{"id":251,"date":"2012-04-23T17:43:18","date_gmt":"2012-04-23T17:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/?page_id=251"},"modified":"2012-07-08T17:40:42","modified_gmt":"2012-07-08T17:40:42","slug":"seite-von-ela-hanke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/seite-von-ela-hanke\/","title":{"rendered":"Seite von Rafaela Hanke"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_251 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_251')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_251').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/atin\\\/seite-von-ela-hanke\\\/\",\"post_id\":251,\"post_title_referrer_track\":\"Seite+von+Rafaela+Hanke\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div><p>Welche diagnostischen Herangehensweisen (Verfahren zur Datengewinnung) sind im Kontext Schule anwendbar?<br \/>\nTagt\u00e4glich sind wir damit besch\u00e4ftigt, die Menschen in unserem Umfeld nach ihren Eigenschaften und Auspr\u00e4gungen zu beurteilen. Dass wir dabei aber nicht immer das h\u00f6chste Ma\u00df an Qualit\u00e4t\u00a0 und geeigneter Datengrundlage ber\u00fccksichtigen, l\u00e4sst uns kaum zu zutreffenden Aussagen \u00fcber die psychischen Eigenschaften unserer Mitmenschen gelangen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die diagnostischen Herangehensweisen, um exakte und zutreffende Daten zu erzielen, in der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik zu durchleuchten. Nach Pawlik ( 1982 ) werden verschiedene Dimensionen bez\u00fcglich der diagnostischen Probleme unterschieden und innerhalb einer Taxomie erl\u00e4utert. So ist hier zuerst einmal die Unterscheidung zwischen Status- und Prozessdiagnostik wichtig.<br \/>\nDie \u201eStatusdiagnostik\u201c bezieht sich auf die Auspr\u00e4gung der interessierenden Eigenschaftsauspr\u00e4gung zum jeweiligen Zeitpunkt. Besonders kennzeichnend ist hier eine gewisse Stabilit\u00e4t der untersuchten Merkmale, sowie ein vorliegender Dispositionscharakter der untersuchten Gr\u00f6\u00dfen.<br \/>\nDie \u201eProzessdiagnostik\u201c konzentriert sich dagegen auf die Beurteilung spontaner oder gezielt herbeigef\u00fchrter Ver\u00e4nderungen \u00fcber einen bestimmten Zeitraum.<br \/>\nDie zweite Dimension der Taxonomie beinhaltet die Konzepte der Selektions- und Modifikationsdiagnostik.<br \/>\nWie es sich von ihrem Namen schon erahnen l\u00e4sst, besch\u00e4ftigt sich die \u201eSelektionsdiagnostik\u201c mit der Auslese bestimmter Personen (Personenselektion) oder passenden Bedingungen (Bedingungsselektion). Beispiele hierf\u00fcr sind entweder die Auswahl geeigneter Kandidaten f\u00fcr die Zulassung zu bestimmten Studieng\u00e4ngen an einer Universit\u00e4t, oder auch die Auswahl passender Bedingungen f\u00fcr m\u00f6gliche Ausbildungsberufe.<br \/>\nTypische Einsatzbereiche der \u201eModifikationsdiagnostik\u201c sind zum Beispiel Kinder mit einer Dyskalkulie. Hier kommt es darauf an, das Verhalten zu modifizieren.\u00a0 Anders gesagt werden in einem ersten Schritt h\u00e4ufige Fehler beim L\u00f6sen und Rechen- und Sachaufgaben gesucht und aufgezeigt. Danach werden in einem Gespr\u00e4ch des Therapeuten mit den Eltern ad\u00e4quate Strategien und \u00dcbungen, die zu einer Verbesserung des Kindes f\u00fchren sollen, erarbeitet.<br \/>\nDie dritte und letzte Dimension nach Pawlik besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, nach welchem Standard Auspr\u00e4gungen gemessener Merkmale beurteilt werden. So wird hier zwischen der kriteriums- und normorientierter Diagnostik unterschieden.<br \/>\nDie \u201ekriteriumsorientierte\u201c Diagnostik richtet sich, wie der Name schon sagt, nach klar definierten und sachlich motivierten Kriterien.\u00a0 Bestimmte Zertifikate weisen zum Beispiel nach, dass eine Person ein gewisses Kriterium erlangt hat. Die Frage nach anderen Personen, die eventuell noch besser sein k\u00f6nnen, steht hier erst einmal nicht zur Debatte.<br \/>\nBei der \u201enormorientierten\u201c Diagnostik aber, wird genau auf diese Unterschiede zwischen Personen geachtet. Dabei werden dementsprechend die Auspr\u00e4gungen der Merkmale mit einer relevanten Gruppe verglichen.<\/p>\n<p>Diese verschiedenen Dimensionen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch auf die verschiedensten Anwendungsgebiete des menschlichen Lebens \u00fcbertragen werden. Sie sind sehr vielf\u00e4ltig und umfassen sowohl anspruchslose Arbeiten als auch die Interpretationen projektiver Tests. Ein jedoch besonders wichtiges Gebiet der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik befasst sich mit den Entscheidungen, die die Bildungslaufbahn betreffen. Im Folgenden werde ich also nur auf die,\u00a0 den Kontext der Schule betreffenden Bereiche, etwas eingehen.<br \/>\nBei der Einschulungsdiagnostik zum Beispiel sollen soziale, emotionale, motorische und kognitive Kompetenzen beurteilt werden. Auf diese Art und Weise k\u00f6nnen Kinder mit niedrig ausgepr\u00e4gten Kompetenzen also beispielsweise f\u00fcr ein Jahr vom Schulbesuch zur\u00fcckgestellt werden, gleich wie ein Kind mit stark ausgepr\u00e4gten Kompetenzen m\u00f6glichweise vorzeitig eingeschult werden k\u00f6nnte. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist das der h\u00e4ufig vorkommenden Lernbehinderung. Diese Diagnose ist im Wesentlichen an eine normorientierte Klassifikation von Intelligenzmessungen gebunden. F\u00fcr sogenannte \u201eTeilleistungsst\u00f6rungen\u201c, die beiden bekanntesten sind eine Dyskalkulie und eine Lese-Rechtschreib-Schw\u00e4che, liegen aber eine gro\u00dfe F\u00fclle an Messinstrumenten und Behandlungsmethoden vor. Ein n\u00e4chstes Gebiet ist die Entscheidung nach der Schulformzuordnung ab der Sekundarstufe. Hier handelt es sich um eine Aufteilung, die gr\u00f6\u00dftenteils vom Schulleistungsverm\u00f6gen oder auch Intelligenz der Kinder abh\u00e4ngt. In dem Falle einer Hochbegabung geht es darum, besonders begabte Personen zu identifizieren und sie ihren au\u00dfergew\u00f6hnlichen Leistungen nach speziell zu f\u00f6rdern. In Hinblick auf die besonders ausgepr\u00e4gte Intelligenz sollten hier jedoch nur erprobte Testverfahren angewandt werden.<br \/>\nAbschlie\u00dfend bleibt zu sagen, dass es viele verschiedene Herangehensweisen, die auf die verschiedensten Anwendungsgebiete unseres menschlichen Lebens zugreifen und angewandt werden k\u00f6nnen, um Daten zu gewinnen, gibt.<\/p>\n<p>Woran erkennt man, wie gut Testverfahren sind?<br \/>\nUm seri\u00f6se Testverfahren von Selbsttests aus Illustrierten oder im Internet \u00fcberhaupt unterscheiden zu k\u00f6nnen, ist es von gro\u00dfer Bedeutung, in der psychologischen Diagnostik verschiedene G\u00fctekriterien zu beachten und zu \u00fcberpr\u00fcfen. In diesem Sinne wird zwischen drei grundlegenden \u00dcberschriften unterschieden.