{"id":5331,"date":"2015-07-26T16:49:26","date_gmt":"2015-07-26T14:49:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/?p=5331"},"modified":"2019-05-15T10:42:41","modified_gmt":"2019-05-15T08:42:41","slug":"datenschutzrechtliche-und-forschungsethische-grundprinzipien-der-empirischen-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2015\/07\/26\/datenschutzrechtliche-und-forschungsethische-grundprinzipien-der-empirischen-forschung\/","title":{"rendered":"Datenschutzrechtliche und forschungsethische Grundprinzipien der empirischen Forschung"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_5331 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_5331')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_5331').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Doch bevor Sie selbst als Forscher oder Forscherin t\u00e4tig werden, sollten Sie sich Zeit f\u00fcr diesen Artikel und die Besinnung auf ethische und moralische Grundlagen nehmen.<\/p>\n<p>Im Rahmen Ihrer empirischen Forschungsprojekte erheben Sie i.d.R. selbst Daten in sozialen Prozessen, das hei\u00dft Sie forschen \u00fcber und mit Menschen. Diese Menschen sind keine Untersuchungsobjekte, die Ihnen als blo\u00dfe Datenlieferanten dienen, sondern selbstbestimmte Subjekte, soziale Akteure und Experten\/-innen ihrer eigenen Lebenswelt. Die Rechte der beforschten Personen haben f\u00fcr Sie als Forscher\/-in oberste Priorit\u00e4t. In allen Entscheidungen, die Ihren Forschungsprozess betreffen, sind Sie verantwortlich f\u00fcr den Schutz dieser Rechte. Diese Aufgabe wirft ethische Fragen auf, die \u00fcber gesetzlich geregelte datenschutzrechtliche Prinzipien hinausgehen. Die Forschungsethik beschreibt vielmehr die Beziehungen und Interaktionen zwischen Forschenden und Beforschten und reflektiert diese kritisch (vgl. Unger 2014, S. 1). Ethische Fragen stellen sich nicht nur zu Beginn des Forschungsprozesses und k\u00f6nnen dann getrost aus dem Blickfeld geraten, sondern sind in alle Phasen und \u00dcberlegungen bis zur Abgabe des Forschungsberichts miteinzubeziehen. Je nach Erhebungsmethode m\u00fcssen Sie vielf\u00e4ltige Fragen an die Forschungsethik stellen: Ein anonymisierter Fragebogen bedarf anderer \u00dcberlegungen als eine verdeckte Beobachtung oder ein biografisches Interview. Die Involviertheit der Forschenden ist in der qualitativen Forschung oftmals gr\u00f6\u00dfer (vgl. Unger 2014, S. 211).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen<\/strong><\/p>\n<p>Als rechtliche Grundlage dient Ihnen das Bundesdatenschutzgesetz, insbesondere der \u00a74 zur \u201eZul\u00e4ssigkeit der Datenerhebung, -verarbeitung und \u2013nutzung\u201c. Hier wird geregelt:<\/p>\n<p>\u201eDie Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten sind zul\u00e4ssig, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene eingewilligt hat.\u201c<\/p>\n<p>Die geforderte Einwilligung der Beforschten ist nur g\u00fcltig, solange Sie freiwillig erfolgt ist. Sie sollten sich die Einwilligung am besten schriftlich unterzeichnen lassen. Ber\u00fccksichtigen Sie bitte, dass bei Kindern und Jugendlichen eine erziehungsberechtigte Person diese Einwilligung unterschreiben muss. Nichtsdestotrotz ist es dar\u00fcber hinaus unerl\u00e4sslich, ebenfalls die freiwillige Teilnahme der Minderj\u00e4hrigen sicherzustellen. Es sollte sich zudem um eine informierte Einwilligung handeln, die f\u00fcr die Beforschten eine Transparenz \u00fcber das Thema des Vorhabens, die Ziele des Projekts und die weitere Nutzung der Daten schafft (vgl. Helfferich 2011, S. 190). Mit dieser informierten Einwilligung stellen Sie sicher, dass die Beforschten Ihr Vorgehen und Ihre Absicht tats\u00e4chlich verstanden haben. Beschreiben Sie Ihr geplantes Vorgehen sowie Ihre gew\u00e4hlte Forschungsmethode und nennen Sie alle Personen, die am Forschungsprozess beteiligt sind wie bspw. Ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen im selben Forschungsteam und die verantwortlichen Dozenten\/-innen. Informieren Sie die Beforschten dar\u00fcber hinaus \u00fcber Ihr Vorgehen bzgl. der Aufbewahrung und L\u00f6schung der Daten. Bewahren Sie die Daten\/Transkripte\/Videodateien u. a. an einem sicheren Ort und strikt getrennt von der unterschriebenen Einwilligung auf, da sonst leicht R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Identit\u00e4t der Probanden gezogen werden k\u00f6nnen. Sofern Ihnen die untersuchten Personen keine ausdr\u00fcckliche Erlaubnis f\u00fcr eine langfristige Aufbewahrung erteilt haben, sind die Aufnahmen nach Abschluss des Projekts zu l\u00f6schen. Falls Sie diese f\u00fcr weiterf\u00fchrende und aufbauende Projekte (z. B. Ihre Masterarbeit) sichern m\u00f6chten, verfassen Sie einen entsprechenden Absatz f\u00fcr die informierte Einwilligung. Teilen Sie den Beforschten alle notwendigen Informationen gleich zu Beginn der Anfrage mit und lassen Sie sich die Unterschrift im Vorfeld der Erhebung geben, um eventuelle Fragen zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Sicherung der Nichtsch\u00e4digung<\/strong><\/p>\n<p>Von h\u00f6chster Bedeutung sollte f\u00fcr Sie die Schadensvermeidung bzw. Nichtsch\u00e4digung der Beteiligten sein. Sie tragen die soziale Verantwortung, dass den Beforschten weder durch die Teilnahme noch durch die Nichtteilnahme am Projekt Nachteile entstehen k\u00f6nnten (vgl. Helfferich 2011, S. 190). Sch\u00e4den der Privatsph\u00e4re k\u00f6nnen Sie durch eine Anonymisierung aller personenbezogenen Daten vermeiden. Sie ver\u00e4ndern hierbei zum fr\u00fchestm\u00f6glichen Zeitpunkt alle konkreten Personennamen, Ortsangaben und jegliche Daten, durch die R\u00fcckschl\u00fcsse auf reale Personen gezogen werden k\u00f6nnten. Falls es unerheblich f\u00fcr die Forschungsfrage sein sollte, haben Sie bspw. die M\u00f6glichkeit, Altersangaben nicht exakt zu benennen, sondern in Kategorien zusammenzufassen (Kindergartenkinder, Berufssch\u00fcler etc.) oder das Geschlecht der genannten Personen zu modifizieren. Zus\u00e4tzlich ist Ihrerseits die Schweigepflicht gegen\u00fcber anderen Studierenden, Kollegen\/-innen und Dozenten\/-innen einzuhalten; hiervon kann Sie lediglich eine schriftliche Erlaubnis befreien.<\/p>\n<p>Bitte beachten Sie, dass die Beforschten die M\u00f6glichkeit haben, ihr Einverst\u00e4ndnis zu revidieren und Sie Ihnen dieses Recht zugestehen m\u00fcssen. Eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz gleich zu Beginn des Projekts ist daher unerl\u00e4sslich, damit die Zweifel und \u00c4ngste der Beforschten vorab gel\u00f6st werden k\u00f6nnen und nicht zu einem nachtr\u00e4glichen R\u00fcckzug der Einwilligung f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Relevanz der forschungsethischen Grunds\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Neben den rechtlichen Regelungen existiert eine Vielzahl weiterer Kriterien, die in Form von Ethikkodizes (bspw. der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Erziehungswissenschaft, der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychologie oder der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie) festgehalten werden. Grundlegend ist vor allem die Gleichbehandlung der Forschungsteilnehmer unabh\u00e4ngig Ihres Alters, der religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen, der sprachlichen F\u00e4higkeiten, k\u00f6rperlicher Beeintr\u00e4chtigungen, sexueller Orientierungen, ihrer Ethnizit\u00e4t oder des \u00f6konomischen Status. Sie alle m\u00fcssen in gleichem Ma\u00dfe w\u00fcrdevoll und gerecht behandelt werden. Alle Forschungsteilnehmer haben von Geburt an Rechte zur direkten oder indirekten, aktiven oder passiven Beteiligung am Forschungsprozess sowie das Recht auf eine freie Meinungs\u00e4u\u00dferung. Das Mitspracherecht in allen Entscheidungen, die die Beforschten betreffen, muss gewahrt werden. Besondere Sorgfalt ist bei allen vulnerablen Personen zu gew\u00e4hrleisten (vgl. EECERA 2014, S. 3). Gemeint sind abermals Minderj\u00e4hrige, aber auch Personen mit geistigen Erkrankungen oder aber auch mit Deutsch als Fremdsprache, sodass die Form der Informationsvermittlung auf die Kenntnisse und Bedarfe der Personen ausgerichtet sein muss. Ferner richten Sie sich als Forscher insbesondere in der qualitativen Forschung nach den Relevanzsystemen der Beforschten. Besonders in einer Interviewsituation ist es wichtig, dass Sie dem Gegen\u00fcber eine grunds\u00e4tzliche Akzeptanz des Erz\u00e4hlten