{"id":1967,"date":"2024-11-18T12:06:56","date_gmt":"2024-11-18T11:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/evth\/?p=1967"},"modified":"2024-11-18T12:10:51","modified_gmt":"2024-11-18T11:10:51","slug":"exkursion-zum-studientag-antisemitismus-in-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/evth\/2024\/11\/18\/exkursion-zum-studientag-antisemitismus-in-essen\/","title":{"rendered":"Exkursion zum Studientag Antisemitismus in Essen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1967 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1967')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1967').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Beim Treppenaufgang konnte man an der ganzen Wand entlang Bilder von verschiedenen K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen, vor allem aus der Musikbranche oder aus der Filmbranche, wie zum Beispiel Adam Sandler und Nicole Kidman sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch ist einem bewusst geworden, wie viele Juden und J\u00fcdinnen in unserer Gesellschaft leben und auch in der \u00d6ffentlichkeit auf ihren Glauben aufmerksam machen. Schlie\u00dflich sieht man einer Person von au\u00dfen auf den ersten Blick nicht an, welchem Glauben sie angeh\u00f6rt, aber durch diese Darstellung in Form von Bildern und kurzen Namenstiteln der Personen hat man einen guten Eindruck davon bekommen, wie gro\u00df das Judentum in der Welt heutzutage vertreten ist und auch viele Bilder von Personen, die in die Geschichte eingegangen sind, gesehen, wie zum Beispiel Anne Frank, die auch in ihrem Tagebuch \u00fcber ihren Glauben und die Zeit w\u00e4hrend des Krieges \u00fcber ihre Situation als J\u00fcdin berichtet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu katholischen und evangelischen Kirchen muss man sagen, dass das Geb\u00e4ude sehr gro\u00df ist, aber auch sehr leer wirkte. Man konnte den Tora-Schrein und die Tora sehen, das heilige Buch der Juden und J\u00fcdinnen, sowie eine Torarolle. Das Besondere an der Tora ist, dass wenn man diese als Schenkung verschenken m\u00f6chte, diese neu geschrieben werden muss. Die Tora wird dann von einer Person per Hand auf Tierhaut geschrieben, und zwar meistens auf Leder.<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald die Person beim Schreibprozess einen Fehler macht, muss das gesamte St\u00fcck neu geschrieben werden. Der Vorteil daran ist, dass diese Lederh\u00e4ute aneinander gen\u00e4ht werden, sodass wenn in einem St\u00fcck ein Fehler ist, man das einzelne St\u00fcck auswechseln kann, da dies neu geschrieben werden muss. Die Tora muss fehlerfrei sein. Au\u00dferdem w\u00fcrde erkl\u00e4rt, dass die Tora abzuschreiben, wenn man darin ge\u00fcbt ist, circa ein Jahr dauert und die Person sich vorher reinigen muss, bevor sie anf\u00e4ngt zu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nachdem wie offen oder konservativ, eine Gemeinde ist, sitzen die M\u00e4nner beim Gottesdienst unten in der Synagoge und die Frauen oben auf einer h\u00f6heren Etage getrennt von den M\u00e4nnern, so dass sie beim Beten nicht gest\u00f6rt werden. Die M\u00e4nner einer j\u00fcdischen Gemeinde m\u00fcssen eine Kippa tragen, bevor sie die Synagoge betreten. Bei unserem Besuch in der Synagoge mussten die m\u00e4nnlichen Teilnehmer keine Kippa tragen, weil diese keine aktive Gemeinde mehr war, sondern die Synagoge heutzutage nur noch als Museum dient.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg wurde die Synagoge zeitweise als Museum f\u00fcr Luftraum-Technik verwendet, bis man sich irgendwann gefragt hat, ob das denn so richtig sei und die eigentliche Synagoge dann wieder als Museum f\u00fcr die Ausstellung von Bestandteilen des j\u00fcdischen Glaubens verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00fchrung war sehr interessant, weil man Bilder von anderen Synagogen aus anderen L\u00e4ndern gesehen hat, wie zum Beispiel eine Synagoge in Griechenland, die von au\u00dfen vollst\u00e4ndig in blauer Farbe angestrichen war, denn bei Synagogen gibt es keine Vorschriften, wie diese auszusehen haben. Im Judentum wird drei Mal t\u00e4glich gebetet, am Morgen, am Nachmittag und am Abend. Am Schabbat und den Feiertagen betet man im Anschluss noch ein zus\u00e4tzliches Gebet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Synagoge in Essen ist auf jeden Fall einen Besuch wert!<\/p>\n\n\n\n<p>Von Marie Luise Schlierkamp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zusammenhang mit dem Studientag Antisemitismus haben Studierende der Universit\u00e4t Paderborn durch die Vortr\u00e4ge von Prof. Katharina von Kellenbach und Prof. Andreas Pangritz intensive Eindr\u00fccke \u00fcber das wichtige Thema Antisemitismus als Schattenseite des Christentums erfahren. 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