{"id":221,"date":"2012-04-23T17:43:01","date_gmt":"2012-04-23T17:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/?page_id=221"},"modified":"2012-07-31T15:07:58","modified_gmt":"2012-07-31T15:07:58","slug":"seite-von-julia-bober","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/seite-von-julia-bober\/","title":{"rendered":"Seite von Julia Bober"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_221 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_221')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_221').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Wichtig ist, dass der Lehrer zun\u00e4chst nur hinsieht, was die SuS tun und er nicht bereits zu einer Interpretation \u00fcbergeht. Jedoch kann eine Beobachtung nie nur objektiv geschehen. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist allerdings, dass man zur Beobachtung weitere Personen berufen kann und so ein Austausch \u00fcber das Gesehene m\u00f6glich ist. Wird der Lernende versteckt beobachtet, besteht zudem keine Gefahr, dass das Ergebnis bewusst von diesem verf\u00e4lscht wird. Eine weitere Gelegenheit zur Datengewinnung ist die Durchf\u00fchrung eines Interviews. Bei dieser Strategie fragt die eine Person die zu interviewende Person bestimmte Fragen ab. Hierbei unterscheidet man zwischen standardisierten und teilstandardisierten Interviews. Bei der zuerst genannten Variante sind alle Fragen vorgegeben und strukturiert. Dies ist bei den teilstandardisierten Interviews nicht der Fall. Positiv an dieser Vorgehensweise ist, dass der Interviewer flexibel und spezifisch auf die Antworten seines Gegen\u00fcbers eingehen kann. Desweiteren erh\u00e4lt er gezielte Antworten auf seine gestellten Fragen. Er kann diese jedoch nicht vergleichen und es k\u00f6nnte passieren, dass die befragte Person so antwortet, wie sie glaubt, dass es von ihr erwartet wird. Die Dokumentanalyse f\u00fchrt ebenfalls zur Datengewinnung und wird im Bereich Schule angewandt. Hierbei werden Arbeitsergebnisse, wie z.B. Aufs\u00e4tze oder Kunstbilder von Lehrern eingesammelt und bewertet. Gerade diese Methode bietet sich also sehr gut f\u00fcr die Schule an und erm\u00f6glicht eine fachbezogene Erkenntnis f\u00fcr den jeweiligen Lehrer. Zudem ist kein gro\u00dfer Aufwand n\u00f6tig und es ist sicher gestellt, vor allem bei dem Kunstbild, dass der Sch\u00fcler es selbstst\u00e4ndig angefertigt hat. Eine Vergleichsm\u00f6glichkeit ist jedoch nur eingeschr\u00e4nkt gegeben. Um Informationen zu erhalten, k\u00f6nnen ebenso gut Frageb\u00f6gen eingesetzt werden. Die \u201eAusf\u00fcller\u201c des Fragebogens beantworten die Fragen meistens mit einem Kreuz oder einem Satz, bei der f\u00fcr sie zutreffenden Antwort. Diese B\u00f6gen werden lange im voraus geplant. Es werden gezielt Fragen entwickelt und somit wird gleichzeitig sichergestellt, dass man auch die gewollten Infos erh\u00e4lt. Au\u00dferdem ist die Handhabung und Auswertung sehr einfach. Sie sind nur leider leicht durchschaubar und somit manipulierbar. Die letzte Methode nennt sich Testverfahren. Bei denen man durch einen Test das erforderte Ergebnis erh\u00e4lt.Diese sind genau wie die Frageb\u00f6gen leicht auszuwerten und bieten eine gute Vergleichsm\u00f6glichkeit . Sie sind jedoch sehr aufwendig zu entwickeln und meistens nur ein einziges Mal durchf\u00fchrbar. Mit den Ergebnissen kann man jedoch sehr gut Normtabellen aufstellen und die Ergebnisse bieten einen gro\u00dfen Spielraum, denn man kann z. B. zwischen Alter und Geschlecht selektieren. Dies alles sind verschiedene Methoden zur Datengewinnung mit ihren jeweiligen Vor- bzw. Nachteilen.<\/p>\n<p>Nr.2<br \/>\nWoran erkennt man wie gut ein Testverfahren ist?<\/p>\n<p>Ob ein Testverfahren als gut bzw. eher schlecht zu bewerten ist, erkennt man anhand der allgemeing\u00fcltigen Testg\u00fctekriterien . Zu den drei Hauptg\u00fctekriterien z\u00e4hlen, die Objektivit\u00e4t, Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t. Im Folgenden werde ich versuchen diese drei etwas ausf\u00fchrlicher zu erl\u00e4utern. Das erste der drei Hauptkriterien ist die Objektivit\u00e4t. Ein gutes Testverfahren sollte demnach m\u00f6glichst objektiv sein, d.h. unter anderem, dass der Versuch unabh\u00e4ngig vom Untersucher ist. Desweiteren sollte der Test wiederholt einsetzbar sein. Um dies gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, braucht ein objektiver Test ein bestimmtes Schema, nach dem er aufgebaut ist. Der Test sollte also einen vorgegebenen Versuchsplan, Versuchsaufbau und eine vorgegebene Versuchsdurchf\u00fchrung haben. Aber auch die Datenanalyse und Dateninterpretation sollte bereits im zuvor aufgestellt worden sein. Zudem w\u00e4re es vorteilhaft, wenn man mehrere Tester einsetzen w\u00fcrde, denn so kann festgestellt werden, ob auch alle\u00a0 Beobachter das gleiche Ergebnis auswerten. Au\u00dferdem m\u00fcssen bei einem guten Test alle Lernenden die gleichen Bedingungen erhalten, d.h. z. B. die gleiche Zeit oder die gleichen Hilfsmittel. Bei dem Objektivit\u00e4tskriterium setzt man zudem noch die Auswertungsobjektivit\u00e4t und Interpretationsobjektivit\u00e4t voraus. Die Auswertungsobjektit\u00e4t gilt \u00fcberwiegend bei Multiplice Choice Test. Hier l\u00e4sst die Antwort dem \u201eNachguckenden\u201c wenig Spielraum , denn es gibt nur falsche bzw. richtige Kreuze. Die Objektivit\u00e4t bei der Interpretation soll lediglich sicherstellen, dass der Untersucher keine eigenen Deutungen miteinbezieht. Dies wird dadurch verhindert, dass sich dieser an bestimmte, vorgegebene Normen halten muss. Ein weiteres Kriterium ist die