{"id":3442,"date":"2015-01-13T13:50:07","date_gmt":"2015-01-13T11:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/?p=3442"},"modified":"2019-05-15T10:43:33","modified_gmt":"2019-05-15T08:43:33","slug":"lesen-und-exzerpieren-empirischer-forschungsliteratur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2015\/01\/13\/lesen-und-exzerpieren-empirischer-forschungsliteratur\/","title":{"rendered":"Lesen und exzerpieren empirischer Forschungsliteratur"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3442 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3442')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3442').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/fips\\\/2015\\\/01\\\/13\\\/lesen-und-exzerpieren-empirischer-forschungsliteratur\\\/\",\"post_id\":3442,\"post_title_referrer_track\":\"Lesen+und+exzerpieren+empirischer+Forschungsliteratur\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div><p><em>Christiane Golombek<\/em><\/p>\n<p>Bereits in der Planungsphase sollten Sie sich in die Ihrem Forschungsthema zugrunde liegenden Theorien und Konzepte einarbeiten. Viele davon wurden bereits in der Empirie angewandt und sollten bei der Planung des eigenen Vorgehens ber\u00fccksichtigt werden. Somit ist es wichtig, sich mit themenspezifischer und aktueller Forschungsliteratur auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Empirische Forschungstexte sind meist nach einem \u00e4hnlichen Schema aufgebaut (vgl. DGPs, 2007). Zun\u00e4chst wird in einer Einleitung (<strong>I<\/strong>ntroduction) die Problemstellung skizziert und der theoretische Hintergrund sowie der gegenw\u00e4rtige Forschungsstand erl\u00e4utert. Danach werden h\u00e4ufig die Methoden (<strong>M<\/strong>ethods) dargestellt und anschlie\u00dfend die Ergebnisse(<strong>R<\/strong>esults) der Forschung pr\u00e4sentiert. Abschlie\u00dfend werden diese Ergebnisse mit R\u00fcckbezug auf Theorie und Methodik sowie auf Implikationen und Grenzen hin diskutiert (<strong>a<\/strong>nd <strong>D<\/strong>iscussion). Dieses Schema wird auch IMRAD- Schema genannt (Sollaci &amp; Pereira, 2004). Wenn Ihnen dieser spezielle Aufbau bei Texten bekannt ist, erm\u00f6glicht dies eine strukturierte Herangehensweise beim Lesen und erleichtert somit das Herausgreifen von wichtigen Informationen.<\/p>\n<p>Die folgende Lesemethode orientiert sich an diesem Schema und zielt darauf ab, systematisches Lesen und Aufbereiten von Studien zu \u00fcben, wodurch Forschungsergebnisse gesichtet und gesichert werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht sie eine kritische Auseinandersetzung. F\u00fcr die Methode ben\u00f6tigen Sie den Forschungstext in gedruckter Form sowie Stift und Papier.<\/p>\n<p>Gehen Sie folgenderma\u00dfen vor und beachten Sie, dass es sich bei den angegebenen Zeiten um einen groben Rahmen handelt, der Ihnen dabei helfen soll, sich selbst beim Lesen kennenzulernen.<\/p>\n<ol>\n<li>\u00dcberfliegen Sie den ausgew\u00e4hlten Forschungstext, ohne ihn mit Markierungen und Randbemerkungen zu versehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>\u00a0Zeitrahmen: 10 &#8211; 15 Minuten.<\/em><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Lesen Sie den Text nun abschnittsweise erneut und fertigen Sie zu allen vier Abschnitten Notizen an. Die folgenden Fragen k\u00f6nnen Ihnen dabei als Leitfragen dienen:<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Introduction:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Welche Frage soll durch die Studie beantwortet werden?<\/p>\n<p>Welche Hypothese soll getestet werden?<\/p>\n<p>Warum wurde die Studie durchgef\u00fchrt bzw. was war das Ziel der Studie?<\/p>\n<p>Welche Theorien, Annahmen, Konzepte liegen der Studie zugrunde?<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>@<\/em>\u00a0Schreiben Sie die Frage\/Hypothese als vollst\u00e4ndigen Satz auf!<\/p>\n<p><strong>Method:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Was wurde gemacht, um die Frage zu beantworten?<\/p>\n<p>Welche Methoden\/welches Material wurde eingesetzt?<\/p>\n<p>Wer\/was wurde untersucht?<\/p>\n<p><strong>Results:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Welche zentrale Antwort\/Erkenntnis wurde gefunden?