{"id":200,"date":"2017-06-11T16:43:17","date_gmt":"2017-06-11T14:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/?p=200"},"modified":"2017-06-11T16:43:17","modified_gmt":"2017-06-11T14:43:17","slug":"voyant-tools-noch-in-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/2017\/06\/11\/voyant-tools-noch-in-arbeit\/","title":{"rendered":"Voyant Tools (Noch in Arbeit)"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_200 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_200')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_200').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Die verschiedenen Funktionen und M\u00f6glichkeiten, die Voyant bietet, werde ich im Folgenden nicht theoretisch behandeln, sondern lieber an einem konkreten Beispiel demonstrieren. Mein Textkorpus besteht hierbei aus verschiedenen Hitlerreden von 1933 bis 1945, welche mir als Txt-Datei vorliegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-202 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/BildListe.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"276\" \/><\/p>\n<p>Genau wie bei jeder anderen geschichtswissenschaftlichen Untersuchung sollte man zuallererst klarstellen, was eigentlich herausgefunden werden soll, sprich: Ich brauche eine Fragestellung. In der Springschool haben wir die Reden beispielhaft hinsichtlich der der religi\u00f6sen Dimensionen im Nationalsozialismus untersucht, weswegen meine konkrete Untersuchung nun danach fragt, inwieweit Hitler Gott und Religion benutzt, um sein politisches Handeln zu legitimieren.<\/p>\n<p>Sind alle Txt-Dateien Programm eingespeist, sollte man als Erstes die automatische Wortfilterung aktivieren, um inhaltsarme W\u00f6rter, wie Pronomen, Pr\u00e4positionen, Konjunktionen etc., der Untersuchung zu entziehen. Ist dies geschehen, werfe ich zun\u00e4chst einen Blick auf die generierte <strong>Word-Cloud<\/strong>, hier unter &#8222;Cirrus&#8220; aufrufbar&#8220;, um mir einen ersten Gesamteindruck zu verschaffen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-204 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Cloud1.jpg\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"440\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Cloud1.jpg 680w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Cloud1-300x194.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Cloud1-464x300.jpg 464w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/p>\n<p>Hierbei werden uns die im Text am h\u00e4ufigsten genannten W\u00f6rter pr\u00e4sentiert. Nicht sehr \u00fcberraschend verwendet Hitler anscheinend h\u00e4ufig W\u00f6rter, die man in einer nationalistischen und faschistischen Rede erwarten w\u00fcrde, wie etwa &#8222;deutsch&#8220;, &#8222;Volk&#8220;, &#8222;Nation&#8220; und &#8222;F\u00fchrung&#8220;. Wir vermissen allerdings f\u00fcr eine religi\u00f6se Legitimation typische Begriffe wie &#8222;Gott&#8220; oder &#8222;heilig&#8220;. Schon jetzt kann man die vorsichtige Annahme treffen, dass Hitler Religion wahrscheinlich nicht im quantitativ hohen Ma\u00dfe als Legitimation verwendet und stattdessen an das v\u00f6lkische Denken seiner Adressaten appelliert. Der Textkorpus bedarf also einer genaueren Untersuchung, wobei uns Voyant Tools weitere Funktionen an die Hand gibt.<\/p>\n<p>Ein Folgeschritt w\u00e4re, erst einmal herauszufinden, in welchen Reden Hitler h\u00e4ufiger religi\u00f6se Begriffe verwendet als in anderen. Hierbei kann uns die <strong>Trends<\/strong>-Funktion sehr n\u00fctzlich sein, in der man sich genau dies unkompliziert durch Graphen anzeigen lassen kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-206 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/trends2.jpg\" alt=\"\" width=\"765\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/trends2.jpg 765w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/trends2-300x167.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/trends2-500x278.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 765px) 100vw, 765px\" \/><\/p>\n<p>In diesem Fall habe ich nach der H\u00e4ufigkeit von speziell religi\u00f6sen Begriffen gesucht und mit die Graphen f\u00fcr die Begriffe &#8222;gott*&#8220;, &#8222;heilig*&#8220;, &#8222;priest*&#8220;, &#8222;christ*&#8220; und &#8222;bibel*&#8220; ausgeben lassen. Das Sternchen bedeutet hierbei, dass auch Wortvarianten akzeptiert, solange der Begriff in ihm enthalten ist. Ein Suche nach &#8222;gott*&#8220; w\u00fcrde also auch &#8222;Gottes&#8220; oder &#8222;Gotteskrieger&#8220; mit einschlie\u00dfen. Es f\u00e4llt sofort ins Auge, dass wir bei den Reden von 1938 bis 1941 einen hohen Anstieg der H\u00e4ufigkeit von religi\u00f6sen Begriffen vorfinden. Sowohl &#8222;gott*&#8220; also auch &#8222;heilig*&#8220;, &#8222;priest*&#8220; und &#8222;bibel*&#8220; erreichen in diesem Zeitraum ihren quantitativen H\u00f6hepunkt. Lediglich &#8222;christ*&#8220; bildet eine Ausnahme mit einer h\u00e4ufigen Verwendung am Parteitag 1935. Es w\u00e4re nun darauf aufbauend interessant herauszufinden, wieso die religi\u00f6sen Begriffe in diesem Zeitraum zuzunehmen und nach ihm abzunehmen zu scheinen. Es w\u00e4re denkbar, dass Hitler an dieser Stelle versucht, den Krieg religi\u00f6s zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>+++++++++++++++++++++++++++UNTER BEARBEITUNG++++++++++++++++++++<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-208 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Collocates1.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Collocates1.jpg 369w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Collocates1-300x233.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-210 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Links1.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Links1.jpg 484w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Links1-300x247.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/dfriedl\/files\/2017\/06\/Links1-364x300.jpg 364w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein weiteres n\u00fctzliches Programm, welches in der Springschool vorgestellt wurde, ist das Textanalyseprogramm Voyant Tools. 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