Reliabilit\u00e4t oder auch Zuverl\u00e4ssigkeit. Diese beschreibt die Genauigkeit, mit der ein Test eine Merkmalsdimension erfasst. Hierbei tritt\u00a0 in den Hintergrund, ob es sich auch um die Merkmalsdimension handelt, die man erfassen m\u00f6chte. Damit die Realibit\u00e4t gegeben ist, muss eine fehlerfreie Messung vorhanden sein. Um dies festzustellen, wiederholt man den Versuch mindestens ein weiteres Mal. So wird zudem die Korrelation stabilisiert und man hat die M\u00f6glichkeit mehrere Testergebnisse zu vergleichen. Dabei sollte man nach M\u00f6glichkeit darauf achten, dass sich der Proband bereits an den Test erinnert. Dies ist jedoch schwierig, da zwischen dem Test und der Wiederholung meistens nur eine sehr kurze Zeitspanne liegt. Das letzte und zugleich wichtigste Testg\u00fctekriterium ist die Validit\u00e4t. Unter Validit\u00e4t versteht man die G\u00fcltigkeit eines Testverfahrens und besch\u00e4ftigt sich gleichzeitig mit der Fragestellung, ob man auch das gemessen hat, was man gemessen haben wollte. Ist dies nicht der Fall, so das Verfahren als negativ anzusehen. Um eine hohe Validit\u00e4t zu erreichen, sind eine hohe Objektivit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t Voraussetzung. Wenn man nun ein g\u00fcltiges Ergebnis hat, so l\u00e4sst sich dieses verallgemeinerte Ergebnis auch auf Alltagssituationen \u00fcbertragen. Demnach gibt es eine \u00dcbereinstimmung von Test und Nicht- Test- Situationen. Ein Bsp. f\u00fcr eine solche Situation ist die praktische Fahrpr\u00fcfung. Hier unterscheidet sich die Testsituation nur in einem Punkt von der Nicht- Test-Situation. Bei der Fahrpr\u00fcfung ist noch ein Pr\u00fcfer und Fahrlehrer mit im Auto, aber die Verkehrsregeln und das Verhalten im Stra\u00dfenverkehr sind auch ohne diese beiden Personen gleich.<\/p>\n<p>Nr. 3<br \/>\nWas unterscheidet \u201eseri\u00f6se\u201c Testverfahren von Selbsttests aus Illustrierten\/ im Internet u.\u00e4.?<\/p>\n<p>Unterscheidet man &#8222;seri\u00f6se&#8220; Testverfahren von Test aus dem Internet\/ Illustrierten o. \u00e4. so stellt man einige Unterschiede fest. Allein die Benennung der Verfahren zeigt, dass man zwischen Internettest und seri\u00f6sen Tests unterscheidet. Man unterstellt also den Tests der Internetseiten, dass sie unseri\u00f6s seien. Tats\u00e4chlich sind bei den Testverfahren aus dem Internet oder aus Zeitschriften nicht alle drei Testg\u00fctekriterien gegeben. Schon die Objektivit\u00e4t fehlt bei diesen Fragetests in z.b. Zeitungen v\u00f6llig. Bei diesen Befragungen ist man meistens selber f\u00fcr die Auswertung zust\u00e4ndig und so ist schnell die Versuchung da, das Ergebnis zu verf\u00e4lschen. Zudem kann man bei solchen Tests bereits vorher sehen, auf welches Ergebnis es hinauslaufen kann, wenn ich die dementsprechende Antwort gebe. Nimmt man als Beispiel den IQ- Test. Diesen kann man sowohl im Internet, als auch in extra daf\u00fcr ausgerichteten Einrichtungen absolvieren. F\u00fchrt man diesem im Internet durch, kann man in beliebig oft wiederholen und dieses theoretisch auch direkt hintereinander. Hat man also ein gutes Ged\u00e4chtnis, wird man beim zweiten oder dritten Anlauf ein besseres Ergebnis erreichen. Wenn man seinen IQ seri\u00f6s testen lassen m\u00f6chte, ist es besser wenn man diesen Test bei Spezialisten durchf\u00fchren l\u00e4sst. Diese Personen besitzen dann auch die n\u00f6tige Objektivit\u00e4t und Erfahrung die Ergebnisse nachzusehen. Desweiteren sollte man bedenken, dass im Internet so gut wie jeder einen Test online stellen kann. Im Gegensatz dazu wurden seri\u00f6se Testverfahren von Fachkr\u00e4ften entwickelt und berufen sich oft auf bereits vorhandene Theorien zu dem Thema. Dies gescheit unter einem gro\u00dfen Zeitaufwand, w\u00e4hrend das Onlinestellen eines Tests nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Man sollte sogenannten Selbsttest also immer ehrlich und kritisch betrachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Nr. 1<\/span><\/em><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Eine Sch\u00fclerin\/ ein Sch\u00fcler erreicht dauerhaft nicht die geforderten Lehrziele. An welchen Faktoren ( allgemeine Faktoren und ggf. konkrete Beispiele) kann dies liegen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Es kommt h\u00e4ufig vor, dass einzelne Sch\u00fcler einer Klasse dauerhaft nicht die geforderten Lehrziele erreichen. Dies kann verschiedene Hintergr\u00fcnde haben. Im Folgenden werde ich einige Faktoren benennen, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass die Sch\u00fcler\/ Sch\u00fclerinnen nicht die gew\u00fcnschten Ergebnisse erbringen.Zun\u00e4chst kann man die Probleme im Bereich Schule nennen. Ein Sch\u00fcler leidet demnach zum Beispiel unter Lernr\u00fcckst\u00e4nden in entweder einem Fach oder in gleich mehreren F\u00e4chern. Dieses kann sich negativ auswirken, indem das betroffene Kind beispielsweise ungern oder gar nicht in die Schule geht, das Erledigen der Hausaufgaben aufschiebt oder ganz verweigert und unter Depressionen leidet. So werden sich die Defizite immer weiter ausweiten und der verpasste Unterrichtstoff kann kaum noch ohne Hilfe aufgearbeitet werden.Ein weiterer Faktor, warum ein Sch\u00fcler\/eine Sch\u00fclerin nicht das Lernziel erreicht, k\u00f6nnten Schulschwierigkeiten wie eine Lese\/ Rechtschreibschw\u00e4che oder speziell bezogen auf den Mathematikunterricht eine Rechenschw\u00e4che sein. Die Leseschw\u00e4che wird sich auf alle weiteren Unterrichtsf\u00e4cher ausweiten, da der Sch\u00fcler B. auch die Textaufgaben in der Mathematik nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen wird.Des weiteren k\u00f6nnte das Problem beim Lehrer liegen, wohl m\u00f6glich hat der Sch\u00fcler ein Problem mit diesem oder mit seinen Unterrichtsmethoden. Der schlechte Sch\u00fcler k\u00f6nnte evtl. auch unterfordert bzw. \u00fcberfordert mit den Lerninhalten sein.Es kommt bei diesem zu Langeweile oder Abschalten w\u00e4hrend der Unterrichtstunde.Zudem leiden manche Kinder unter Lernschw\u00e4chen und Lernbehinderungen.Es gibt aber auch k\u00f6rperliche Behinderungen, die zu schulischen Defiziten f\u00fchren k\u00f6nnen, wie neurotische St\u00f6rungen und geistige Behinderungen. Auch das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ist ein Grund, warum die betroffenen Sch\u00fcler schlechte schulische Leistungen erbringen. Ihnen fehlt die n\u00f6tige Konzentration um dem Unterrichtsgeschehen zu folgen, denn w\u00e4hrend der Unterrichtsstunde sind sie unaufmerksam, aufgedreht, tr\u00f6deln oder tr\u00e4umen vor sich hin.Neben den bis jetzt genannten Gr\u00fcnden kommen noch famili\u00e4re Faktoren hinzu. Viele deutsche Jugendliche leben in Armut bzw. z\u00e4hlen zur unteren Schicht der Gesellschaft und haben somit verringerte Bildungschancen. Oft reicht das Geld nicht f\u00fcr Nachhilfeangebote aus und die Kinder sind mit den schulischen Anforderungen \u00fcberfordert . Die Probleme ziehen sich immer weiter durch ihre schulische Laufbahn. Dies f\u00fchrt dementsprechend zu Motivationsproblemen.Zudem kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder unter den famili\u00e4ren Zust\u00e4nden leiden und dies wirkt sich auch auf ihre schulische Leistungen aus. Vermehrt werden Kinder in ihren Familien misshandelt oder haben einiges aufgrund einer Scheidung ihrer Eltern mitgemacht.Man darf auch die ethischen Hintergr\u00fcnde nicht au\u00dfer Acht lassen, viele Sch\u00fcler\/innen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund. Dieser ethische Aspekt hat geh\u00f6rigen Einfluss auf die schulischen Leistungen. Viele Kinder\/ Jugendliche der genannten Personengruppe haben vor Schulbeginn keine Deutschkenntnisse erlangt und stehen somit in der Schule vor einer gro\u00dfen sprachlichen Herausforderung. Es ist also wenig verwunderlich, dass sie erhebliche schulische Defizite aufweisen, da sie kaum ein Wort des Gesagten verstehen.Oft f\u00fchlen sich Sch\u00fcler\/innen zudem abgegrenzt aus dem Klassenverband und ziehen sich deswegen zur\u00fcck und erbringen, beispielsweise aus Angst, keine guten m\u00fcndlichen Leistungen. Manchen Schulbesuchern fehlen auch wichtige F\u00e4higkeiten, wie z. B. soziale und emotionale Kompetenzen. Demnach wissen sie in manchen Situationen nicht wie sie sich richtig verhalten m\u00fcssen und werden dadurch unzufrieden oder auch aggressiv. Mit dieser fehlenden Selbstkontrolle f\u00e4llt es ihnen schwer dem Unterricht zu folgen. Oft setzen sich die Sch\u00fcler aber auch zu hohe Lernziele, die sie nicht erreichen k\u00f6nnen und so entsteht eine gewisse Unzufriedenheit. Aber nicht nur die Anspr\u00fcche der Sch\u00fcler selbst sind in den letzten Jahren gestiegen, sondern auch die der Gesellschaft. Alles dreht sich nur noch um gute Noten und die Abschl\u00fcsse und mit diesem enormen Leistungsdruck kommen nicht alle Jugendliche zu recht. Sie machen sich selbst viel zu viel Druck und durch das Nichterreichen der Ziele sinkt ihre Motivation erheblich.Auch die Diskrepanz des Ist- und Soll- Zustands kann zu Leistungsproblemen und Depressionen f\u00fchren. All dies sind einige wenige Gr\u00fcnde und Faktoren, warum Sch\u00fcler\/innen es dauerhaft nicht schaffen, das geforderte Lernziel erreichen.<\/span><\/p>\n<p><strong><em><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Nr.2<\/span><\/em><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Bestimme f\u00fcr die einzelnen Faktoren, welche grunds\u00e4tzlichen Strategien zum Umgang damit bestehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Hat man die schulischen Probleme eines Sch\u00fclers bzw. einer Sch\u00fclerin diagnostiziert, kann man damit beginnen diese zu beheben. Es ist hierbei wichtig, dass man den Ist- und Soll- Zustand genau definiert. Man muss zudem \u00fcberlegen, ab welchem Zeitpunkt man mit der F\u00f6rderung beginnen m\u00f6chte. Es gibt einmal die pr\u00e4ventive F\u00f6rderung, die bereits vor den zu erwartenden Defiziten gegen diese vorgeht, die Intervention, die nach Aufkommen des Konflikts eingreift und die Rehabilitation , die die Sp\u00e4tfolgen versucht zu verringern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Hat beispielsweise ein Sch\u00fcler\/ eine Sch\u00fclerin mit Lernr\u00fcckst\u00e4nden zu k\u00e4mpfen so kann man ein speziell entwickeltes und auf das Problem bezogene Training anwenden. Ein Training besteht aus strukturierten Aufgaben zu einem bestimmten Thema. Dieses Aufgaben werden wiederholt durchgef\u00fchrt, um so das gew\u00fcnschte Ziel zu erreichen. Gleichzeitig werden durch diese Vorgehensweise bestimmte Schemata automatisiert und bleiben dem Probanden nachhaltig in Erinnerung. Mit einem Training kann man folgende Fertigkeiten entwickeln, prozedurale, metakognitive, kognitive und motivierende F\u00e4higkeiten. Des weiteren werden so emotionale und soziale Bereiche, sowie das Lernen sich selbst zu regulieren erlernt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Um gegen die Defizite der Sch\u00fcler vorzugehen kann man auch ausgebildete Berater einsetzen. Diese sind fachkundige Personen und geben den Betroffenen Ratschl\u00e4ge. Hierbei greifen sie nur durch Gespr\u00e4che ein und unterst\u00fctzen den Ratssuchenden