<\/p>\n<p>Durch welche (Teil-)Ergebnisse wird diese gest\u00fctzt?<\/p>\n<p><em>@<\/em> Schreiben Sie auch hier die zentrale Antwort\/Erkenntnis als vollst\u00e4ndigen Satz auf!<\/p>\n<p><strong>and Discussion.<\/strong>:<\/p>\n<p>Was bedeuten die Ergebnisse\/Antworten\/Erkenntnisse der Studie?<\/p>\n<p>Was belegen die Ergebnisse?\u00a0Wo widersprechen sie anderen Theorien?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Welchen Ausblick geben die Forscher, wo sehen sie Grenzen?<\/p>\n<p><em>Zeitrahmen: 30 &#8211; 45 Minuten.<\/em><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Verfassen Sie nun einen kurzen Bericht \u00fcber die Studie! Legen Sie hierf\u00fcr den Forschungstext beiseite und nutzen Sie lediglich die angefertigten Notizen.<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Beginnen Sie damit, Ziele und Erkenntnisse der Studie darzustellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Tipp<\/em> z<em>ur schnellen Einsch\u00e4tzung:<\/em><\/p>\n<p>Passen Frage und Antwort, die Sie in Schritt 2 als vollst\u00e4ndige S\u00e4tze notiert haben, zueinander?<\/p>\n<ul>\n<li>Beschreiben Sie anschlie\u00dfend, wer, was, wie im Rahmen der Studie gemacht hat, um das Ziel der Studie zu erreichen.<\/li>\n<li>Bewerten Sie, wie aussagekr\u00e4ftig die (Teil-)Ergebnisse sind, auf denen die Erkenntnisse\/Antworten der Studie basieren.<\/li>\n<li>Erl\u00e4utern Sie, wie die Erkenntnisse vor dem Hintergrund Ihres Forschungsberichtes einzuordnen und zu bewerten sind.<\/li>\n<li>\u00dcberlegen Sie abschlie\u00dfend, was Sie an der Studie kritisch sehen und welche offenen Fragen es noch gibt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Zeitrahmen: 20 &#8211; 30 Minuten.<\/em><\/p>\n<p>Sie haben nun &#8211; aus einer Vielzahl von Lesemethoden &#8211;\u00a0 eine sehr strukturierte Vorgehensweise kennengelernt. Bedenken Sie jedoch, dass Lesen etwas sehr individuelles ist! Aus diesem Grund ist es sinnvoll, abschlie\u00dfend ein Res\u00fcmee zu ziehen und sich selbst zu fragen: \u201eWas hat es mir gebracht, den Text auf diese Weise zu lesen? Wie viel Zeit habe ich tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt? An welchen Stellen brauche ich mehr Zeit zum Lesen? Welche Schritte m\u00f6chte ich (auch beim Lesen anderer Texte) beibehalten?\u201c. Durch das aktive Lesen und die anschlie\u00dfende Reflexion k\u00f6nnen Sie sich und Ihre St\u00e4rken beim Lesen kennenlernen und erweitern (Kruse, 2010). Weitere Lesemethoden und Tipps finden Sie beispielsweise auch bei Lange (2013).<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>DGPs (2007). <em>Richtlinien zur Manuskriptgestaltung<\/em> (3., \u00fcberarb. und erw. Aufl.). G\u00f6ttingen: Hogrefe.<\/p>\n<p>Kruse, O. (2010). <em>Lesen und Schreiben<\/em>. Stuttgart: UTB.<\/p>\n<p>Lange, U. (2013). <em>Fachtexte lesen, verstehen, wiedergeben<\/em>. Stuttgart: UTB.<\/p>\n<p>Sollaci, L.B. &amp; Pereira, M.G. (2004). The introduction, methods, results, and discussion (IMRAD) structure: a fifty-year survey. <em>Journal of the Medical Library Association, 92<\/em> (3), 364-371.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christiane Golombek Bereits in der Planungsphase sollten Sie sich in die Ihrem Forschungsthema zugrunde liegenden Theorien und Konzepte einarbeiten. Viele davon wurden bereits in der Empirie angewandt und sollten bei der Planung des eigenen Vorgehens ber\u00fccksichtigt werden. Somit ist es &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/2015\/01\/13\/lesen-und-exzerpieren-empirischer-forschungsliteratur\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1091,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[61],"tags":[],"class_list":["post-3442","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-planung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1091"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3442"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3442\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5311,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3442\/revisions\/5311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/fips\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}