{"id":752,"date":"2025-07-09T08:33:36","date_gmt":"2025-07-09T06:33:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/filmsammlung\/?p=752"},"modified":"2025-07-09T08:55:38","modified_gmt":"2025-07-09T06:55:38","slug":"in-utero-vorstellungen-von-weiblichkeit-zwischen-biologie-und-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/filmsammlung\/in-utero-vorstellungen-von-weiblichkeit-zwischen-biologie-und-gesellschaft\/","title":{"rendered":"IN UTERO: Vorstellungen von Weiblichkeit zwischen Biologie und Gesellschaft | 25.07.2025 | 19:30 Uhr"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_752 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_752')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_752').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dabei sollten etwa Filme \u00fcber den Menstruationszyklus Lehrpersonen den Unterricht zum Thema Sexualit\u00e4t erleichtern. Das Programm zeigt 16mm-Kopien aus der Filmsammlung des Instituts f\u00fcr Medienwissenschaften der Universit\u00e4t Paderborn aus verschiedenen Jahrzehnten, die eine wechselhafte Geschichte von Tabuisierung, Enttabuisierung und Re-Tabuisierung dokumentieren. Sowohl schematische Animationen als auch Filme mit Spielhandlung wurden verwendet. Sie f\u00fchren vor Augen, wie Vorstellungen von Weiblichkeit zwischen Menstruation und Mutterschaft verhandelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Vom M\u00e4dchen zur Frau [Neuverfilmung]<\/em> (US 1992, Regie: Melissa Jo Peltier)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der weibliche Zyklus <\/em>(BRD 1963, Animation: Fritz Brunsch)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Weibliche Zone<\/em> (BRD 1986, Regie\/Buch: Gerda Grossmann, Kamera: Margit Eschenbach)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.metropoliskino.de\/themen?theme=171\">Programm und Tickets<\/a> auf der Seite vom Metropolis Kino.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu den Filmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In\u00a0V<em>om M\u00e4dchen zur Frau<\/em> erz\u00e4hlt die Protagonistin Allison r\u00fcckblickend davon, wie es war, als die Pubert\u00e4t begann. In dieser Zeit, in der sich alles zu ver\u00e4ndern schien, war die gro\u00dfe Schwester eine Hilfe. Diesen erz\u00e4hlerischen Rahmen nutzt der Film, um Prozesse wie die Menstruation und die Ver\u00e4nderungen des weiblichen K\u00f6rpers w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t zu erkl\u00e4ren. Der Film setzte verwendete Material von einer fr\u00fcheren Version aus den 1960er Jahren in einen zeitgen\u00f6ssischen Kontext und erweiterte den Aufkl\u00e4rungsfilm \u2013 w\u00e4hrend der AIDS-Pandemie \u2013 um die Themen Verh\u00fctung und sexuell \u00fcbertragbare Krankheiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Lehrfilm <em>Der weibliche Zyklus<\/em> wurde 1963 vom FWU ver\u00f6ffentlicht. Die 16mm-Kopie des Films konnte \u00fcber Bildstellen von Schulen ausgeliehen werden. Eingesetzt werden sollte der Film im Biologie-Unterricht, wobei die Klassenstufen von der \u201eoberen Grundschule\u201c bis hin zu Berufsschulen reichte. Der Film besteht fast ausschlie\u00dflich aus Animationen, f\u00fcr die der vielfach ausgezeichnete Berliner Trickfilmhersteller Fritz Brunsch verantwortlich war. Die medizinische Fachberatung des Films \u00fcbernahm der Frauenarzt Claus Moslener, der den aufkl\u00e4rerischen Impetus von <em>Der weibliche Zyklus<\/em> hervorhob: \u201eDer Film befasst sich mit einem gesellschaftlichen Tabu. Das m\u00f6glichst vertuschte Ereignis der Regelblutung beh\u00e4lt aber nur f\u00fcr Unaufgekl\u00e4rte stets seine Ominosit\u00e4t. Die \u201akritischen Tage der Frau\u2018 verdienen ihre Bezeichnung dann nicht mehr, wenn eine Kenntnis der Vorg\u00e4nge dem M\u00e4dchen bzw. der Frau ihre Ungewissheit \u00fcber die sicht- und f\u00fchlbare Ver\u00e4nderung in ihre nimmt und dem m\u00e4nnlichen Partner Verst\u00e4ndnis abverlangt.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms <em>Weibliche Zone<\/em> stehen Interviews mit Gyn\u00e4kologinnen, Krankenschwester und der Soziologin Silvia Kontos \u00fcber die Diskriminierung von Frauen\u00e4rztinnen bei Einstellungsgespr\u00e4chen, die gesellschaftlichen Anspr\u00fcche an den weiblichen K\u00f6rper und die M\u00f6glichkeiten der Gentechnik und der Reproduktionstechnologien. Erst r\u00fcckblickend wird deutlich, dass <em>Weibliche Zone<\/em> Mitte der 1980er Jahre in einer Umbruchphase der Medizin entstand, in der nicht nur die Gentechnik sich entwickelte, sondern auch die Computerisierung der Patient:innenversorgung vorangetrieben wurde. \u00dcber ihren Film schrieben Gerda Grossmann und Margit Eschenbach 1987 in der Zeitschrift\u00a0<em>Frauen und Film<\/em>: \u201eKlar ist f\u00fcr uns, dass die biologischen, juristischen, famili\u00e4ren, psychologischen etc. Auswirkungen der Reproduktionstechnologien, die ja auch die Voraussetzung f\u00fcr die Gentechnologie sind, im Grunde noch kaum vorstellbar sind. Unser Interesse, diesen Film zu machen, war das Ausfindigmachen und Darstellen der Denkstrukturen, die die Reproduktionstechnologien erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Filmprogramm im Rahmen von GRAINY DAYS \u2013 16MM-FESTIVAL im Metropolis Kino Hamburg am 25.07.2025 um 19:30 Uhr Filme spielten eine zentrale Rolle bei der Sexualaufkl\u00e4rung und pr\u00e4gten das Wissen \u00fcber eigene und fremde K\u00f6rperlichkeit. Dabei sollten etwa Filme \u00fcber den Menstruationszyklus Lehrpersonen den Unterricht zum Thema Sexualit\u00e4t erleichtern. 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