{"id":950,"date":"2020-03-17T21:53:51","date_gmt":"2020-03-17T20:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/?page_id=950"},"modified":"2020-06-17T21:57:10","modified_gmt":"2020-06-17T19:57:10","slug":"anja-czioska","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/anja-czioska\/","title":{"rendered":"Anja Czioska"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_950 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_950')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_950').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Moden wechseln dauernd \u2013 aber wie ein K\u00f6rper aussieht, das ist einfach spannend. Da kannst Du sehen, ob einer viel Bier trinkt oder Sport treibt. Welche Spuren hinterl\u00e4sst die Zeit und wie geht jeder damit um?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Il s\u2019agit du m\u00eame type de film que celui r\u00e9alis\u00e9 \u00e0 Rotterdam en 1991. J\u2019ai essay\u00e9 de me filmer alors que je prenais une douche, mais la bu\u00e9e et le brouillard sont les \u00e9l\u00e9ments pr\u00e9pond\u00e9rants.<br><em>Anja Czioska<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Links<\/em><br><a href=\"https:\/\/lightcone.org\/en\/film-368-me-shower-san-francisco\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">https:\/\/lightcone.org\/en\/film-368-me-shower-san-francisco<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt entstanden seit 1991 bisher etwa 30 Duschfilme auf S-8\/16mm, in Farbe und s\/w. Die Gesamtl\u00e4nge der Aufnahmen betr\u00e4gt etwa 2 Stunden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">One Pussy Show<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/czioska2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"227\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/czioska2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1072\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>D 1998<br>6 min<br>Farbe<br>Lichtton<br>16mm<\/p>\n\n\n\n<p>Im Performance-Film &#8222;One Pussy Show&#8220;, ausgezeichnet mit dem Hessischen Filmpreis 1999, pr\u00e4sentiert sich die Filmemacherin als nacktes und angezogenes Filmwesen, das zu Sixties-Musik tanzt, sich verschiedene Outfits verpasst und Spa\u00df hat.<\/p>\n\n\n\n<p>One Pussy Show f\u00fcrs Kino<br>Warum es Dietrich Kuhlbrodt als genderspezifischer Folge der von Sennett beklagten emotionalen Defizite m\u00f6glicherweise an der expressiven Kunst fehlt, sein Gesicht und seinen K\u00f6rper zu inszenieren<br>Das Beste der Frankfurter Filmschau kommt schon herum. Das wahre Vergn\u00fcgen bietet der eigene K\u00f6rper; jeder Film geht auf eigene Tour. Entbehrlich, Schutz unter einem Dach zu suchen, als Gruppe aufzutreten oder mindestens die Performance zu moderieren.<br>In den sieben Minuten der \u00bbOne Pussy Show\u00ab f\u00e4llt kein einziges Wort. Anja Czioska steht vor der Kamera und zieht ihr Outfit der letzten zehn Jahre an und aus. Seit 1991 ist sie one of \u00bbThe 3 Pussy Kisses\u00ab; in der \u00bbOne Pussy Show\u00ab tanzt sie zu Sixties live, solo, aber nicht allein. Sie wendet sich direkt an die Kamera, also an uns. Wir nehmen keine verbalen Botschaften entgegen, sondern sind direkt angesprochen, k\u00f6rpersprachlich. Das ist ein angenehmer Kontakt, denn Czioska ist unpeinlich, sympathisch, offen. Gedreht ist die Performance beschleunigt. Sie hat ihr eigenes Tempo, einwandfrei passend zur Live-Nostalgie.<br>Vor ein paar Wochen war ich auf einer Veranstaltung des K\u00f6lner Filmb\u00fcros. Thema: inszenierte Intimit\u00e4t. Und daher wei\u00df ich, dass die Kolleginnen vom Fachbereich 9 die Frage haben, die sie sofort selbst beantworten: Was soll mir so was sagen? Es sagt mir nichts! (In K\u00f6ln ging&#8217;s um Ulrich Seidls inszenierten Dokumentarfilm \u00bbModels\u00ab). So fragt, wer verbale Botschaften vernehmen m\u00f6chte, jedoch keinen Text liest, sondern sich ins Kino setzt. Worauf ich hinaus will: das Kino zum Transportmittel f\u00fcr Print-Botschaften zu degradieren, ist einwandfrei k\u00f6rperfeindlich. Denn Film ist ein Bilder-Medium, die Pussy organhaft und Musik Musik, und wem es nichts sagt, sich vor den Spiegel oder einen anderen K\u00f6rper hinzustellen und sich seine Sachen an- und auszuziehen, der bzw. die ist K\u00f6lnerin und hat ein unterentwickeltes Verh\u00e4ltnis zu ihrer Pussy. So weit die Polemik.