bei schwierigen Entscheidungen. Au\u00dferdem geben sie eine Orientierung und Planung f\u00fcr das weitere Vorgehen an und zeigen L\u00f6sungen auf, die bei der Bew\u00e4ltigung der Probleme hilfreich sein k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Eine weitere Methode stellt die Therapie dar. Die Therapie wird allerdings nur bei schwerwiegenden St\u00f6rungen, wie <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\"><span style=\"font-size: small\">neurotischen, sowie Pers\u00f6nlichkeits- und Entwicklungsst\u00f6rungen<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">eingesetzt. Hierbei intervenieren Psychologen und versuchen auf neutraler Basis den Hilfesuchenden zu unterst\u00fctzen. Sie wollen die psychischen Erkrankungen heilen und dazu beitragen, dass der Soll Zustand erreicht wird. So k\u00f6nnen auch die schulischen Leistungen wieder erbracht werden. Bei allen Methoden ist es wichtig, dass alle Beteiligten, d.h. Lehrer, Sch\u00fcler, Eltern des Sch\u00fclers, Freunde und Klassenkameraden dabei sind und die Zielsetzungen die Vorstellungen aller beteiligten Personen aufgreifen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Auch das Coaching kann eine sinnvolle Art sein um zu helfen.Beim Choaching arbeitet der Coach mit der betroffenen Person zusammen und versucht die Person zu begleiten und sie auf den richtigen Weg zu lenken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Beim Mentoring tauschen die jeweils betroffenen Personen Erfahrungen aus und der Erfahrenere gibt bereits gemachte Erkenntnisse weiter und stellt seine Hilfe bei der L\u00f6sung eines Konflikts zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Die Superversion stellt ebenfalls ein Hilfeangebot f\u00fcr Sch\u00fcler dar. Hierbei blickt die hilfesuchende Person mithilfe von z.B. P\u00e4dagogen auf sich selbst. So kann reflektierend auf das Verhalten und die Schwierigkeiten eingegangen und Verbesserungsvorschl\u00e4ge gefunden werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Der Einsatz von Schulpsychologen kann ebenfalls helfen die Probleme der Sch\u00fcler zu beseitigen und somit steht der Leistungssteigerung nichts gravierendes mehr im Wege. Lediglich die Anzahl der Schulpsychologen ist problematisch, da oft ein einziger Schulpsychologe f\u00fcr etliche Sch\u00fcler\/innen zust\u00e4ndig ist.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Nr.3<\/span><\/em><\/strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Auf Grundlage von Aufgabe a) und b): Wo siehst du als Lehrerin\/ Lehrer dein zuk\u00fcnftiges Aufgabengebiet, wo sind deine Grenzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif\">Ich sehe als ein Aufgabengebiet, in meinem zuk\u00fcnftigen Lehrerberuf, den qualitativ hochwertigen Unterricht. Allerdings geht es nicht nur um das Vermitteln von Informationen in diesem Beruf, zudem ist es wichtig, individuell auf die einzelnen Individuen in der Klasse einzugehen, Defizite bei den Sch\u00fclern, am besten schon im Vorfeld, zu erkennen und diese durch gezielte F\u00f6rderma\u00dfnahmen zu verbessern. Bei der individuellen F\u00f6rderung tun sich mir dann aber bereits einige Grenzen auf. Es ist geradezu unm\u00f6glich, auf jeden Sch\u00fcler einzeln einzugehen, ohne wiederum keinen anderen Sch\u00fcler zu vernachl\u00e4ssigen. Au\u00dferdem habe ich mich an die Vorgaben des Schulministeriums zu halten und muss sehen, dass ich die vorgegebenen Themen in einem bestimmten Zeitraum behandle. In diesen Pl\u00e4nen ist die F\u00f6rderung der Sch\u00fcler nicht explizit eingeplant. Des weiteren reicht es nicht aus, wenn nur ich die Kinder f\u00f6rdere, die Eltern m\u00fcssten dies zu Hause fortsetzen, damit ein nachhaltiger Lerneffekt bestehen bleibt. Die wichtigsten Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Denken, Motivation und sozial-emotionale Kompetenzen werde ich dabei versuchen zu \u00fcbermitteln. Jedoch werden die sozialen und emotionalen F\u00e4higkeiten \u00fcberwiegend in der Freizeit mit den jeweiligen Freunden entwickelt und darauf kann ich keinen Einfluss nehmen. All diese Faktoren sollten mit individuellen Strategien gef\u00f6rdert werden. Meine Kollegen\/ meine Kolleginnen sollten ebenfalls darauf bedacht sein, die Sch\u00fcler durch Trainingseinheiten zu f\u00f6rdern, denn so weiten sich die erlernten Schemata auch auf die anderen F\u00e4cher aus.Als Lehrer sollte ich dazu bereit sein, mit den Eltern der Sch\u00fcler eng zusammenzuarbeiten, damit auch diese ihre Kinder individuell f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Bei den Hausaufgaben k\u00f6nnte ich die Aufgabenstellungen so gestalten, dass die Sch\u00fclerschaft ihre Eltern miteinbeziehen muss. So bekommen die Eltern einen Einblick \u00fcber den behandelten Unterrichtsstoff und Defizite k\u00f6nnen wohl m\u00f6glich fr\u00fchzeitig erkannt werden. Ein Muss f\u00fcr den Lehrerberuf ist es ebenfalls, an m\u00f6glichst vielen Fortbildungen teilzunehmen. An diesen Tagen wird man immer wieder neue Informationen erhalten und einiges dazu lernen. Au\u00dferdem sollte es nicht schaden, wenn ich mit anderen Lehrkr\u00e4ften Erfahrungen etc. austausche. So kann man evtl. schon vorzeitig Problemf\u00e4lle erkennen und diesen Hilfe anbieten. Zudem ist die eigene Beobachtung oft nicht die Genaueste und vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei! Dennoch werde ich versuchen m\u00f6glichst genau auf das Verhalten der Sch\u00fcler zu achten und dieses dann im weiteren Verlauf zu diagnostizieren. Das dies nur schwer zu erf\u00fcllen sein wird, ist mir bewusst, da in einer Klasse