entgegenbringen und Ihre neutrale Haltung nicht durch Ihre pers\u00f6nliche Einstellung beeinflussen lassen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Besonderheiten der Schul- und Unterrichtsforschung<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie sich im Begleitforschungsseminar f\u00fcr ein Unterrichtsprojekt entschieden haben (und sich somit der h\u00f6chst anspruchsvollen Aufgabe stellen, Ihren eigenen Unterricht zu erforschen) oder sich Ihre Fragestellung des Studienprojekts auf Aspekte von Fremdunterricht bezieht, sind bei der Aufzeichnung von Audio- oder Filmdateien im unterrichtlichen Kontext zus\u00e4tzliche Schritte der Genehmigung zu gehen. Ziehen Sie hierf\u00fcr den \u00a7120 \u201eSchutz der Daten von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern und Eltern\u201c sowie den darauffolgenden \u00a7121 zum \u201eSchutz der Daten von Lehrerinnen und Lehrern\u201c des Schulgesetztes NRW heran:<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr Zwecke der Lehrerbildung sowie der Qualit\u00e4tsentwicklung und Qualit\u00e4tssicherung d\u00fcrfen vom Ministerium genehmigte Bild- und Tonaufzeichnungen des Unterrichts erfolgen, wenn die Betroffenen rechtzeitig \u00fcber die beabsichtigte Aufzeichnung und den Aufzeichnungszweck informiert worden sind und nicht widersprochen haben.&#8220;<\/p>\n<p>Auch wenn Sie sich f\u00fcr ein Studienprojekt im Schulkontext (bspw. mit dem Fokus Schulhof, Offene Ganztagsschule etc.) entschieden haben, sind die Genehmigungen vom Ministerium einzuholen. Sprechen Sie zu allererst die Schulleitung und Ihre Mentorin\/Ihren Mentor an, um die n\u00f6tigen Schritte zu kl\u00e4ren. Ihre Ansprechpartner im nordrheinwestf\u00e4lischen Ministerium f\u00fcr Schule und Weiterbildung bez\u00fcglich der Genehmigungen Ihrer Forschungsprojekte finden Sie im <em>Referat f\u00fcr Grundsatzfragen der Lehrerausbildung.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die ad\u00e4quate R\u00fcckmeldung sensibler und konfliktgeladener Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die Zur\u00fcckspiegelung der Ergebnisse (kommunikative Validierung) ein Verfahren zur Sicherung der G\u00fcte der gewonnenen Ergebnisse und zudem haben viele Beforschte gro\u00dfes Interesse an den Resultaten. Es kann jedoch vorkommen, dass die Ergebnisse ung\u00fcnstig f\u00fcr die beteiligten Personen der Institution Schule ausfallen. Ein Beispiel w\u00e4re die negative Evaluation eines p\u00e4dagogischen Konzeptes, welches von der Lehrkraft stets als erfolgreich eingesch\u00e4tzt wurde. Um die W\u00fcrde der Forschungsteilnehmenden zu wahren, gehen Sie bitte nicht leichtfertig mit Ihren Resultaten um, sondern suchen Sie Rat bei Ihrem Dozenten oder Ihrer Dozentin. Auch die Zur\u00fcckspiegelung der Ergebnisse ist ein Prozess, dem ethische Grundfragen unterliegen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Material<\/strong><\/p>\n<p>Im Folgenden finden Sie eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein Informationsblatt, welches als Beispiel in <em>Cornelia Helfferich (2011): Die Qualit\u00e4t qualitativer Daten<\/em> aufgef\u00fchrt wird:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"614\"><strong>Beispiel f\u00fcr ein Informationsblatt zum Verbleib bei den Erz\u00e4hlpersonen<\/strong><\/p>\n<p>Wir informieren Sie \u00fcber das Forschungsprojekt, f\u00fcr das wir Sie gern interviewen m\u00f6chten, und \u00fcber unser Vorgehen. Der Datenschutz verlangt Ihre ausdr\u00fcckliche und informierte Einwilligung, dass wir das Interview speichern und auswerten.Die verantwortliche Leitung des Projektes liegt bei \u2026 (Tr\u00e4ger und Leitung), Kooperationspartner sind \u2026. In dem Forschungsprojekt soll \u2026 (Zweck und Ziel des Forschungsvorhabens), befragt werden \u2026 (Befragtengruppe). Die Forschung findet statt im Rahmen von\/wird gef\u00f6rdert durch\/wurde in Auftrag gegeben von\u2026 Die Durchf\u00fchrung der Studie geschieht auf der Grundlage der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Der Interviewer unterliegt der Schweigepflicht und ist auf das Datengeheimnis verpflichtet. Die Arbeit dient allein wissenschaftlichen Zwecken. Wir sichern Ihnen folgendes Verfahren zu, damit Ihre Angaben nicht mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen:\u2013 Wir gehen sorgf\u00e4ltig mit dem Erz\u00e4hlten um: Wir nehmen das Gespr\u00e4ch auf Band auf. Das Band wird abgetippt und anschlie\u00dfend entweder gel\u00f6scht oder Sie k\u00f6nnen das Band bekommen. Auch die Abschrift k\u00f6nnen Sie bekommen (bzw. andere Handhabung der Datenverarbeitung).