{"id":191,"date":"2012-04-23T17:42:33","date_gmt":"2012-04-23T17:42:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/?page_id=191"},"modified":"2012-07-08T15:31:15","modified_gmt":"2012-07-08T15:31:15","slug":"seite-von-mirjam-goke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/atin\/seite-von-mirjam-goke\/","title":{"rendered":"Seite von Mirjam G\u00f6ke"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_191 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_191')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_191').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Die erste M\u00f6glichkeit bezieht sich auf eine Situation im normalen Umfeld, die zweite auf eine k\u00fcnstlich hergestellte.<br \/>\nF\u00fcr die Herangehensweise der standardisierten Beobachtung spricht, dass durch sie Daten gewonnen werden k\u00f6nnen, die das Verhalten in realistischen Situationen einsch\u00e4tzen kann. Au\u00dferdem ist der Aufwand relativ gering, denn die Beobachtung kann nebenbei im Unterricht durchgef\u00fchrt werden. Allerdings sprechen auch einige Aspekte dagegen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass nicht in jeder Situation die Aufzeichnung des Beobachteten m\u00f6glich ist. Hinzu kommt, dass eine Beobachtung kaum objektiv ist und nur schwer von einer Bewertung trennbar ist. So gesehen verf\u00e4lscht die Beobachtung sich selbst.<\/p>\n<p>Eine zweite Methode ist das \u201a(Teil-) Standardisierte Interview. Es beschreibt die Situation, in der mit einem Sch\u00fcler ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch, in einem kleinen Rahmen, gef\u00fchrt wird. Bei dieser Methode ist man sehr flexibel und sie ist hervorragend geeignet um gezielte Informationen zu erlangen. Andererseits fehlt bei einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch der Vergleich zu anderen und es ist m\u00f6glich, dass der Interwiete Antworten gibt, von denen er annimmt, dass sie im Kontext erw\u00fcnscht sind. Dies nennt man eine \u201asoziale Erw\u00fcnschtheit\u2018.<\/p>\n<p>Die dritte Herangehensweise um Daten zu gewinnen, ist die der \u201aDatenanalyse\u2018.<br \/>\nSie spiegelt besonders die individuellen Merkmale wider und ist nur schwer zu f\u00e4lschen. Auch bietet sie einen breiten Zugang zu Daten. Doch spricht der gro\u00dfe Aufwand bei der Durchf\u00fchrung und der Auswertung der Daten oft gegen diese Methode. Gerade auch weil die Ergebnisse sich nur schwer vergleichen lassen und es eine Menge unterschiedlicher Auswertungskriterien gibt, wird in vielen F\u00e4llen von der Datenanalyse abgesehen.<\/p>\n<p>Des Weiteren gibt es die Methode der \u201aStandardisierten Frageb\u00f6gen\u2018, die besonders bekannt ist.<br \/>\nSie ist einfach in der Anwendung und Durchf\u00fchrung, mehrfach verwendbar und auch bei gro\u00dfen Gruppen einsetzbar. Jedoch ist gerade die Entwicklung solcher Frageb\u00f6gen nicht sehr einfach. Es braucht viel Geduld und auch Geschick einen Fragebogen zu entwickeln, der nicht nur die G\u00fctekriterien erf\u00fcllt, sondern am Ende auch ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u00a0 erzielt. Auch hier spielt die soziale Erw\u00fcnschtheit eine Rolle, denn gerade wenn schon Antworten vorgegeben sind, k\u00f6nnte es der Testperson leicht fallen, die Antworten anzukreuzen, die ein optimales Ergebnis bringen, nicht aber der Wahrheit entsprechen. Daher ist es auch wichtig, dass ein solcher Fragebogen nicht durchschaubar ist, und die Testpersonen gleich durchschauen, welche Antworten sie geben m\u00fcssen, um das von ihnen gew\u00fcnschte Ergebnis zu erreichen.