oft bis zu 35 Sch\u00fcler bzw. Sch\u00fclerinnen vor mir sitzen werden. F\u00fcr eine endg\u00fcltige Diagnose bei Problemf\u00e4llen sollte ich auch, wenn vorhanden, Berater oder Schulpsychologen zur Rate ziehen, da diese ein extra psychologisches Studium durchlaufen haben und mir in diesem Bereich eindeutig dieses Fachwissen fehlt. F\u00fcr einen positiven Lernerfolg der Klasse sollte ich auch einen strukturierten Stundenverlaufsplan haben und mir am Ende eines Unterrichtstages immer wieder die Frage stellen, ob der Tag zufriedenstellend war und ob ich durch eine interessante Unterrichtsgestaltung die Sch\u00fcler zum Mitmachen anregen konnte. Die kritische Selbstreflexion ist demnach ein wichtiger Aspekt in meinem sp\u00e4teren Beruf. Ich sollte aber auch die Meinung meiner Sch\u00fcler nicht au\u00dfer Acht lassen und mir durch Frageb\u00f6gen ein Feedback zu meinen Unterrichtsstrategien einholen. Bei diesen Fragen stehen vor allem die Klarheit, Verst\u00e4ndlichkeit und das lernf\u00f6rderliche Klima im Vordergrund. Es sollten auch viele Gespr\u00e4che zwischen den Sch\u00fclern und mir stattfinden, damit ich meinen Unterricht immer wieder weiterentwickle und ein angenehmes Klassenklima schaffen kann, denn davon profitieren letztendlich beide Seiten! Man sollte sich mit den Sch\u00fclern auch gemeinsame Ziele \u00fcberlegen und ich werde dann versuchen,diese durch meine Unterrichtsmethoden mit allen Sch\u00fclern zu erreichen. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Aufgabe zum 27.05.2012<\/strong><\/span><\/p>\n<p><em><strong>a)Lest den Bericht von Frau Lingen. Welche Wahrnehmungsfehler k\u00f6nnten in der Schilderung auftreten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Frau Lingen ist Mathematiklehrerin eines Gymnasiums und unterrichtet unter anderem eine 9. Klasse. Unter den \u00fcberwiegend leistungsstarken Sch\u00fclern ist einer ihrer wenigen Problemf\u00e4llen der Sch\u00fcler Klaus, der genau wie Frau Lingen, neu in die Klasse gekommen ist. In ihrem Bericht schildert die Gymnasiallehrerin, was auff\u00e4llig an dem Verhalten ihres Sch\u00fclers sei. Klaus w\u00fcrde Leistungsabfragungen oft aus dem Weg gehen, so fehle er beispielsweise oft bei Klassenarbeiten oder Tests und beteilige sich kaum am Unterrichtsgeschehen. Des weiteren versuche er sich lieber an schwierigen Zusatzaufgaben, g\u00e4be aber zu schnell bei leichteren Aufgaben auf. Misserfolge w\u00fcrden ihn sehr verletzen und gute Ergebnisse kaum erfreuen. Bei ihrer Schilderung k\u00f6nnten nun eventuell folgende Wahrnehmungsfehler aufgetreten sein:<\/p>\n<p>Da wir Menschen in Heuristiken denken, um m\u00f6glichst schnell Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen, f\u00e4llen wir oft voreilig Urteile\/ Entscheidungen. Demnach hat sich Frau Lingen m\u00f6glicherweise zu schnell ein Urteil \u00fcber ihren Sch\u00fcler Klaus gebildet. Aufgrund der Tatsache, dass er neu in die Klasse gekommen ist, braucht er vielleicht erst seine Zeit um sich einzugew\u00f6hnen und Frau Lingen schloss daraus, dass er sich verkriechen w\u00fcrde und sich ungern mit seinen Mitsch\u00fclern\/ innen vergleichen l\u00e4sst. Ebenso sucht man als Mensch nach Strukturen, um eine Situation einzuordnen. Unser Gehirn erg\u00e4nzt fehlende Strukturen oder passende Situationen, die eigentlich nicht da sind, damit ein stimmiges Gesamtbild entstehen kann. Man sucht ebenso immer nach einem Sinn bzw. dem Zusammenhang f\u00fcr das Verhalten einer bestimmten Person. F\u00fcr Frau Lingen ist das Verhalten von Klaus laut ihrer Beobachtungen in sich schl\u00fcssig, da er die Aufgaben in Mathe nicht l\u00f6sen kann, meldet er sich nicht und bringt keine guten Leistungen. Das die anderen Lehrer ihr best\u00e4tigen, dass Klaus auch in ihren F\u00e4chern zu den leistungsschw\u00e4cheren Kandidaten z\u00e4hlt, best\u00e4rkt sie zudem in ihrer Meinung. Der Fehler ist hierbei, dass sie nun glaubt, dass Klaus sich immer so verhalten w\u00fcrde und \u00fcberall schlechte Leistungen erzielt. Sie wird ihre Meinung \u00fcber den Sch\u00fcler wohl kaum noch einmal \u00e4ndern.Des weiteren ordnet sie Klaus einer bestimmten Gruppe zu. Sie l\u00e4sst sich von einem Merkmal t\u00e4uschen und bildet so Vorurteile gegen\u00fcber dem schulischen Verhalten von Klaus. Ein Merkmal beeinflusst alle weiteren Beobachtungen und man nimmt absichtlich Informationen, die ins Bild passen viel eher wahr. Demnach habe Klaus Probleme in Mathe und meldet sich deswegen nicht. Au\u00dferdem fehle er aus diesem Grund bei Klassenarbeiten oder schriftlichen Tests. Diese Wahrnehmung ist also immer sehr subjektiv. Ein Wahrnehmungsfehler k\u00f6nnte allerdings auch der Halo- Effekt sein. Bei diesem Effekt, \u00fcberwiegt eine positive bzw. negative Eigenschaft einer Person so sehr, dass sie alles andere \u00fcberschattet und man ebenso \u00fcber alle anderen Merkmale der jeweiligen Person entscheidet. Ist eine positive Eigenschaft auff\u00e4llig, so werde man auch andere Verhaltensweisen als positiv ansehen. Da Klaus an einfachsten Rechenaufgaben scheitert, glaubt Frau Lingen m\u00f6glicherweise, dass er die Zusatzaufgaben mit einem h\u00f6heren Schwierigkeitsgrad sowieso nicht l\u00f6sen k\u00f6nne. Es kann aber auch ein logischer Fehler entstehen, denn Frau Lingen k\u00f6nnte daraus schlie\u00dfen, da Klaus im Mathematikunterricht schlechte Leistungen erbringt, er auch in anderen F\u00e4chern seine Schw\u00e4chen hat. Um diese eventuelle falsche Schlussfolgerung auszuschlie\u00dfen, hat sie den Fall Klaus bereits in einer Lehrerkonferenz angesprochen und sich eine R\u00fcckmeldung dazu abgeholt. Denn es ist wichtig, dass sie ihr Urteil nicht verallgemeinert.