<br \/>\nDas erste dieser drei G\u00fctekriterien ist die \u201eObjektivit\u00e4t\u201c. Nach Lienert ( 1969 ) ist damit\u00a0 gemeint, dass die Testergebnisse unabh\u00e4ngig vom Untersucher sind oder die Messergebnisse keinerlei R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Untersucher ziehen lassen. Wichtig ist also, dass der Versuchsplan, der Versuchsaufbau, die Versuchsdurchf\u00fchrung, die Datenanalyse und die Dateninterpretation so festgelegt sind, dass der Test jederzeit von anderen Versuchsleitern wiederholt werden k\u00f6nnte. Gleicherma\u00dfen sagt dieses Kriterium auch aus, dass verschiedene Messer bei ein und derselben Untersuchung zu gleichen Messergebnissen gelangen m\u00fcssen. Sowohl eine gewisse Transparenz als auch eine Standardisierung werden daraus folgernd angestrebt. Die zuvor angesprochene Unabh\u00e4ngigkeit muss sich zudem in drei verschiedenen Aspekten, n\u00e4mlich in der Durchf\u00fchrung, der Auswertung und der Interpretation wiederspiegeln.<br \/>\nDie Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t ist gegeben, wenn jeder bedenkliche Untersuchungsleiter den Test durchf\u00fchren k\u00f6nnte, dies jedoch keinen Einfluss auf das Testergebnis hat. Auch meint diese Objektivit\u00e4t, dass die Bedingungen wie die Aufgabenstellung, Bearbeitungszeit, Hilfsmittel etc. f\u00fcr alle Lernenden gleich sind.<br \/>\nEine Auswertungsobjektivit\u00e4t ist dann erreicht, wenn alle Testergebnisse unabh\u00e4ngig von dem Untersuchungsleiter getroffen werden. Hierzu sind bestimmte Formulierungen von Kriterien im Voraus sehr hilfreich. Sogenannte Musterl\u00f6sungen oder Erwartungshorizonte sind nur ein paar Beispiele. Eine weitere M\u00f6glichkeit um diesbez\u00fcglich jeglichen Diskrepanzen aus dem Weg zu gehen, ist die Nutzung von Aufgabenstellungen mit eindeutigen Antwortformaten . Ein Beispiel hierf\u00fcr ist der Aufgabentyp \u201eMultiple Choice\u201c, der lediglich eine richtige oder eine falsche Antwort erlaubt.<br \/>\nUm eine Interpretationsobjektivit\u00e4t zu erzielen, ist es wichtig, dass die Interpretation des Testwertes keine individuellen Deutungen beinhalten. Hierzu wird die Nutzung von Vergleichsma\u00dfst\u00e4ben oder Normen dringend empfohlen.<br \/>\nEin zweites G\u00fctekriterium umfasst die \u201eReliabilit\u00e4t\u201c, womit die Zuverl\u00e4ssigkeit eines Testverfahrens gemeint ist. Dieses Kriterium gibt nach Lienert an, mit welcher Genauigkeit ein Test ein Merkmal oder eine Eigenschaft misst. Hierzu wird die Reliabilit\u00e4t ( R ) als Quotient der wahren Varianz ( sw2 ) zur Gesamtvarianz ( sx2 ) betrachtet. Daraus folgt:<br \/>\nR = sw2 \/ sx2<br \/>\nJe h\u00f6her dieser Reliabilit\u00e4tskoeffizient nun ist, desto zuverl\u00e4ssiger misst der Test. Der Wert R = 1.00 ist hierbei m\u00f6glichst nah anzustreben, um sagen zu k\u00f6nnen, dass ein Test vollst\u00e4ndig reliabel ist. Zudem sollte der Wert R = 0.70 nicht unterschritten werden, um noch von einem zuverl\u00e4ssigen Test sprechen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDes Weiteren wird die Reliabilit\u00e4t eines Testes in drei verschiedene Reliabilit\u00e4tsarten unterschieden, um gewisse Korrelationen zwischen Messwerten zu charakterisieren. Die \u201eStabilit\u00e4t\u201c befasst sich mit Effekten, die die Zuverl\u00e4ssigkeit eventuell mindern k\u00f6nnen, zwischen zwei Testungen.<br \/>\nDie \u201e\u00c4quivalenz\u201c hinterfragt, inwiefern die Zuweisung von Items zu Paralleltests die Zuverl\u00e4ssigkeit mindern l\u00e4sst und bei der \u201eInter-Item-Konsistenz\u201c werden Besonderheiten einer einzelnen Itemstichprobe beobachtet.<br \/>\nDas dritte und letzte G\u00fctekriterium der \u201eValidit\u00e4t\u201c bezieht sich auf die G\u00fcltigkeit eines Testes. Im Allgemeinen ist die Validit\u00e4t das wichtigste der drei G\u00fctekriterien. Ein hohes Ma\u00df an Validit\u00e4t setzt dementsprechend auch eine hohe Objektivit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t voraus. Bei der Validit\u00e4t wird gepr\u00fcft, ob der Test auch das Pers\u00f6nlichkeits- oder Verhaltensmerkmal misst, was er messen soll. Dies beinhaltet gleichzeitig, dass das Ergebnis bei hoher Validit\u00e4t auf \u00e4hnliche Situationen wie im stattgefundenen Test generalisiert werden kann. Ein inhaltlich sehr wichtiges Merkmal valider Tests ist zudem die \u00dcbereinstimmung von Test- und Nicht-Test-Situation.<br \/>\nDes Weiteren gibt es verschiedene Validit\u00e4tsarten. Zum einen ist da die \u201eValidierung mittels eines Kriteriums\u201c. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist ein Alkoholismustest und die klinische Diagnose. Zum anderen beinhaltet die \u201eValidierung mittels eines Quasikriteriums\u201c zum Beispiel den Vergleich eines alten und neuen IQ-Tests. Und zuletzt misst die \u201eValidierung mittels einer Target-Variable\u201c zum Beispiel die Risikofreudigkeit und Unfallh\u00e4ufigkeit.<br \/>\nEbenfalls findet oft noch eine zeitbezogene Unterscheidung in zwei Validit\u00e4tsarten statt. Die \u201ekonkurrente\u201c Validit\u00e4t sagt aus, dass Test und Kriterium gleichzeitig erfasst werden. Bei der \u201epr\u00e4diktiven\u201c Validit\u00e4t dagegen wird zuerst der Testscore ermittelt und nach einer Zeit erst das Kriterium gemessen.<br \/>\nAbschlie\u00dfend ist festzuhalten, dass die Ber\u00fccksichtigung und gr\u00fcndliche Anwendung dieser G\u00fctekriterien auf die einzelnen Testverfahren sehr wichtig ist, um von einem seri\u00f6sen und vertrauensw\u00fcrdigen Testergebnis zu sprechen.<\/p>\n<p>Was unterscheidet \u201eseri\u00f6se\u201c Testverfahren von Selbsttests aus Illustrierten\/ im Internet u. \u00e4.?<br \/>\nDer wohl wichtigste Aspekt, der seri\u00f6se Testverfahren von Selbsttests aus Zeitschriften oder dem Internet unterscheidet ist der, dass die oben besprochenen G\u00fctekriterien eingehalten werden. Die Durchf\u00fchrung sowie die Auswertung des Tests d\u00fcrfen demnach keinerlei Raum zur subjektiven Interpretation der auswertenden Person bieten.<br \/>\nWeiterhin findet man in seri\u00f6sen Testverfahren immer auch sogenannte Kontrollfragen, die ein eindeutiges und zutreffendes Testergebnis zur Folge haben. Das bedeutet, dass mit einigem Abstand immer wieder Fragen gestellt werden, die eine beinahe gleiche Antwort erfordern.<br \/>\nAuch der erhebliche Unterschied bez\u00fcglich des Umfangs dieser beiden Testvarianten spricht f\u00fcr sich. W\u00e4hrend bei den sogenannten Selbsttests lediglich wenige Fragen zu beantworten sind, aus diesem Grund ist das Ergebnis auch meist schon selbst abzusch\u00e4tzen und zu beeinflussen, werden bei seri\u00f6sen Tests einzelne Bereiche mit sehr viel mehr Fragen abgedeckt.<br \/>\nEin weiterer Aspekt, den seri\u00f6se Testverfahren beinhalten, ist ein verbindlicher Ma\u00dfstab an dem sich das Testergebnis orientiert und erkl\u00e4rt. W\u00e4hrend sich aus Selbsttest in Zeitschriften und im Internet keinerlei R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Ergebnis ziehen lassen, d.h. es ist nicht nachzuweisen, wie die Herausgeber des Tests auf die verschiedenen Ergebnisse und deren Erkl\u00e4rungen gekommen sind, sind die Ergebnisse seri\u00f6ser Testverfahren immer normiert. Zum Vergleich einzelner Testpersonen gibt es also immer\u00a0 eine sogenannte repr\u00e4sentative Gruppe der Bev\u00f6lkerung. So wird der m\u00f6glich aufkommende Eindruck, dass gewisse Testergebnisse willk\u00fcrlich und umgangssprachlich \u201eaus den Fingern gesogen\u201c seien von Anfang an ausgeschlossen und verhindert.