{"id":938,"date":"2020-03-17T21:50:55","date_gmt":"2020-03-17T20:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/?page_id=938"},"modified":"2020-06-17T21:43:07","modified_gmt":"2020-06-17T19:43:07","slug":"christine-noll-brinckmann","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/christine-noll-brinckmann\/","title":{"rendered":"Christine Noll Brinckmann"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_938 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_938')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_938').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Der Zuschauer, der im dunklen Raum sitzt und ungestraft und ungesehen alles betrachten darf, was sich auf der Leinwand enth\u00fcllt, erscheint als eine Art Voyeur. In diesem Zusammenhang wird immer wieder Freud zitiert, der allen Voyeurismus auf die menschliche Urerfahrung der &#8218;Urszene&#8216; \u2013 der Beobachtung des Beischlafs der Eltern durch das kleine Kind \u2013 zur\u00fcckgef\u00fchrt hat.<br>Der Film DIE URSZENE versucht dieser Beziehung zwischen Film und Voyeurismus auf seine Art nachzugehen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die meisten Urszenen eher in der Phantasie als in der Wirklichkeit abspielen, betont auch er die Rolle der Phantasie. Die Wirklichkeit wird nur suggeriert. Und da selbst in F\u00e4llen tats\u00e4chlicher Kindheitserfahrung das Gesehene meist verdr\u00e4ngt oder verschoben wird, versucht er auch diese Ebene der Verarbeitung einzubeziehen. Er verwendet einen amerikanischen Schlager der 50er Jahre, der seinerseits die Urszene in verdeckter Form behandelt.<br>DIE URSZENE ist also ein Beitrag zur Filmtheorie. Aber abgesehen davon gibt der Film auch einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die stilistische Vielfalt der Schlafzimmer im Frankfurter Raum.&#8220;<br><em>Christine Noll Brinckmann: Filmbeschreibung &#8211; In: 2. Osnabr\u00fccker Experimentalfilm Workshop, 8.-10. Januar 1982; Red.: Jochen Coldewey et al., Osnabr\u00fcck: Fachbereich 7: Kommunikation\/\u00c4sthetik der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck, 1982, S. 52.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Links<\/em><br><a href=\"http:\/\/films.arsenal-berlin.de\/index.php\/Detail\/Object\/Show\/object_id\/10310\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/http:\/\/films.arsenal-berlin.de\/index.php\/Detail\/Object\/Show\/object_id\/10310<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Festivals<\/em><br>Oberhausen 1982, 2006<br>Osnabr\u00fcck 1982, 1987<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Polsterm\u00f6bel im Gr\u00fcnen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/brinckmann2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/brauerhoch\/files\/2020\/03\/brinckmann2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1106\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>BRD 1984<br>7 min<br>Farbe<br>Lichtton<br>16mm<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;POLSTERM\u00d6BEL IM GR\u00dcNEN ist ein Film \u00fcber die Faszination weggeworfenen, ausgesetzten Hausrats: Er eignet sich mehr als andere Dinge zu farbigen Kompositionen, denn die Bildgrenzen d\u00fcrfen so willk\u00fcrlich sein wie die zuf\u00e4llige Endlage des M\u00fclls. Auch die Farbzusammenstellung unterliegt keiner realistischen oder geschmacklichen Beschr\u00e4nkung mehr &#8211; Feuchtigkeit, nat\u00fcrliches Licht und Blattgr\u00fcn bringen die Stoffe zum Leuchten. Das Weggeworfene, Kaputte tendiert zu ruhigen Abstraktionen, aber es wirkt zugleich beunruhigend, weil ihm noch die Aura h\u00e4uslichen Lebens und trockener Geborgenheit anhaftet. Gleichzeitig geben ihm Spuren sp\u00e4terer, illegitimer und asozialer Weiterbenutzung eine untergr\u00fcndige Suggestivit\u00e4t.&#8220;<br><em>Christine Noll Brinckmann &#8211; In: Filmeinf\u00fchrungen der Westdeutschen Internationalen Kurzfilmtage, 1985, S. 21.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Festivals<\/em><br>Oberhausen 1985<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Urszene BRD 19816:30 mins\/wLichtton16mmMusik: Kay Starr &#8222;In der modernen Filmtheorie ist viel von der Indiskretion des Schauens die Rede. 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