<br>Wechseln wir nach Marburg. Dort kommt der K\u00f6rper ins universit\u00e4re Bewusstsein. Als Forschungsgegenstand der Film- und Fernsehwissenschaft wird \u00bbDer K\u00f6rper im Bild\u00ab fokussiert (Titel der von Heinz B. Heller, Karl Pr\u00fcmm und Birgit Peulings herausgegebenen Publikation bei Sch\u00fcren). Es ist so weit, es darf \u00fcber die \u00bbPussy Show\u00ab geschrieben werden.<br>Bleiben wir bei der K\u00f6rpersprache, dieser begrifflichen Ungeheuerlichkeit. In der \u00bbOne Pussy Show\u00ab passiert das, was der Kulturkritiker Richard Sennett (\u00bbThe Fall of Public Man\u00ab) so beredt vermisst hatte: die Lebenskunst, expressiv zu sein (und nicht etwa Expressivit\u00e4t darzustellen). Seiner nun schon einige Jahrzehnte alten Diagnose zufolge leiden wir seit 150 Jahren akut an emotionaler Depravierung. Intimes galt es vor \u00f6ffentlichen Blicken abzuschirmen; lediglich zum Zwecke der Bildung und Erziehung war Berufenen erlaubt, derlei auf st\u00e4dtischer B\u00fchne darzustellen. Czioska ist mit ihrer \u00bbOne Pussy Show\u00ab allein, Selbstdarstellerin, auf einem Level mit den Zuschauern, mit uns. Sie verfolgt keine volksp\u00e4dagogischen Zwecke, sie hinterfragt nichts f\u00fcrs Seminarplenum, sie ist da, ihr K\u00f6rper kommt nah.\u00a0 [\u2026]<br><em>Dietrich Kuhlbrodt &#8211; In: Jungleworld 10\/1999.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Links<\/em><br><a href=\"https:\/\/lightcone.org\/en\/film-1669-one-pussy-show\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">https:\/\/lightcone.org\/en\/film-1669-one-pussy-show<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auff\u00fchrungen<\/em><br>Art Kino, art Frankfurt 1999<br>CeBit Hannover 2000<br>Frankfurter Kunstverein 2000<br>Mouson-Turm Frankfurt am Main 2000<\/p>\n\n\n\n<p><em>Festivals<\/em><br>Frankfurter Filmschau 1999<br>Impact Festival, Utrecht (NL) 1999<br>Stuttgarter Filmwinter 2000<\/p>\n\n\n\n<p><em>Preise<\/em><br>Hessischer Filmpreis 1999<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Underwater<br>Unterwasser<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/Czioska_Underwater.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/Czioska_Underwater.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1074\" width=\"315\" height=\"219\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>D 1994<br>3 min<br>s\/w<br>ohne Ton<br>Super 8 auf 16mm<\/p>\n\n\n\n<p>Je me suis film\u00e9e sous l\u2019eau en tenant \u00e0 la main ma cam\u00e9ra. Le film est projet\u00e9 \u00e0 l\u2019envers, de sorte qu\u2019on a l\u2019impression que je bois toute l\u2019eau qui m\u2019entoure. Certaines s\u00e9quences me font appara\u00eetre comme une personne morte sous l\u2019eau, d\u2019autres me montrent en train de reprendre ma respiration.<br><em>Anja Czioska<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Links<\/em><br><a href=\"https:\/\/lightcone.org\/en\/film-369-underwater\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">https:\/\/lightcone.org\/en\/film-369-underwater<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Me Shower, San FranciscoDuschen, San Francisco D 19943 mins\/wohne TonSuper 8 auf 16mm \u201eMich interessiert es weniger, Menschen in ihren Kleidern zu filmen. Moden wechseln dauernd \u2013 aber wie ein K\u00f6rper aussieht, das ist einfach spannend. Da kannst Du sehen, ob einer viel Bier trinkt oder Sport treibt. 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