<br \/>\nDes Weiteren werden bei einfachen Selbsttests die spezifischen Angaben zu einer Person missachtet. Das bedeutet, dass weder Alter, noch Geschlecht, Ausbildung o.\u00e4. in solchen Testverfahren ber\u00fccksichtigt werden. Eine genaue Beurteilung und Unterscheidung einzelner Testpersonen ist in einem solchen Fall demnach nicht m\u00f6glich.<br \/>\nAll diese Aspekte entscheiden also, ob Testverfahren seri\u00f6s und glaubw\u00fcrdig sind oder lediglich der puren Unterhaltung dienen. Werden diese Punkte und Kriterien ber\u00fccksichtigt, gelangt man zu einem objektiven, normierten und zutreffenden Ergebnis.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Aufgabe block 4<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><strong>Aufgabe a): Eine Sch\u00fclerin\/ein Sch\u00fcler erreicht dauerhaft nicht die geforderten Lehrziele. An welchen Faktoren (allgemeine Faktoren und ggf. konkrete Beispiele ) kann dies liegen?<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Wenn Sch\u00fcler \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht die geforderten Anspr\u00fcche und Lehrziele erreichen, so kann dies verschiedene Gr\u00fcnde haben. Um diese Ursachen herauszufinden und beheben zu k\u00f6nnen, analysiert man in der p\u00e4dagogisch-psychologischen Beratung nach einer gewissen \u201eIST-SOLL-Diskrepanz\u201c. Hier wird zwischen zwei m\u00f6glichen Anl\u00e4ssen, dem pr\u00e4ventiven und dem interventiven Anlass, unterschieden. Ersterer ist immer dann vorzufinden, wenn eine Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen Ist- und dem erw\u00fcnschten Soll-Zustand zwar noch nicht eingetreten aber dennoch prophezeit wird. Gegens\u00e4tzlich dazu, spricht man von einem interventiven Anlass, wenn diese vorher angesprochene Diskrepanz bereits besteht.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Weiterhin lassen sich zwei verschiedene Problemkonstellationen unterscheiden. Zum einen sind es Lern-und Leistungsprobleme von Sch\u00fclern, die entweder in einzelnen Bereichen oder sogar fach\u00fcbergreifend festgestellt werden. Zum anderen sind es Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, die sich im Umgang und der Kommunikationen mit den Mitmenschen aufzeigen. An dieser Stelle ist es wichtig hinzuzuf\u00fcgen, dass das eine Problem das andere meist bedingt und mit sich bringt. So haben Lese- und Rechtschreibschw\u00e4chen oft auch Aufmerksamkeitsschwierigkeiten wie Hyperaktivit\u00e4t und Impulsivit\u00e4t zur Folge. Gleicherma\u00dfen lassen sich aber auch bei Verhaltensauff\u00e4lligkeiten h\u00e4ufig Beeintr\u00e4chtigungen in der Lern-und Leistungsentwicklung feststellen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Ein weiterer Grund, warum eine Sch\u00fclerin dauerhaft unter den geforderten Anspr\u00fcchen der Schule liegt, k\u00f6nnte man in ihrem sozialen Umfeld, speziell in ihrer Familie finden. So wird das Kind in seiner Lebenssituation und seinem Schulleben immer besonders durch aktuelle gesellschaftliche Rahmenbedingungen gepr\u00e4gt. Nicht selten beeintr\u00e4chtigen Ein-Elternteil- oder Stieffamilien die schulischen Leistungen des Kindes. Auch die damit verbundenen familialen Transitionen, wie eine Trennung oder Wiederheirat f\u00fchren h\u00e4ufig zu Problemen im Schulalltag des Kindes.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Ein anderer Bereich, der auf den schulischen Erfolg von Kindern Einfluss nehmen kann, ist die gesellschaftliche Schicht in der die Eltern stehen. So weisen besonders Kinder aus sozio\u00f6konomisch schlechter gestellten Familien Schw\u00e4chen in ihrer Schullaufbahn auf. Negative Erfahrungen wie schlechte Ern\u00e4hrung und Gesundheit, das Gef\u00fchl des Ausgeschlossenseins bis hin zu Selbstzweifeln pr\u00e4gen das Kind und hindern es daran sich selbst zu entfalten und die gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen schulischen Erfolge zu verzeichnen. Weil in Deutschland eben das erreichte Kompetenzniveau besonders eng mit der sozialen Herkunft gekoppelt ist, sind sogenannte Migrationsfamilien ebenfalls m\u00f6gliche Gr\u00fcnde, welche die schulischen Leistungen eines Kindes schw\u00e4chen oder zumindest beeinflussen k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Des Weiteren belegen einige Studien, dass diese Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine h\u00f6here Gewaltbereitschaft aufweisen, wobei nat\u00fcrlich zu sagen ist, dass man dieses Ergebnis nicht verallgemeinern darf. Meist sind dies jedoch die Resultate innerfamili\u00e4rer Misshandlungen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich demnach festhalten, dass der Lernerfolg der Sch\u00fcler im Wesentlichen durch die kognitiven, motivationalen, selbstregulativen, sozialen und emotionalen F\u00e4higkeiten des Kindes bestimmt werden. Sind einzelne oder mehrere Bereiche jedoch durch Unstimmigkeiten gepr\u00e4gt, so projizieren sich diese Unregelm\u00e4\u00dfigkeit auch auf die schulischen Leistungen der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><strong>Aufgabe b): Bestimme f\u00fcr die einzelnen Faktoren, welche grunds\u00e4tzlichen Strategien zum Umgang damit bestehen.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Um zu verhindern, dass Sch\u00fcler dauerhaft nicht die erw\u00fcnschten Lernziele und Anforderungen im Schulalltag erreichen, gibt es einige Strategien, die f\u00fcr die oben genannten Faktoren bestehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Die erste M\u00f6glichkeit um die Sch\u00fcler zu besseren Ergebnissen zu f\u00fchren, ist die Methode des Trainings. Hier werden bestimmte Aufgaben immer wieder durchgef\u00fchrt und ge\u00fcbt. Besonders praktisch sind Trainings wenn es um die kognitiven, motivationalen, selbstregulativen, sozialen oder emotionalen Bereiche geht. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Eine weitere Strategie ist die Beratung. Zu diesem Zweck geben fachkundige Personen einerseits inhaltliche Ratschl\u00e4ge oder beantworten Fragen, die bei den Betroffenen noch unklar sind. Zudem basiert diese Methode gr\u00f6\u00dftenteils auf sprachlicher Interaktion und sollte immer freiwillig stattfinden. Diese Methode dient eher zum Zweck der Orientierung, Entscheidung, Planung oder Bew\u00e4ltigung von traumatischen Ereignissen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Weiterhin ist die Anwendung von Therapien eine gute M\u00f6glichkeit, die eine dauerhaft schlechte Leistung der Sch\u00fcler vermeiden soll. Hier helfen ausgebildete Psychologen und \u00c4rzte mit Hilfe von elaborierten Ma\u00dfnahmen L\u00f6sungen f\u00fcr die schlechten Leistungen zu finden. Behandelt werden hier gr\u00f6\u00dftenteils affektive und neurotische, sowie Pers\u00f6nlichkeits- und Entwicklungsst\u00f6rungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Eine vierte M\u00f6glichkeit der Behandlung ist das Coaching. Diese ist sowohl der Beratung als auch der Therapie sehr \u00e4hnlich. Hierbei unterst\u00fctzt ein Berater oder Coach der betroffenen Person auf dem Weg ihrer Entwicklung. Inhaltliche Aspekte stehen zudem eher im Hintergrund, da gr\u00f6\u00dftenteils nur der Prozess von Seiten des Beraters gesteuert werden soll.