<\/p>\n<p>Als letzte Herangehensweise gibt es das \u201aStandardisierte Testverfahren\u2018. In diesem Fall sind keine Antworten vorgegeben und m\u00fcssen nur noch angekreuzt werden, sondern die getesteten Personen m\u00fcssen selber eine Antwort auf die gestellten Fragen schreiben.<br \/>\nDadurch wird eine gr\u00f6\u00dfere Vergleichbarkeit erm\u00f6glicht und die Verf\u00e4lschungsgefahr gesenkt. Diese Methode ist ebenfalls auch bei Gruppen anwendbar und sie l\u00e4sst einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Raum f\u00fcr die Auswertung, sowie die Interpretation der Ergebnisse. Doch bei vielen Merkmalen ist ein Testverfahren in dieser Form weniger sinnvoll, teilweise sogar nicht m\u00f6glich. Auch der erhebliche Aufwand bei der Entwicklung eines solchen Tests, spricht in gewisser Weise gegen diese Methode. Hinzu kommt auch noch, dass so ein Test nur einmal durchgef\u00fchrt, und nicht wiederholt werden kann, denn die Fragen w\u00e4ren in diesem Fall schon bekannt, und das w\u00fcrde das Ergebnis verf\u00e4lschen.<\/p>\n<p>Keine von den genannten Herangehensweisen kann als die \u201eBeste\u201c bezeichnet werden, denn alle haben ihre Vor- und Nachteile. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten am besten mehrere Testverfahren durchgef\u00fchrt und die Ergebnisse abgeglichen werden.<br \/>\nb)<br \/>\nWie gut Testverfahren sind, kann man an drei unterschiedlichen G\u00fctekriterien feststellen. Diese Kriterien sind einmal die Objektivit\u00e4t,\u00a0 die Reliabilit\u00e4t und die Validit\u00e4t. Damit die Tests und ihre Auswertungen m\u00f6glichst aussagekr\u00e4ftig sind, sollten sie diese Kriterien erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ein Test wird als objektiv angesehen, wenn das ermittelte Ergebnis unabh\u00e4ngig vom Testleiter ist. Das hei\u00dft, der Versuchsplan, der Ablauf, die Durchf\u00fchrung, die anschlie\u00dfende Datenanalyse und auch die Interpretation ist so genau dokumentiert, dass die Untersuchung mit einem anderen Versuchsleiter genauso durchgef\u00fchrt werden kann, und das gleiche Ergebnis bringt. Diese Transparenz ist sehr wichtig, damit f\u00fcr jeden nachvollziehbar ist, wie die Untersuchung abgelaufen ist, und wie das Ergebnis zustande gekommen ist.<br \/>\nEs gibt drei Arten von Objektivit\u00e4t, die voneinander unterschieden werden.<br \/>\nDie erste Art, ist die Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t. Sie besagt, dass das Testergebnis unabh\u00e4ngig vom Leiter der Untersuchung ist und, dass alle die, die sich dem Test unterziehen, die gleichen Anforderungen haben.<br \/>\nAls zweite Art kommt die Auswertungsobjektivit\u00e4t hinzu. Hier wird betont, dass das Ergebnis unabh\u00e4ngig vom Auswerter ist. Das hei\u00dft, egal wer den Test auswertet, das Ergebnis muss immer dasselbe bleiben.<br \/>\nDie letzte Art ist die Interpretationsobjektivit\u00e4t, die besagt, dass in die Interpretation eines Testergebnisses keine individuellen Deutungen eingehen d\u00fcrfen. Hilfreich ist hierbei die Nutzung von Normen und Vergleichsma\u00dfst\u00e4ben.<\/p>\n<p>Das zweite Kriterium ist das der Reliabilit\u00e4t, was so viel wie \u201aZuverl\u00e4ssigkeit\u2018 bedeutet. Die Genauigkeit spielt dabei eine gro\u00dfe Rolle, denn Messfehler verf\u00e4lschen das Ergebnis.<br \/>\nAuch hier wird zwischen unterschiedlichen Methoden unterschieden. Bei der Reliabilit\u00e4t wird von Testwiederholungs-Reliabilit\u00e4t, Paralleltest-Reliabilit\u00e4t, Testhalbierungs-Reliabilit\u00e4t und einer internen Konsistenz gesprochen. Auf eine der Methoden m\u00f6chte ich etwas n\u00e4her eingehen.