<\/p>\n<p><em><strong>b) Analysiert die Probleme, die bei Klaus auftreten. Erkl\u00e4rt diese aufgrund von Motivationstheorien.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ein Problem von Klaus ist seine fehlende Motivation. Er kann sich nicht selbst motivieren. Er hat auch keine konkreten Ziele, er will lediglich ungern die neunte Klasse wiederholen und wollte fr\u00fcher einmal Informatiker werden. Ihm fehlen Motive und das Interesse am Lernen. M\u00f6glicherweise setzt er sich auch selbst so unter Druck, die besuchte Klasse zu schaffen und erreicht so, durch die zu hohen Ziele lediglich noch weniger Motivation. Zudem ist seine Motivation nicht selbst bestimmt, sondern durch die Erwartungen der Eltern beeinflusst. Denn nur aufgrund des Willens dieser, besucht er das Gymnasium und nicht weil er sich selbst dazu entschieden hat. Vielleicht ist der Unterricht auch zu wenig abwechslungsreich und spannend f\u00fcr Klaus und deswegen beteiligt er sich nur wenig am Unterrichtsgeschehen. Er muss auch den eigenen Willen entwickeln, etwas lernen zu wollen und sich selbst intrinsisch zu motivieren. Auch die \u00e4u\u00dferen Faktoren sind f\u00fcr Klaus nicht sonderlich motivationsf\u00f6rdernd, da zum Beispiel das Bed\u00fcrfnis nach der sozialen Eingebundenheit, bei ihm nicht gegeben ist. Er ist neu in die Klasse gekommen und in diesem Fall ist es immer schwer, Anschluss ihn eine bereits zusammengewachsene Gruppe zu finden. Deswegen traut er sich wahrscheinlich auch nicht Mitzumachen im Unterricht. Er kann seine Mitsch\u00fcler noch nicht einsch\u00e4tzen und m\u00f6chte sich nicht blamieren und als dumm dastehen. Des weiteren kann der vorhandene Leistungsdruck die intrinsische Motivation verhindern. Klaus braucht ein angemessenes Anforderungsniveau und auch ein positives Feedback. Es ist wenig f\u00f6rderlich, wenn Frau Lingen von ihm erwartet, sich an das Leistungsniveau der anderen Sch\u00fcler anzupassen. Mit diesem noch gr\u00f6\u00dferen Druck wird ihr Sch\u00fcler nicht zurecht kommen. Dadurch, dass sie ihn unfreiwillig einer einer Leistungskontrolle unterzieht und seine Eltern bittet, seine Hausaufgaben zu kontrollieren, bestraft sie ihn indirekt und Klaus wird nur noch unmotivierter. Die Flow- Theorie l\u00e4sst sich ebenfalls gut auf den Problemfall Klaus beziehen. Ihm w\u00fcrde es gut tun, wenn er einmal ein \u201eFlow- Erlebnis\u201c h\u00e4tte. Hierbei l\u00f6st man Aufgaben, die dem eigenen Leistungsniveau entsprechen. Nur hierbei kann der Flow erlebt werden. Der Anforderungsbereich der Aufgaben darf weder zu schwer, noch zu leicht sein. Zu leichte Aufgaben w\u00fcrden zu Langeweile f\u00fchren, zu Schwere hingegen zu Frustration und Stress. Hierbei sind klare Ziele und R\u00fcckmeldungen zu den Aufgaben sehr wichtig, zudem m\u00fcssen die Anforderungen von Zeit zu Zeit steigen. Dem Leistungsniveau von Klaus entsprechen die Mathematikaufgaben im Unterricht nicht. Da sie zu schwer sind, wird bei ihm Stress ausgel\u00f6st und es klappt nichts mehr. Da er sich selbst auch noch an zu schweren Aufgaben versucht, kann er nicht einmal die einfachsten Aufgabentypen l\u00f6sen. Die Attributionslehre gibt ebenfalls Aufschluss \u00fcber die Probleme von oben genannten Sch\u00fcler. Demnach denkt sich Klaus bei Misserfolgen, dass er Mathe einfach nicht kann. Falls er jedoch einmal einen Erfolg verbuchen kann, glaubt er, dass es nur Gl\u00fcck sei. Dies best\u00e4tigt er in dem Gespr\u00e4ch mit seiner Lehrerin, in dem er sagt, dass er auf der alten Schule nur bessere Noten hatte, weil seine Lehrer dort nachsichtiger gewesen seien. Idealerweise sollte Klaus jedoch so denken, dass wenn er eine gute Note erh\u00e4lt, er stolz auf sich ist, da er diese durch viel Lernen und Flei\u00df erreicht hat und im umgekehrten Fall, bei einer schlechten Note, dass sie n\u00e4chstes Mal wieder besser wird. All dies sind Faktoren, die bei den Problemen von Klaus eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>c)Gebt stichpunktartig an, welche Handlungsm\u00f6glichkeiten sich aufgrund der Theorie f\u00fcr Frau Lingen ergeben.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>-Fr. Lingen muss versuchen, Klaus extrinisch zu motivieren, nur so kann er sich auch selbst motivieren (sollte nicht nur f\u00fcr seine Eltern lernen)<\/p>\n<p>-Sie sollte sich zusammen mit Klaus realistische Ziele \u00fcberlegen und ihn an seinen Traumberuf Informatiker erinnern und daran, dass es sich schon allein deswegen lohnt zu lernen<\/p>\n<p>-Fr. Lingen k\u00f6nnte ihm seinem Leistungsniveau entsprechende \u00dcbungsaufgaben mitgeben ( Flow- Erlebnis bzw. Flow- Theorie)<\/p>\n<p>-Sie k\u00f6nnte versuchen, Klaus mehr in die Klasse zu integrieren (Partnerarbeit beim L\u00f6sen der Aufgaben)<\/p>\n<p>-Fr. Lingen sollte ihn f\u00fcr jeden Fortschritt oder jedes positive Ergebnis loben, nicht bestrafen und ermutigen bei Fehlern weiter zu machen<\/p>\n<p>-Ebenso m\u00f6glichst wenig Druck auf ihn aus\u00fcben (evtl. Suche nach Nachhilfelehrern)<\/p>\n<p>-Falls all das nicht weiterhelfen sollte, wendet sie sich am besten an Fachleute, wie Therapeuten oder Psychologen, denn dann hat Klaus schwerwiegendere Probleme<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Aufgaben zu Block 6<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong><em>a) Welche Funktion sollen Noten erf\u00fcllen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mit Noten haben wir alle gute oder schlechte Erfahrungen gemacht.