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Das Mentoring beschreibt eine weitere Strategie und umfasst die Kommunikation zweier Betroffenen, wobei eine Person der Anderen schon einige Schritte voraus ist und von ihren Erfahrung berichten kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Eine letzte Variante ist die Supervision. Hier ist es Aufgabe der betroffenen Person, sich selbst einmal genauer zu betrachten. In Begleitung eines P\u00e4dagogen soll die eigene Position herausgefunden und analysiert werden. Gleicherma\u00dfen wird auch diskutiert, welche Ziele die Person anstreben und erreichen m\u00f6chte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\"><strong>Auf Grundlage von Aufgaben a) und b): Wo siehst du als Lehrerin\/Lehrer dein zuk\u00fcnftiges Aufgabengebiet, wo sind deine Grenzen?<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Nachdem ich nun die m\u00f6glichen Faktoren schlechter schulischer Leistungen und einige Strategien zur Intervention dargestellt habe, ist es zuletzt noch interessant festzustellen, inwieweit es mir meine Rolle als Lehrerin erlaubt in einen solchen Prozess einzugreifen. Zu allererst ist zu sagen, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig ist. Sei es die Organisation von Elternabenden, Elternsprechtagen oder regelm\u00e4\u00dfige Eltern-Lehrer-Sch\u00fcler-Gespr\u00e4che. Die oben genannte Strategie der Beratung geh\u00f6rt demnach zu den wichtigsten Aufgaben in meiner Rolle als Lehrerin. Besonders wichtig ist, dass die Sch\u00fcler Vertrauen zu der Lehrperson entwickeln und sie als Bezugsperson anerkennen. Im Idealfall geh\u00f6rt es also auch zu meinen Aufgaben, Sch\u00fcler in schwierigen Situationen mit Rat zur Seite zu stehen und L\u00f6sungswege vor zugeben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Dennoch gibt es f\u00fcr mich als Lehrerin auch gewisse Grenzen, die ich nicht alleine beschreiten kann. Besonders im sozialen und emotionalen Bereich ist es wichtig zu erkennen, dass meine Arbeit an gewissen Punkten aufh\u00f6rt und nur Fachleute, wie Therapeuten und Psychologen sie l\u00f6sen k\u00f6nnen. Die F\u00f6rderung spezifischer Schw\u00e4chen der Sch\u00fcler dagegen ist mit der oben erw\u00e4hnten Methode des Trainings durchaus zu meinem Aufgabengebiet zu fassen. Mit Hilfe von immer wieder durchgef\u00fchrten \u00dcbungen, k\u00f6nnen sich bei den Sch\u00fclern Automatismen entwickeln, sodass die erst schwierige Aufgabe nach einiger Zeit selbstverst\u00e4ndlich und problemlos zu l\u00f6sen ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Des Weiteren sollte es allen Lehrern ein besonderes Anliegen sein, ein angenehmes Klassenklima herzustellen. Faktoren wie eine famili\u00e4re Migrationsgeschichte oder der gesellschaftliche Status der Familie d\u00fcrfen nicht \u00fcber Erfolge oder Misserfolge entscheiden. Auch d\u00fcrfen sie nicht dar\u00fcber urteilen, ob ein Kind innerhalb des Klassenverbandes anerkannt wird oder nicht. So geh\u00f6rt es zu meinen Aufgaben, den Kindern eine gewisse Moral und gegenseitige Achtung zu lehren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Was bestimme Kompetenzen des Schullebens betrifft, sollte ich mich zudem daf\u00fcr einsetzen, dass schw\u00e4chere Sch\u00fcler, wenn es mir in meinem Unterricht nicht ganz m\u00f6glich ist, eine Chance zum Nachholen des Unterrichtsstoffes bekommen. So ist die Vermittlung von Sch\u00fclernachhilfen ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet der Lehrer.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">Abschlie\u00dfend ist es ganz einfach wichtig zu erkennen, inwiefern man als Lehrer\/Lehrerin in Problemsituationen der Sch\u00fcler eingreifen darf und wann es besser ist, die L\u00f6sung der Probleme an Fachleute weiterzugeben. Denn nichts ist schlimmer als dass man dem Sch\u00fcler Hoffnung macht die Probleme l\u00f6sen zu k\u00f6nnen und sp\u00e4ter doch die Erfahrung machen zu m\u00fcssen, dass diese Aufgabe au\u00dferhalb aller m\u00f6glichen Kompetenzen liegt. <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufgabe Block 5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe a) <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Lest den Bericht von Frau Lingen. Welche Wahrnehmungsfehler k\u00f6nnten in der Schilderung auftreten? <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Zun\u00e4chst einmal ist zu sagen, dass es vier verschiedene Ph\u00e4nomene gibt, die uns im allt\u00e4glichen Leben h\u00e4ufig zu falschen Urteilen oder Wahrnehmungsfehlern leiten. Alle diese Urteilsfehler lassen sich auch in der Schilderung von Frau Lingen wiederfinden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Bei dem ersten Ph\u00e4nomen, welches \u201eStereotype\u201c genannt wird, handelt es sich um die \u00dcbergeneralisierung von Eigenschaften der Mitglieder einer bestimmten Gruppe. Hier ist hinzuzuf\u00fcgen, dass sich diese Stereotype auf verschiedenste Gruppen, ob nationale oder geschlechtsspezifische beziehen k\u00f6nnen. Betrachtet man dieses Ph\u00e4nomen aus einem negativen Blickwinkel heraus, so k\u00f6nnte man auch von Vorurteilen sprechen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ein n\u00e4chstes Ph\u00e4nomen, dem der Stereotype stark \u00e4hnelnd, ist die \u201eimplizite Pers\u00f6nlichkeitstheorie\u201c. Auch hier geht es um die Zuschreibung bestimmter Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale. Dies jedoch nicht aufgrund der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Gruppe, sondern vielmehr aufgrund von anderen bekannten Merkmalen. Zudem handelt es sich hier um eine subjektive und meist auch unbewusste Urteilstheorie.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Das dritte Ph\u00e4nomen bez\u00fcglich allt\u00e4glicher Wahrnehmungsfehler wird durch den sogenannten \u201eHalo-Effekt\u201c beschrieben. Hier geht es darum, dass die Wahrnehmung einer bestimmten positiven Eigenschaft alle anderen Eigenschaften \u00fcberstrahlt und diese somit auch ansteckt, positiver da zustehen. Gegens\u00e4tzlich dazu, kann eine negative Eigenschaft alle anderen Eigenschaften aber auch ins \u201eschlechte Licht r\u00fccken\u201c und \u00fcberschatten. Eine einzige Eigenschaft entscheidet also gleichzeitig \u00fcber alle anderen Eigenschaften, die normalerweise gar nichts damit zu tun haben. Dennoch ist noch zu erw\u00e4hnen, dass auch dieser Wahrnehmungsfehler unbewusst abl\u00e4uft. Man ist sich dementsprechend nicht bewusst, dass man mit Hilfe einer Eigenschaft alle anderen Eigenschaften generalisiert.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Das vierte und letzte Ph\u00e4nomen ist der \u201elogische Fehler\u201c. Hierbei schlie\u00dft man vom Vorhandensein eines bestimmten Merkmals aufgrund scheinbar logischer Zusammenh\u00e4nge auch auf andere Merkmale. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Mit anderen Worten gesagt, erlaubt man sich Urteile aufgrund von nicht zwingend notwendigen Zusammenh\u00e4ngen. <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe b)<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Analysiert die Probleme, die bei Klaus auftreten. Erkl\u00e4rt diese aufgrund von Motivationstheorien.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Um die Probleme, die bei Klaus auftreten analysieren zu k\u00f6nnen, ist es zu allererst einmal wichtig, verschiedene Motivationstheorien vorzustellen und zu erl\u00e4utern. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Eine erste Motivationstheorie, die auf den Fall Klaus anzuwenden ist, ist der Eigenschaftstheoretische Ansatz. Diese Theorie bezieht sich auf die Person des Lerners und erkl\u00e4rt sich dadurch, dass eine Person bestimmte Motive hat. Klaus meldet sich daraus resultierend also nie oder nur selten, weil er Angst hat, vor der Klasse blo\u00dfgestellt zu werden. Auch die Tatsache, dass er erst k\u00fcrzlich in die Klassengemeinschaft gekommen ist, l\u00e4sst ihn nicht gerade sehr selbstbewusst auftreten. Des Weiteren d\u00fcrfte Klaus unter einem starken Druck seines gesamten Umfelds leiden. Allein die Aussage, dass er nur aus Willen seiner Eltern das Gymnasium besucht, beweist, dass es nicht in seinem eigenen Interesse liegt, einen guten Abschluss zu erzielen. Selbst wenn Klaus sein individuelles Interesse in dem Beruf als Informatiker sieht, das bedeutet, dass es sich hierbei um eine zeitlich \u00fcberdauernde Vorliebe f\u00fcr einen Gegenstand handelt, so muss diese Einstellung nicht mit dem situationalen Interesse \u00fcbereinstimmen. Zusammenfassend will ich damit sagen, dass auch wenn Klaus sich f\u00fcr Informatik und die damit verbundenen Gegenstandsbereiche interessiert, so muss er zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt dennoch nicht daran interessiert sein, sich f\u00fcr das Fach Mathematik zu motivieren. Bei Klaus liegt in meinen Augen demnach eine St\u00f6rung zwischen dem situationalen und individuellen Interesse vor.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Eine weitere Motivationstheorie, die auf den Fall Klaus anzuwenden ist, ist der lerntheoretische Ansatz. Hierbei geht man davon aus, dass Motivation durch externe Verhaltenssteuerung, also Verst\u00e4rkung wie Belohnung und Bestrafung reguliert wird. Es wird demnach offensichtlich, dass man sich bei diesem Ansatz an behavioristischen Theorien orientiert. Auf unser Beispiel bezogen, bedeutet dies also, dass Frau Lingen die Motivation von Klaus hemmt, indem sie ihn indirekt durch eine schlechte Notenvergabe bestraft. Gleichzeitig bedeuten h\u00e4ufig geforderte Abfragen und Klausuren f\u00fcr Klaus auch, sich seinen Schw\u00e4chen stellen zu m\u00fcssen und stellen ihn blo\u00df. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Wie in dem vorliegenden Beispiel zudem beschrieben wird, hat Klaus die Angewohnheit, sich eher den schwierigeren als leichteren Aufgaben zu widmen. Dadurch, dass Frau Lingen ihn aber nicht daf\u00fcr lobt \u201emutig\u201c zu sein und sich gro\u00dfen Herausforderungen zu stellen, sondern ihn vielmehr davon \u00fcberzeugen will, eine v\u00f6llig falsche Arbeitsweise zu haben, demotiviert sie ihn immer mehr.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Diese Tatsache k\u00f6nnte zudem ein Indiz daf\u00fcr sein, dass Klaus nicht dazu in der Lage ist, den sogenannten \u201eFlow-Effekt\u201c zu erreichen. Eine wichtige Voraussetzung der Flow-Theorie ist n\u00e4mlich, dass ein angemessener Schwierigkeitsgrad vorliegt. Die geforderten Aufgaben sollten also nicht zu leicht und nicht zu schwer sein. Da Klaus sich jedoch gr\u00f6\u00dftenteils nur an den schwierigen Aufgaben versucht, k\u00f6nnte man daraus schlie\u00dfen, dass ihn die leichteren Aufgaben unterfordern. Selbst wenn ihn die schwierigen Aufgaben gleichzeitig noch zu schwierig sind und er nicht oft auf die richtig L\u00f6sung kommt, so k\u00f6nnte er von den gew\u00f6hnlichen, einfachen Aufgaben dennoch gelangweilt sein. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">All dies sind also Gr\u00fcnde und Theorien wodurch sich Klaus Verhalten erkl\u00e4ren l\u00e4sst.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe c)<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Gebt stichpunktartig an, welche Handlungsm\u00f6glichkeiten sich aufgrund der Theorie f\u00fcr Frau Lingen ergeben <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Frau Lingen sollte Klaus f\u00fcr jeden seiner Fortschritte loben <\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Sie sollte ihn bei R\u00fcckschritten ermutigen weiter zu machen und unterst\u00fctzen<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Sie sollte ihn dazu ermutigen, an seine Ziele zu glauben und an seinem fr\u00fcheren Wunschberuf als Informatiker festzuhalten<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Sie sollte Abfragen und Klausuren als etwas Positives, sein Wissen zeigen zu k\u00f6nnen, darstellen<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Sie sollte ihn dazu motivieren, f\u00fcr sich selbst und nicht f\u00fcr seine Eltern zu lernen und selbstst\u00e4ndig zu \u00fcben<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Es sollte ihr ein Ziel sein, ein angenehmes Klassenklima anzustreben, um sch\u00fcchterne Sch\u00fcler wie Klaus bei m\u00f6glichen Fehlern nicht blo\u00dfzustellen<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Sie sollte zudem gemeinschaftsf\u00f6rdernde Aktivit\u00e4ten einf\u00fchren, damit sich neue Sch\u00fcler in die Klasse integrieren k\u00f6nnen<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Wenn Klaus weiterhin ein gest\u00f6rtes Selbstbild haben sollte, m\u00fcsste sie die Arbeit an professionelle Fachleute weitergeben und eventuell Therapeuten oder Psychologen informieren<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe a) Welche Funktionen sollen Schulnoten erf\u00fcllen? <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Heutzutage hat man den Eindruck, dass sie den kompletten Schulalltag regieren und steuern. Die Rede ist von unseren Schulnoten. Aber wozu dienen sie und welchen Zweck haben sie eigentlich? Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, werde ich im Folgenden alle Funktionen, die Schulnoten erf\u00fcllen sollten, darlegen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine erste Funktion k\u00f6nnte der Note in ihrer Rolle als Mittel der R\u00fcckmeldung und Kommunikation zugeschrieben werden. So soll sie zuerst einmal Auskunft \u00fcber erreichte oder nicht erreichte Ziele des Sch\u00fclers geben. Dabei richtet sie sich haupts\u00e4chlich an den Sch\u00fcler selbst, informiert aber auch Eltern und Lehrer \u00fcber den aktuellen Leistungsstand des Kindes. Da sich solch einer nackten Zahl jedoch keine weiteren Informationen anhaften, bedarf es anderer Zusatzmitteilungen. Der Vergleich der eigenen Person mit den Leistungen der Mitsch\u00fcler beispielsweise, l\u00e4sst zumindest eine Rangeinordnung zu. Dennoch sollten die Lehrer immer verhindern, dass sogenannte unbeabsichtigte oder unbewusste weitere R\u00fcckmeldungen mitschwingen. Diese k\u00f6nnten sowohl emotionale als auch motivationale Folgen mit sich bringen. Aus diesem Grund ist eben darauf zu achten, dass R\u00fcckmeldungen inhaltlich differenziert und sensibel gegeben werden. Sie d\u00fcrfen die Sch\u00fcler nicht auf eine Zahl reduzieren, sondern m\u00fcssen detaillierte Auskunft dar\u00fcber geben, wo genau die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Einzelnen liegen. Da jedoch genau diese Forderung anhand der herk\u00f6mmlichen Notenvergabe scheinbar nicht zu realisieren ist, stehen die Schulen nun vor der Aufgabe, eine neue Feedback-Kultur im Unterricht aufzubauen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine zweite, sehr wichtige Funktion der Schulnoten wird in der Rolle als Anreiz und Motivationsfunktion gesehen. So wird es immer offensichtlicher, dass sich die Motivation der Sch\u00fcler heutzutage nur nach Erfolg oder Misserfolg ausrichtet. Dabei werden jedoch nicht nur die Motivation, sondern eben auch das leistungsbezogene Selbstvertrauen und das daraus resultierende Lernverhalten stark beeinflusst. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Kaum aus dem Weg zu gehen, ist demnach auch den Machtk\u00e4mpfen der Sch\u00fcler innerhalb der Klasse. Starke Sch\u00fcler sehen sich anhand ihrer guten Leistungen somit immer als Gewinner, wohingegen schwache Sch\u00fcler immer als Verlierer abgefertigt werden. Die individuellen Anstrengungen zur Vorbereitung der Klausuren scheinen hier keine Rolle mehr zu spielen. Dennoch sind viele Lehrer der Meinung, dass es in gewissen Bereichen unumg\u00e4nglich ist mit Noten zu arbeiten. Auch best\u00e4tigen viele Sch\u00fcler, dass sie sich ohne die anstehende Notenvergabe nicht gen\u00fcgend dazu motiviert f\u00fchlen, f\u00fcr anstehende Abfragen oder Klausuren zu lernen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine weitere, eher p\u00e4dagogische Funktion der Note, sieht man zudem in ihrer Rolle im Machtgef\u00fcge der Schule. Es wird also als Grundlage angesehen, die Sch\u00fcler mit Hilfe der Noten zu belohnen oder zu bestrafen. Man k\u00f6nnte dieser Funktion demnach sogar den Charakter eines Zucht- bzw. Disziplinierungsmittels zuschreiben. Weiterhin dient diese Funktion aber auch dem Aspekt, dass die Sch\u00fcler ihren Lehrer oder ihre Lehrerin als Fachautorit\u00e4t und Organisator des Lernprozesses ansehen und respektieren. Dennoch ist es in diesem Zusammenhang wichtig, dass die Lehrer ihre Macht nicht ausnutzen und die Noten nur als Sanktionsmittel missbrauchen. So sollten Lehrer davor Halt machen, auch die jeweiligen Verhaltenseinsch\u00e4tzungen in die spezifischen Fachnoten mit einflie\u00dfen zu lassen. Die Wiedereinf\u00fchrung der Kopfnoten sei an dieser Stelle nicht minder ber\u00fccksichtigt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine weitere Funktion, die Noten erf\u00fcllen sollten, ist die Orientierungsfunktion. Gemeint ist hiermit der Aspekt der Selbsteinsch\u00e4tzung und Selbsteinstufung der Sch\u00fcler. Es soll den Kindern also erm\u00f6glicht werden, dass sie anhand der Ergebnisse, wie sie in bestimmen Tests oder Klausuren abschneiden, selber herausfinden, wo sie stehen und was sie noch zur Verbesserung des Leistungsstandes tun k\u00f6nnen. So wird diese Funktion besonders w\u00e4hrend der Identit\u00e4tsbildung als sehr wichtig angesehen. In dieser Zeit suchen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen f\u00f6rmlich nach Orientierung und Einsch\u00e4tzung und finden in der Notenvergabe eine m\u00f6gliche Rangordnung. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Des Weiteren stellt die Sozialisationswirkung eine weitere Funktion der Noten dar. Diese sagt aus, dass die Sch\u00fcler aufgrund ihrer schulischen Leistungsbeurteilungen auf die Leistungsgesellschaft und die damit verbundene G\u00fcltigkeit des Leistungsprinzips vorbereitet werden. Es wird ihnen also anhand der von Anfang an gegeben Noten ein Bewusstsein daf\u00fcr vermittelt, dass man in der Gesellschaft gewisse Leistungen erbringen muss, um gewisse G\u00fcter zu erlangen. Gleichzeitig aber auch, dass die individuelle Leistung \u00fcber den Stand und das pers\u00f6nliche Vorankommen innerhalb der Gesellschaft entscheidet. Dennoch ist hinzuzuf\u00fcgen, dass es immer noch strittig ist, ob genau dieses abstufende Leistungsbewertungssystem die richtigen Werte vermittelt. Es stellt sich eben die Frage, ob nicht auch andere Formen der Bewertung den Sinn des Leistungsprinzips der Gesellschaft deutlich machen w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine n\u00e4chste zu erf\u00fcllende Aufgabe der Schulnoten, wird in der Evaluations- und Kontrollfunktion gesehen. So soll es nicht nur den Sch\u00fclern m\u00f6glich sein, sich selber einzusch\u00e4tzen und nach m\u00f6glichen Verbesserungsvorschl\u00e4gen zu suchen, sondern eben auch den Lehrern, dem Schulleiter und der Schulaufsicht. Lehrern also sollen Noten einen \u00dcberblick \u00fcber den Leistungsstand ihrer gesamten Klasse, sowie Schulleitern Aufschluss \u00fcber den Erfolg der Arbeit von Lehrern geben. Zudem werden beispielsweise die Abiturergebnisse verschiedenster Bundesl\u00e4nder miteinander verglichen, um die Leistungsf\u00e4higkeit ganzer Schulen zu beurteilen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Eine letzte Funktion der Noten liegt in ihrer Rolle als Entscheidungsgrundlage f\u00fcr Auslese und Berechtigung. Ob also f\u00fcr die Entscheidung f\u00fcr eine Schulform der Sekundarstufe 1, die Berechtigung zum Besuch einer Oberstufe oder die Erteilung der Hochschulreife, es entscheiden immer die Noten \u00fcber die zuk\u00fcnftige Schullaufbahn. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe b) Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die Testg\u00fctekriterien? <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Um beurteilen zu k\u00f6nnen, inwieweit die Testg\u00fctekriterien Objektivit\u00e4t, Validit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t in den Schulnoten ber\u00fccksichtigt werden, ist es zun\u00e4chst einmal wichtig zu sagen, dass Schulnoten erst einmal nichts anderes als Sch\u00e4tzurteile zu Leistungen sind. Aus diesem Grund ist damit zu rechnen, dass nicht alle G\u00fctekriterien in den Schulnoten erf\u00fcllt werden.