<\/p>\n<p>\u2013 Wir anonymisieren, d.h. wir ver\u00e4ndern alle Personen-, Orts-, Stra\u00dfennamen. Alle Altersangaben werden um ein bis zwei Jahre nach unten oder oben ver\u00e4ndert. Berufe werden durch andere vergleichbare Berufe ersetzt (bzw. andere entsprechende Anonymisierungsregeln).<\/p>\n<p>\u2013 Ihr Name und Ihre Telefonnummer werden am Ende des Projektes in unseren Unterlagen gel\u00f6scht, so dass lediglich das anonymisierte Transkript existiert. Die von Ihnen unterschriebene Erkl\u00e4rung zur Einwilligung in die Auswertung wird in einem gesonderten Ordner an einer gesicherten und nur der Projektleitung zug\u00e4nglichen Stelle (bzw. Datentreuh\u00e4nder) aufbewahrt. Sie dient lediglich dazu, bei einer \u00dcberpr\u00fcfung durch den Datenschutzbeauftragten nachweisen zu k\u00f6nnen, dass Sie mit der Auswertung einverstanden sind. Sie kann mit Ihrem Interview nicht mehr in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p>\u2013 Die Abschrift wird nicht ver\u00f6ffentlicht und ist nur projektintern f\u00fcr die Auswertung zug\u00e4nglich. Die anonymisierte Abschrift wird von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Projektes gelesen, die ebenfalls der Schweigepflicht unterliegen. In Ver\u00f6ffentlichungen gehen aber einzelne Zitate ein, selbstverst\u00e4ndlich ohne dass erkennbar ist, von welcher Person sie stammen (eventuell erg\u00e4nzt um Regelungen, ob sich die Datenhaltung nur auf das vorliegende Projekt oder auf anschlie\u00dfende Projekte bezieht und ob die Abschrift an Dritte au\u00dferhalb des Projektes weitergegeben werden kann. Es kann auch vereinbart werden, dass wichtige und gut formulierte Passagen Eingang finden in Lehrmaterial \u2013 nat\u00fcrlich ohne dass die Person identifizierbar ist). Wir m\u00f6chten die anonymisierte Abschrift aufbewahren bis \u2026 \/zug\u00e4nglich machen f\u00fcr \u2026.<\/p>\n<p>Die Datenschutzbestimmungen verlangen auch, dass wir Sie noch einmal ausdr\u00fccklich darauf hinweisen, dass aus einer Nichtteilnahme keine Nachteile entstehen. Sie k\u00f6nnen Antworten auch bei einzelnen Fragen verweigern. Auch die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit von Ihnen widerrufen und die L\u00f6schung des Interviews von Ihnen verlangt werden.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns f\u00fcr Ihre Bereitschaft, uns Auskunft zu geben, und hoffen, unsere wissenschaftliche Arbeit dient dazu\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beispiel f\u00fcr eine Einwilligungserkl\u00e4rung <\/strong><\/p>\n<p>Forschungsprojekt\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026.<\/p>\n<p>\u2013 Einwilligungserkl\u00e4rung \u2013<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcber das Vorgehen bei der Auswertung der pers\u00f6nlichen, \u201efreien\u201c Interviews mit einem Handzettel informiert worden (u.a.: die Abschrift gelangt nicht an die \u00d6ffentlichkeit, Anonymisierung bei der Abschrift, L\u00f6schung des Bandes bzw. Aush\u00e4ndigung, L\u00f6schung von Namen und Telefonnummer, Aufbewahrung der Einwilligungserkl\u00e4rung nur im Zusammenhang mit dem Nachweis des Datenschutzes und nicht zusammenf\u00fchrbar mit dem Interview). Ich bin damit einverstanden, dass einzelne S\u00e4tze, die aus dem Zusammenhang genommen werden und damit nicht mit meiner Person in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen, als Material f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke und die Weiterentwicklung der Forschung genutzt werden k\u00f6nnen. Unter diesen Bedingungen erkl\u00e4re ich mich bereit, das Interview zu geben und bin damit einverstanden, dass es auf Band aufgenommen, abgetippt, anonymisiert und ausgewertet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unterschrift &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. (Ort), den &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (2005): Ethische Richtlinien der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychologie e.V. und des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.bdp-verband.org\/bdp\/verband\/ethik.shtml\">http:\/\/www.bdp-verband.org\/bdp\/verband\/ethik.shtml<\/a>. Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz: Bundesdatenschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2003 (BGBl. I S. 66), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 25. Februar 2015 (BGBl. I S. 162) ge\u00e4ndert worden ist. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bundesrecht\/bdsg_1990\/gesamt.pdf\">http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bundesrecht\/bdsg_1990\/gesamt.pdf<\/a>. Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Erziehungswissenschaft (2010): Ethikkodex der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Erziehungswissenschaft. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.dgfe.de\/fileadmin\/OrdnerRedakteure\/Service\/Satzung\/Ethikkodex_2010.pdf\">http:\/\/www.dgfe.de\/fileadmin\/OrdnerRedakteure\/Service\/Satzung\/Ethikkodex_2010.pdf<\/a>. Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Soziologie (2014): Ethik-Kodex der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie (DGS) und des Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS). Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.soziologie.de\/de\/die-dgs\/ethik\/ethik-kodex.html\">http:\/\/www.soziologie.de\/de\/die-dgs\/ethik\/ethik-kodex.html<\/a>. Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>European Early Childhood Education Research Association (EECERA (2014): Ethical Code for Early Childhood Researchers. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.eecera.org\/documents\/pdf\/organisation\/EECERA-Ethical-Code.pdf\">http:\/\/www.eecera.org\/documents\/pdf\/organisation\/EECERA-Ethical-Code.pdf<\/a>. Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>Helfferich, Cornelia (2011): Die Qualit\u00e4t qualitativer Daten. Manual f\u00fcr die Durchf\u00fchrung qualitativer Interviews. 4. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften \/ Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden.<\/p>\n<p>Ministerium f\u00fcr Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Schulgesetz f\u00fcr das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW &#8211; SchulG) Vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102) zuletzt ge\u00e4ndert durch Gesetz vom 25. Juni 2015 (GV. NRW. S. 499). Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.schulministerium.nrw.de\/docs\/Recht\/Schulrecht\/Schulgesetz\/Schulgesetz.pdf\">https:\/\/www.schulministerium.nrw.de\/docs\/Recht\/Schulrecht\/Schulgesetz\/Schulgesetz.pdf <\/a>Zuletzt aufgerufen: Juli 2015.<\/p>\n<p>Unger, Hella von; Narimani, Petra; M\u00b4Bayo, Rosaline (Hg.) (2014): Forschungsethik in der qualitativen Forschung. Reflexivit\u00e4t, Perspektiven, Positionen. Wiesbaden: Springer VS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefanie Meier Das Praxissemester beginnt, Sie gehen Ihre ersten Schritte in Schule und eigenem Unterricht, kn\u00fcpfen Kontakte zu Sch\u00fcler\/-innen, Lehrer\/-innen und Eltern und sind dar\u00fcber hinaus eifrig auf der Suche nach einer spannenden Forschungsfrage und ad\u00e4quaten Erhebungsmethoden f\u00fcr Ihr Forschungsprojekt. &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2015\/07\/26\/datenschutzrechtliche-und-forschungsethische-grundprinzipien-der-empirischen-forschung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5301,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[61],"tags":[],"class_list":["post-5331","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-planung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5331","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5301"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5331"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5331\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5392,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5331\/revisions\/5392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5331"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}