf Bausteine zur politischen Bildung in der Grundschule. Bonn: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Richter, Dagmar (2008b): Wissen-schaf(f)t(s)-Orientierung: Concept Maps im politischen Sachunterricht. In: Hartmut\/Wiesemann Jutta Giest (Hrsg.): Kind und Wissenschaft. Welches Wissenschaftsverst\u00e4ndnis hat der Sachunterricht? (=Probleme und Perspektiven des Sachunterrichts), Bd. 18. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Verlag, S. 133-143.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Brinkmann, Astrid (2005): K\u00f6nnen Concept Maps eine Hilfe beim Probleml\u00f6sen sein? In: <i>Gesellschaft f\u00fcr Didaktik und Mathematik<\/i> (Hrsg.).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>J\u00fcngst, Karl Ludwig (1995): Studien zur didaktischen Nutzung von Concept Maps. In: <i>Unterrichtswissenschaft<\/i>, 23, S. 229-250. (Online verf\u00fcgbar unter: <a title=\"Studien zur didaktischen Nutzung von Concept Maps\" href=\"http:\/\/www.pedocs.de\/volltexte\/2013\/8131\/pdf\/UnterWiss_1995_3_Juengst_Studien_zur_didaktischen_Nutzung.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pedocs.de\/volltexte\/2013\/8131\/pdf\/UnterWiss_1995_3_Juengst_Studien_zur_didaktischen_Nutzung.pdf<\/a> November 2014)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tamara Ihln Concept Maps eignen sich, wenn Sie das Wissen von Kindern und Jugendlichen schriftlich \u2013 im Unterricht und\/oder der Forschung \u2013 erheben m\u00f6chten. 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