\u00a0 Laut dem Autor Felix gehen auf diese mehrere Anforderungen zur\u00fcck. Demnach gelten Noten als Ma\u00dfzahlen. Hierbei ist die Notengebung sehr abh\u00e4ngig vom Lehrer und durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse zudem beeinflussbar. Eine weitere Funktion der Noten ist die R\u00fcckmeldung der Kommunikation und Information. Bei dieser Weise erkennt der Lehrer am Besten, ob die gewollten Ziele erreicht wurden. Des weiteren haben unsere Schulnoten eine Anreiz- und Motivationsfunktion. Angetrieben durch den Ehrgeiz, eine gute Note zu erhalten, strengt sich der Sch\u00fcler\/ die Sch\u00fclerin besonders an. Zu dem kommt Ihnen eine Orientierungs- und Sozialisationsfunktion zu. Es ist f\u00fcr einen Sch\u00fcler sehr wichtig, zu sehen, was er f\u00fcr eine Note in einer bestimmten Klausur erreicht hat, f\u00fcr die er individuell viel gelernt hat. Sie haben nat\u00fcrlich auch eine Evaluations- und Kontrollfunktion. Die letztere Variante trifft sowohl auf den Lehrer als auch auf die Sch\u00fcler zu. Beide haben durch die Benotung die Chance sich selbst einzusch\u00e4tzen und sich dementsprechend zu verhalten bzw. das Verhalten zu \u00e4ndern. Eine letzte Funktion ist die Entscheidungsgrundlage zur Auslese und Selektion. Durch die Noten k\u00f6nnen nat\u00fcrlich Ausschlussverfahren, wie Studieng\u00e4nge mit dem Numerus Clausus dazu f\u00fchren, dass die Universit\u00e4ten nur eine begrenzte Anzahl an Studenten aufnehmen d\u00fcrfen. Mit dem besseren bzw. schlechteren Notendurchschnitt steigen bzw. sinken seine eigenen Chancen enorm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>b) Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die Testg\u00fctekriterien?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die drei wichtigsten G\u00fctekriterien Objektivit\u00e4t, Validit\u00e4t und Realibilit\u00e4t sind bei der Notenvergabe nicht v\u00f6llig gegeben. Man muss jedoch bedenken, dass die Note vom Lehrer gebildet wird und nicht das Messinstrument darstellt sondern von dem Urteilsverm\u00f6gen des jeweiligen Lehrers abh\u00e4nget. Betrachtet man zum Beispiel die Objektivit\u00e4t so wird man schnell feststellen, dass das Ergebnis nicht unabh\u00e4ngig vom Lehrer ist. Die Notenvergabe ist und wird immer ein subjektives Urteil des Lehrers sein, denn dieser urteilt nach seiner subjektiven Wahrnehmung \u00fcber den Sch\u00fcler, denn jeder Lehrer hat seinen eigenen Erwartungshorizont und eine individuelle Wahrnehmung. Da die Noten oft nicht zuverl\u00e4ssig sind, ist das G\u00fctekriterium der Realibil\u00e4t ebenfalls nicht gegeben. Eine Klassenarbeit zu einem bestimmten Thema gibt es in ihrer Form meistens nur einmal und man hat keine Vergleichsm\u00f6glichkeiten der erbrachten Note des Sch\u00fclers. Bei der Validit\u00e4t kommt es immer auf das Fach an, in dem Fach Mathematik kann man leichter feststellen, was der Sch\u00fcler bereits alles kann. Man wei\u00df genau, was man \u00fcberpr\u00fcfen m\u00f6chte und hat genaue Vorgaben, wie die Rechenaufgabe gel\u00f6st werden muss. Nimmt man allerdings im Fach Deutsch eine Interpretationsklausur, so ist die Aufgabenbearbeitung sehr individuell und schwieriger zu bewerten, da es nicht das eine richtige Ergebnis gibt, sondern viele Interpretationsm\u00f6glichkeiten zur Auswahl stehen und der Sch\u00fcler seine Meinung nur gut erkl\u00e4ren k\u00f6nnen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>c) Auf Grundlage von a) und b): Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die Ihnen angedachten Zwecke? Beschreibe f\u00fcr mindestens eine Funktion eine aus Deiner Sicht bessere Funktion.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie bereits in den Aufgaben zuvor, kam gut zum Ausdruck das die Noten nicht alle Testg\u00fctekriterien erf\u00fcllen und somit nicht nur als positiv zu bewerten sind. In manchen F\u00e4chern sind sie demnach sinnvoller als in dem Ein oder Anderen. In dem Fach Mathematik, kann man durch die Rechenaufgaben die Leistung leichter durch Klassenarbeiten \u00fcberpr\u00fcfen, als in dem Fach Kunst, wo die Note vom Empfinden des Lehrers sehr subjektiv beeinflusst ist.<\/p>\n<p>Des weiteren werden nicht alle Funktionen erf\u00fcllt, die laut Felix Winter eine Schulnote beinhalten sollte. Ein gro\u00dfes Problem stellt f\u00fcr mich hierbei die Motivationsfunktion dar, denn schnell f\u00fchrt eine schlechte Zensur zu Demotivierung beim Sch\u00fcler. Durch eine schlechte Note,verliert dieser die Lust am Lernen und sein Leistungsniveau sinkt immer weiter. Der Domino- Effekt wird hierbei nicht ausbleiben und die negative Erfahrung sich m\u00f6glicherweise auch auf andere F\u00e4cher ausweiten. Aber auch eine gute Note muss nicht zu gro\u00dfem Eifer f\u00fchren, da sich dieser Sch\u00fcler denken k\u00f6nnte, ich kann es sowieso, also warum sollte ich noch allzu viel Zeit ins Lernen investieren? Aufgrund dieser Tatsachen halte ich es f\u00fcr sinnvoller, wenn man sich weniger auf die Notenvergabe als auf die F\u00f6rderung und Motivationstrategien f\u00fcr die Sch\u00fcler konzentrieren w\u00fcrde. Es ist in Ordnung, wenn man Noten verteilt, man sollte aber dem Sch\u00fcler, der eine schlechtere Zensur erhalten hat, ermutigen, dass die n\u00e4chste Klassenarbeit wieder besser werden kann und mit ihm genau die Fehler besprechen und versuchen, diese individuell zu f\u00f6rdern und ihm das Gef\u00fchl geben, dass man nicht aufgrund von schlechten Noten glaubt, dass er dumm sei oder \u00e4hnliches. Durch dieses gewonnen Vertrauen erreicht man beim Sch\u00fcler dann wiederum die verlorengegangene Motivation, sich wieder anzustrengen. Man muss die Sch\u00fcler, die gute