{"id":1276,"date":"2021-02-03T18:07:23","date_gmt":"2021-02-03T17:07:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/evth\/?p=1276"},"modified":"2021-02-03T18:09:50","modified_gmt":"2021-02-03T17:09:50","slug":"leih-dir-einen-juden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/evth\/2021\/02\/03\/leih-dir-einen-juden\/","title":{"rendered":"&#8222;Leih dir einen Juden&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1276 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1276')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1276').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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In dem Seminar standen\nErinnerungskultur und Erinnerungslernen im Mittelpunkt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eErinnern und Gedenken spielen eine zentrale Rolle im\nChristentum, dessen Identit\u00e4t sich in der Bezugnahme auf die ihm ergangene\nOffenbarung \u00fcberhaupt erst offenbart\u201c, erkl\u00e4ren die Lehrenden. Diese Form des\nGed\u00e4chtnisses finde dabei stets in einer doppelten Bewegung statt: einerseits\nvergangenheitsorientiert, aber zugleich auch gegenwarts- und\nzukunftsorientiert, indem Erinnerungslernen der Gegenwart verschiedene\nTraditionen aufzeige und so auf Handlungs- und Deutungsoptionen aufmerksam mache.\n\u201eNicht zuletzt durch den Holocaust sahen und sehen sich Gesellschaft und\nWissenschaft herausgefordert, Erinnerung und Erinnerungslernen immer wieder neu\nzu verhandeln\u201c, betonen Stephanie Lerke und Jan Christian Pinsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Lehrenden war es in diesem Zusammenhang wichtig,\nauch eine j\u00fcdische Stimme zu Wort zu kommen lassen. Gleichzeitig sollte das\nGespr\u00e4ch nicht nur auf die Geschichte der Judenverfolgung und Diskriminierung,\ndie im Holocaust ihren schrecklichen H\u00f6hepunkt erreichte, reduziert werden, sondern\nden Studierenden auch authentische Einblicke in den heutigen j\u00fcdischen Alltag\nin Deutschland und die Breite j\u00fcdischer Selbstdefinitionen erm\u00f6glicht werden.\nSo sagt auch Mircea Ionescu: \u201eDie Juden sind so verschieden wie das Judentum:\nEinige Juden sind religi\u00f6s, andere Atheisten, einige sind pro, andere sind\ngegen den Staat Israel, einige sind links, andere sind rechtsorientiert, einige\nsind \u00fcberzeugte Juden, andere haben Angst, als Jude erkannt zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dialog zwischen den Studierenden und dem Projektinitiator\nwurde so die ganze Vielfalt dieser Religion deutlich. Dabei wurde noch einmal\nherausgearbeitet, dass auch die Wurzeln des Christentums im Judentum liegen,\nund der Beitrag des Judentums zur Entwicklung deutscher Kultur in besonderer\nWeise betont \u2013 angesichts gegenw\u00e4rtiger Formen von Antisemitismus scheint diese\nVergewisserung besonders notwendig. Die Studierenden f\u00fcr diese heutigen\nAuspr\u00e4gungen von Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und politischem und\nreligi\u00f6sem Extremismus zu sensibilisieren, war ein grundlegendes Ziel des\nSeminars. \u201eDie Begegnung mit Mircea Ionescu hat in hohem Ma\u00dfe dazu beigetragen,\ndiesen Lernprozess erfolgreich zu gestalten\u201c, erkl\u00e4ren Stephanie Lerke und Jan\nChristian Pinsch. \u201eWir sind davon \u00fcberzeugt, dass das Programm \u201aLeih dir einen\nJuden\u2018 einen wichtigen Beitrag zur F\u00f6rderung des j\u00fcdisch-christlichen Dialogs\nund von antisemitismuskritischem Denken leistet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Stephanie Lerke\nund Jan Christian Pinsch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines Seminars an der Universit\u00e4t Paderborn sind Studierende mit dem Vorsitzenden der liberalen j\u00fcdischen Menorah-Gemeinde zu Bremerhaven, Mircea Ionescu, ins Gespr\u00e4ch gekommen. 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