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Betrachten wir zu Beginn also das Kriterium der Objektivit\u00e4t. Dieses fordert, dass die Testergebnisse unabh\u00e4ngig vom Untersucher sind und sich keinerlei R\u00fcckschl\u00fcsse auf ihn ziehen lassen. Genau hier aber st\u00f6\u00dft man bei der Notenvergabe an Grenzen. Jeder Lehrer ist anders und jeder gestaltet seinen Unterricht individuell. Eben aus diesem Grund ist es heutzutage kaum zu realisieren, dass verschiedene Lehrer einen bestimmten Sch\u00fcler gleich bewerten w\u00fcrden. Wie aus dem Text von \u201eWinter\u201c hervorgeht, so ist es sogar erschreckend, in welchem Ausma\u00df gleiche Leistungen durch Lehrer unterschiedlich beurteilt und benotet werden. Innerhalb eines Klassenverbandes seien die Noten demnach relativ aussagekr\u00e4ftig, sobald aber die Klassengrenze \u00fcberschritten und mit anderen Klassen, Schulen oder Bundesl\u00e4ndern verglichen wird, werden die individuellen Lehrmethoden einer Lehrperson offensichtlich und die Noten somit \u201everf\u00e4lscht\u201c. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Zudem wird deutlich, dass die zur Objektivit\u00e4t beitragenden eindeutigen Aufgabentypen nicht wirklich realisiert werden k\u00f6nnen. Um das Ganze etwas platt zu verdeutlichen, stelle ich die Frage: Wie m\u00f6chte man Schreibqualit\u00e4ten wie die Analyse, Interpretation und Orthographie eines Oberstufensch\u00fclers beurteilen, wenn gr\u00f6\u00dftenteils nur \u201eMultiple Choice\u201c Aufgaben gefordert werden? In meinen Augen eine rhetorische Frage, denn es ist schlichtweg nicht m\u00f6glich. Ein Lehrer muss demnach seinen subjektiven Ideen und Meinungen in die Beurteilung mit einflie\u00dfen lassen. Nat\u00fcrlich geben Musterl\u00f6sungen oder die immer mehr gebrauchten Erwartungshorizonte kleine Hilfen und ein grobes Orientierungsmuster, dennoch lassen sich individuelle Eindr\u00fccke seitens des Lehrers nicht verhindern. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Somit steht fest, dass eine Objektivit\u00e4t der Noten ganz einfach nicht gegeben ist.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Mit dem G\u00fctekriterium der Validit\u00e4t ist die G\u00fcltigkeit eines Testes gemeint.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Es wird also \u00fcberpr\u00fcft, ob der Test auch das Pers\u00f6nlichkeits- oder Verhaltensmerkmal misst, was er messen soll. Wie in Aufgabe a) jedoch schon angedeutet wurde, trifft dies im Schulalltag nicht wirklich zu. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Gerade jetzt, wo die sogenannten Kopfnoten abgeschafft wurden, lassen viele Lehrer auch die sozialen Verhaltensweisen eines Sch\u00fclers oder einer Sch\u00fclerinnen in die einzelnen Fachnoten mit einflie\u00dfen. Was aber hat beispielsweise die Kompetenz eines Sch\u00fclers im Fach Mathematik mit seinem sozialen Verhalten zu tun? Allein dieses Beispiel zeigt, dass die Note heutzutage nicht nur aus den fachlichen Leistungen eines Sch\u00fclers resultiert. Demnach wird, um noch einmal vom Testg\u00fctekriterium zu sprechen, nicht nur das zu messende Merkmal gemessen, sondern zus\u00e4tzlich durch andere Merkmale ver\u00e4ndert. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Das dritte G\u00fctekriterium der Reliabilit\u00e4t untersucht die Zuverl\u00e4ssigkeit eines Testes. Um dieses Kriterium mit der Notenvergabe in Verbindung zu bringen, wird offensichtlich, dass eine Stabilit\u00e4t, die bei der Reliabilit\u00e4t gefordert wird, nicht gegeben ist. Noten k\u00f6nnen immer variieren. Das bedeutet, dass nicht nur Sch\u00fcler w\u00e4hrend der einen Klausur mal einen guten und w\u00e4hrend der anderen Klausur mal einen schlechten Tag haben k\u00f6nnen. Das bedeutet auch, dass diese Stabilit\u00e4t auf Seiten des Lehrers nicht immer erreicht ist. Ein Lehrer ist auch nur ein Mensch und kann sich ebenfalls von vielen Faktoren beeinflussen lassen. Hat er also an einem Korrektionstag gute und an einem anderen schlechte Laune, so ist einen Stabilit\u00e4t der Notenvergabe nicht mehr best\u00e4ndig. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Abschlie\u00dfend kann man zusammenfassen, dass unsere Schulnoten immer etwas Subjektives an sich haben und somit nicht wirklich die Testg\u00fctekriterien erf\u00fcllen. Gerade weil unsere Lehrer auch nur Menschen und eben keinen Maschinen sind, ist es schwer, all die geforderten Kriterien einzuhalten und zu ber\u00fccksichtigen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-size: medium\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe c) Auf Grundlage von Aufgaben a) und b): Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die Ihnen angedachten Zwecke? Beschreibe f\u00fcr mindestens eine Funktion eine aus Deiner Sicht bessere Alternative. <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, ist es in meinen Augen wichtig zu sagen, dass sehr deutlich wurde, dass unsere Schulnoten mit einigen Problemen und Kritikpunkten zu k\u00e4mpfen haben, es sich hier um eine sehr alte Form der Bewertung handelt und es sicherlich viele Menschen gibt,<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">die f\u00fcr die sofortige Abschaffung der Noten sind. Meiner Meinung nach aber, muss man das Ganze in einem gewissen Ma\u00dfe auch realistisch betrachten. Umbr\u00fcche sind gut und der Schulalltag muss nat\u00fcrlich auch einen st\u00e4ndigen Wandel durchlaufen. Aber wenn wir ehrlich sind, dann haben diese Noten auch viel Gutes. Wie in Aufgabe a) bereits gesagt wurde, so muss man eben anerkennen, dass sie ein starkes Motivationsmittel, eine gute Orientierungshilfe und eben auch in gewisser Weise eine Vorbereitung auf das sp\u00e4tere Leben und die damit verbundene nach Profit strebende Gesellschaft ist. Auch wenn sie etwas Radikales an sich haben, weil man die Leistung quasi nur durch eine nackte Zahl beschreibt, so bin ich doch fest davon \u00fcberzeugt, dass es zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt keine wirklich bessere L\u00f6sung gibt. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">Im Bereich der Evaluations- und Kontrollfunktion sehe ich aber vielleicht eine Alternative zum herk\u00f6mmlichen Notensystem. Gerade was die Beurteilung der Lehrer bez\u00fcglich ihrer Arbeit betrifft, so k\u00f6nnte man von den Noten oder dem Klassenschnitt absehen und reine Evaluationsb\u00f6gen in Kraft treten lassen. Die Schulleiter sollten demnach nicht auf die Klassennoten des einzelnen Lehrers schauen, sondern vielmehr am Ende des Schuljahres Frageb\u00f6gen herumgehen lassen, die die einzelnen Bereiche des Lehrers bewerten. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #00000a\"><span style=\"font-family: Calibri,serif\"><span style=\"font-size: medium\">So sollten hier aber nicht wieder Noten zum Einsatz kommen, sondern sollten die Sch\u00fcler viel mehr dazu aufgefordert werden, kurze Kommentare zu verfassen. In diesem Fall w\u00fcrden die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen zudem vielleicht lernen, dass nicht immer nur eine Note, sondern eben auch schriftliche Bewertungen und Kommentare die Leistung beurteilen k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0Aufgabe Block 6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><em><strong>a) Auf welche umschriebene Teilleistungsst\u00f6rung kann man schlie\u00dfen? Welche Differentialdiagnosen sind zu beachten? <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Anhand der vorliegenden Fallschilderung l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass es sich hier um die Teilleistungsst\u00f6rung \u201eLese-Rechtschreibschw\u00e4che\u201c handelt. Diese Krankheit meint, dass die Lese- und Rechtschreibleistung unter dem Niveau, das auf Grund des Alters, der allgemeinen Intelligenz und der Beschulung zu erwarten ist, liegt. Gleichzeitig typisch ist, dass andere F\u00e4higkeiten meistens weitestgehend intakt sind und funktionieren. Im zugrunde liegenden Fallbeispiel Timo wird genau dieser Aspekt deutlich. Timos Defizite liegen nur in Lese-Rechtschreibleistung, eben aber nicht in anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem Textverst\u00e4ndnis. Weiter muss man hinzuf\u00fcgen, dass die Lese-Rechtschreibschw\u00e4che keine Folge geistiger Behinderung oder anderer k\u00f6rperlicher, neurologischer oder psychischer Erkrankungen ist. Die Beeintr\u00e4chtigungen liegen demnach lediglich darin, die W\u00f6rter zu lernen, gelesene W\u00f6rter wiederzuerkennen und sie richtig vorzulesen. Das Lesen wird dennoch in den meisten F\u00e4llen noch ausreichend gelernt, wenn es auch schwerer und verlangsamt bleibt. Die Rechtschreibung aber bleibt meist noch bis ins Erwachsenenalter fehlerhaft. Die Symptome dieser Krankheit lassen sich in mehrere Bereiche klassifizieren. Defizite bez\u00fcglich der Lesegenauigkeit und des Lesetempos, kommen h\u00e4ufig durch das Auslassen oder Ersetzen von W\u00f6rtern, eine niedrige Lesegeschwindigkeit, langes Z\u00f6gern beim Vorlesen oder das Vertauschen von W\u00f6rtern im Satz zum Vorschein. Bezogen auf das Leseverst\u00e4ndnis, lassen sich Defizite besonders in der Unf\u00e4higkeit Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schl\u00fcsse zu ziehen oder Zusammenh\u00e4nge zu sehen, finden. Die Rechtschreibung tut zudem noch einige weitere Fehlertypen auf, die sich zum Beispiel in Reversionen, Reihenfolge- und Sukzessionsfehlern oder der Einf\u00fcgung falscher Buchstaben \u00e4u\u00dfern. Allgemein sollte man jedoch vorsichtig mit der Diagnose einer Lese-und Rechtschreibschw\u00e4che sein, da es noch viele andere Krankheiten gibt, die die genannten Symptome aufweisen k\u00f6nnen. So gilt es also zwischen Lese- und Rechtschreibst\u00f6rungen aufgrund einer Hirnsch\u00e4digung, aufgrund anderer psychischer Probleme, Intelligenzminderung, einer Seh-und H\u00f6rst\u00f6rung oder aufgrund von ausgepr\u00e4gten neurologischen Defiziten zu differenzieren. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-size: medium\"><em><strong>b) Welche diagnostischen Schritte sind als n\u00e4chstes sinnvoll? <\/strong><\/em><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Tritt der Fall ein, dass eine Lese-Rechtschreibschw\u00e4che erahnt wird, so ist es sehr wichtig, m\u00f6glichst fr\u00fch zu handeln und zu f\u00f6rdern. Denn umso gr\u00f6\u00dfer die R\u00fcckschritte sind, desto schwieriger und anstrengender werden m\u00f6gliche Interventionsma\u00dfnahmen. Ein erster diagnostischer Schritt k\u00f6nnte die sogenannte \u201eAnamnese\u201c und Exploration sein. Hiermit ist zun\u00e4chst einmal die Befragung der Eltern und Lehrer bezogen auf die Lebensgeschichte des Kindes, insbesondere aber auf die Lese-Rechtschreibentwicklung, sowie auf andere schulische Erfahrungen zu verstehen. Des Weiteren k\u00f6nnte man die genaue Ursache anhand von internistischen oder neurologischen Untersuchungen finden. Beispiele hierf\u00fcr sind entweder H\u00f6r-und Sehtests oder ein EEG. Eine weitere M\u00f6glichkeit zur Ursachenforschung ist die Testdiagnostik. IQ-Tests oder standardisierte Lese-und Rechtschreibtests sind in dieser Hinsicht relevante Verfahren. H\u00e4ufig verwendet werden in diesem Zusammenhang L\u00fcckentests, bei denen fehlende W\u00f6rter nach einem Diktat in eine L\u00fccker einzusetzen sind. Zudem gibt es in der Testdiagnostik ein sogenanntes \u201edoppeltes Diskrepanzkriterium\u201c, welches in der Regel erf\u00fcllt sein sollte. Zum einen sollte die Diskrepanz weder alters- noch klassenm\u00e4\u00dfig in der Norm liegen, und zum anderen liegt die Leistung unter dem, was man aufgrund des Intelligenzquotienten erwarten k\u00f6nnte. Dies sind also einige Schritte, die man bez\u00fcglich der Diagnostik bei auff\u00e4lligen Symptomen gehen sollte.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Arial,serif\"><span style=\"font-size: small\"><span style=\"font-size: medium\"><em><strong>c) Welche Interventionsma\u00dfnahmen bieten sich an? <\/strong><\/em><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium\">Nachdem die Diagnose der Lese-Rechtschreibschw\u00e4che getroffen wurde, sollte man sich im Weiteren um m\u00f6gliche Interventionsma\u00dfnahmen k\u00fcmmern. Am naheliegendsten ist hier nat\u00fcrlich, bei dem Kind anzufangen. So w\u00e4re es zum Beispiel denkbar, eine Therapie mit dem Kind zu machen und so F\u00f6rderma\u00dfnahmen einzuleiten. Weiterhin m\u00f6glich und wichtig ist aber auch, die Eltern in den F\u00f6rderprozess mit einzubeziehen. So sind zum Beispiel Elterntrainings oder Familienberatungen gute Ansatzpunkte. Eine dritte Instanz, die in diesen Prozess mit einbezogen werden sollte, meint die Lehrer. Methoden oder Vorgehensweisen, wie der Lehrer mit dem Kind umzugehen und es zu f\u00f6rdern hat, sind demnach nicht minder zu ber\u00fccksichtigen. Bei sehr schweren Begleitsymptomatiken sollte man zudem jedoch entweder eine teilstation\u00e4re oder station\u00e4re psychotherapeutische Intervention in Betracht ziehen. Generell ist zu sagen, dass eine erfolgreiche Behandlung die Zusammenarbeit des Kindes, der Eltern und der Schule voraussetzt. Des Weiteren gibt es drei Behandlungsaufgaben, die unbedingt zu erf\u00fcllen sind. Zuerst ist da die gezielte Therapie des Lesens und Rechtschreibens. Weiter gilt es, das Kind bei der psychischen Bew\u00e4ltigung der bestehenden und gegebenenfalls bleibenden Lese-oder Rechtschreibschw\u00e4che zu unterst\u00fctzen. Und drittens wird die Behandlung der begleitenden Symptome gefordert. Im Kontext Schule w\u00e4ren F\u00f6rderstunden, zus\u00e4tzliche, auf die Sch\u00fcler abgestimmte \u00dcbungen, Intensivkurse oder extra eingerichtete LRS-Klassen weitere Inventionsma\u00dfnahmen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche diagnostischen Herangehensweisen (Verfahren zur Datengewinnung) sind im Kontext Schule anwendbar? Tagt\u00e4glich sind wir damit besch\u00e4ftigt, die Menschen in unserem Umfeld nach ihren Eigenschaften und Auspr\u00e4gungen zu beurteilen. Dass wir dabei aber nicht immer das h\u00f6chste Ma\u00df an Qualit\u00e4t\u00a0 und &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/seite-von-ela-hanke\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":571,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-251","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/571"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=251"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/251\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":711,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/251\/revisions\/711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}