Noten erreichen ebenfalls loben und ihnen aufzeigen, was sie bereits gut k\u00f6nnen und wo eventuell noch Verbesserungen m\u00f6glich w\u00e4ren.Da dieses Vorgehen sehr zeitaufwendig ist, da man sich auf jeden Sch\u00fcler speziell fokussieren muss, ist es sehr schwierig eine F\u00f6rderung jedes Einzelnen zu gew\u00e4hrleisten. Zudem wird es sicherlich F\u00e4lle geben, wo die Motivationsschwierigkeiten an anderen Umst\u00e4nden liegen, als bei einer schlechten Note. Ist dies der Fall sollte man auch Experten zur Rate ziehen und gemeinsam nach L\u00f6sungsans\u00e4tzen suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Aufgaben zu Block 8:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>a) Auf welche umschriebene Teilleistungst\u00f6rung kann man schlie\u00dfen? Welche Differentialdiagnosen sind zu beachten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Im Fall Timo kann von einer Lese- Rechtschreibschw\u00e4che bzw. nur von einer Rechtschreibschw\u00e4che ausgegangen werden. Die von seinem Lehrer genannten Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung, wie zum Beispiel Probleme bei der Gro\u00df- und Kleinschreibung und das Weglassen, Hinzuf\u00fcgen oder Vertauschen einzelner Buchstaben bei W\u00f6rtern, verst\u00e4rken die Vermutung nur weiter. Zudem schreibe Timo oft die gleichen W\u00f6rter immer wieder auf eine andere, neue Art und Weise falsch und wende die Rechtschreibregeln nicht konsequent an. Obwohl sein Lehrer ihn dazu aufgefordert habe, nach seinen Arbeiten diese nochmal auf Fehler zu \u00fcberpr\u00fcfen, w\u00fcrden diese nicht weniger, denn er korrigiere einige W\u00f6rter sogar noch f\u00e4lschlicherweise. Allerdings habe der Sch\u00fcler ein gutes Leseverst\u00e4ndnis und elaboriertes Sprachverhalten, obwohl er beim Lesen ab und zu in der Zeile verrutsche oder er manchmal ins Stocken geriete. Au\u00dferdem fehle ihm das phonologische Bewusstsein und daher seine Schwierigkeiten bei der Differenzierung von Lauten.<\/p>\n<p>Man sollte jedoch beachten, dass man die Lese- Rechtschreibschw\u00e4che von anderen St\u00f6rungen abgrenzen muss. Man sollte dazu \u00fcberpr\u00fcfen, ob der oben genannte Sch\u00fcler nicht etwa unter ADHS oder unter anderen sozialen oder emotionalen St\u00f6rungen leidet. Oder ob seine Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung neurologische Ursachen haben. Trifft auch nur eine der genannten St\u00f6rungen zu, so kann nicht mehr uneingeschr\u00e4nkt von einer Lese- Rechtschreibschw\u00e4che gesprochen werden.<\/p>\n<p><em><strong>b) Welche diagnotischen Schritte sind als n\u00e4chstes sinnvoll?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Es w\u00e4re als N\u00e4chstes wichtig, dass professionell festgestellt wird, ob Timo auch wirklich unter einer Lese- Rechtschreibschw\u00e4che bzw. einer Rechtschreibschw\u00e4che leidet. Zudem sollte man testen ob er unter dem Aufmersamkeitsdifizitsyndrom leidet, da er h\u00e4ufig in den Zeilen verrutscht oder beim \u00dcberpr\u00fcfen seiner Arbeiten Fehler nicht erkennt. Dies deutet auf eine Konzentrationsschw\u00e4che hin. Auch ein IQ- Test sollte nicht fehlen , da es eventuell, was jedoch eher unwahrscheinlich erscheint, die Schwierigkeiten aufgrund mangelnder Intelligenz auftauchen. Denn in den anderen F\u00e4chern wie Mathe hat er keine Probleme mit den Matheaufgaben sondern mit den Textaufgaben. Auch biologische Ursachen sollten durch einen H\u00f6r- und Sehtest ausgeschlossen werden. Es ist zudem ratsam, noch einmal das Gespr\u00e4ch mit dem Betroffenen selbst und seinen Eltern aufzusuchen. Man sollte seine Vermutungen \u00e4u\u00dfern und nach konkreten L\u00f6sungsans\u00e4tzen suchen.<\/p>\n<p><em><strong>C) Welche Interventionsma\u00dfnahmen bieten sich an? <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ist nun sichergestellt, dass Timo tats\u00e4chlich an einer Lese- Rechtschreibschw\u00e4che bzw. Rechtschreibschw\u00e4che leidet, kann man gezielte \u00dcbungen f\u00fcr die einzelnen Schw\u00e4chen ausarbeiten und anwenden. Dabei liegt es auf der Hand, dass Timo gezielt gef\u00f6rdert werden muss und dies nicht nur in der Schule sondern auch durch Trainingsaufgaben zu Hause geschehen muss. Durch diese F\u00f6rderma\u00dfnahmen sollte sein phonologisches Bewusstsein verbessert werden. Da die Eltern allerdings keine Profis im Umgang mit diesem Problem sind, sollten sie eventuell bei Beratungsstellen Hilfe aufsuchen. Diese Fachkr\u00e4fte wissen genau, wie eine gute Hausaufgabenbetreuung und F\u00f6rderung aussehen sollte. Sie wissen auch, was so eine Schw\u00e4che f\u00fcr psychische Auswirkungen haben kann. Vielleicht leidet Timo bereits unter Depressionen oder Mobbing. Des weiteren ist es wichtig, dass man Timo wieder neuen Mut gibt, da durch das Training eine Verbesserung passieren kann und er aufgrund kleinerer Misserfolge nicht allzu schnell aufgeben sollte. Sein Lehrer muss jedoch gleichzeitig darauf achten, dass er Timo nicht bevorzugt oder glaubt, dass er dumm bzw. weniger intelligent sei, als die anderen Sch\u00fcler. Man muss auch aufpassen, dass sich die Klassenkameraden nicht ungerecht behandelt f\u00fchlen und deshalb damit beginnen Timo aus dem Klassenverband auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nr.1 Welche diagnostischen Herangehensweisen ( Verfahren zur Datengewinnung) sind im Kontext Schule anwendbar? Bezogen auf die Schule gibt es verschiedene Herangehensweisen zur Datengewinnung. Eine M\u00f6glichkeit zur Gewinnung dieser stellt eine Beobachtung dar. Bei dieser Methode beobachtet z. 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