<br \/>\nDie Testwiederholung, auch \u201aRetest\u2018 genannt, besagt, dass derselbe Test unter denselben Verh\u00e4ltnissen wiederholt wird. Die Korrelation zwischen dem ersten und dem zweiten Testergebnis ergibt dann die Retestreliabilit\u00e4t, die Teststabilit\u00e4t. Probleme, die bei diesem Verfahren auftreten k\u00f6nnen, sind zum einen Erinnerungs- und \u00dcbungseffekte, die m\u00f6glichst vermieden werden sollten. Um dies vorauszusetzen, m\u00fcsste man einen langen Zeitraum zwischen den beiden Testterminen verstreichen lassen. Dagegen spricht jedoch, dass reale Schwankungen des erfassten Merkmals \u00fcber die Zeit zu Untersch\u00e4tzung der messtechnischen Qualit\u00e4ten f\u00fchren. Hierf\u00fcr w\u00e4re ein kurzer Zeitraum f\u00f6rderlicher.<\/p>\n<p>Die Validit\u00e4t eines Tests bezeichnet die G\u00fcltigkeit der Untersuchung. Sie sagt aus, ob man mit dem Test wirklich das misst, was man auch messen will. Dieses ist das wichtigste der G\u00fctekriterien, denn es setzt eine hohe Objektivit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t schon voraus, um eine hohe Validit\u00e4t zu erreichen. Hat man eine hohe Validit\u00e4t erreicht, ist es m\u00f6gliche eine Generalisierung vorzunehmen und von dem Verhalten in der Testsituation auf das Verhalten in anderen Situationen zu schlie\u00dfen. Die Validit\u00e4t ergibt sich aus der Korrelation eines Testscores mit einem Au\u00dfenkriterium.<br \/>\nUnterschieden wird zwischen der \u201aValidierung mittels eines Kriteriums\u2018 (Beispiel: Alkoholismus Test und einer klinischen Diagnose), der \u201aValidierung mittels eines Quasikriteriums\u2018 (Beispiel: neuer und alter IQ-Test) und der \u201aValidierung mittels einer Target-Variable\u2018 (Beispiel: Risikofreudigkeit und Unfallh\u00e4ufigkeit).<br \/>\nAu\u00dferdem wird in Bezug auf die Zeit\u00a0 eine weitere Unterscheidung vorgenommen. Mit \u201aKonkurrenter Validit\u00e4t\u2018 ist gemeint, dass der Test und das Kriterium gleichzeitig erfasst werden, und bei der \u201aPr\u00e4diktiven Validit\u00e4t\u2018 wird erst der Testscore ermittelt, und nach einer Zeit erst, das Kriterium gemessen.<\/p>\n<p>Dies sind die drei G\u00fctekriterien, an denen man erkennen kann, wie gut ein Testverfahren wirklich ist.<\/p>\n<p>c)<br \/>\nDie \u201aseri\u00f6sen\u2018 Testverfahren unterscheiden sich insofern von Selbsttest aus Illustrierten oder dem Internet, indem sie auf ganz unterschiedliche Weisen durchgef\u00fchrt werden, und kaum eines der G\u00fctekriterien erf\u00fcllt.<br \/>\nBei Tests in Illustrierten ist die Objektivit\u00e4t allein dadurch schon nicht gegeben, dass die Auswertung durch die Person selbst vollzogen wird. Muss man selber die erreichten Punkte z\u00e4hlen, ist es ein Leichtes f\u00fcr die Person zu schummeln, um zum Beispiel mehr Punkte zu erlangen. Das Ergebnis ist also nicht gezwungener Ma\u00dfen vom Untersucher unabh\u00e4ngig. Auch die Interpretation des Ergebnisses wird von jedem selbst vorgenommen, und stellt kein einheitliches Ergebnis dar. Au\u00dferdem hat die einzelne Person keine Einsicht, inwiefern die \u201aAuswertungstexte\u2018, die in Illustrierten am Ende eines jeden Tests stehen, ein glaubw\u00fcrdiges Ergebnis darlegen. Es gibt keine Sicherheit, dass das Ergebnis wirklich einer seri\u00f6sen Studie entnommen ist, und nicht einfach von irgendwem erfunden wurde.<br \/>\nDie Reliabilit\u00e4t ist bei solchen Test auch nicht gegeben, weil normalerweise keine der unterschiedlichen Methoden angewendet wird. Der Test wird nur einmal gemacht und es gibt auch keine Parallelgruppen, die den gleichen Test machen, und deren Ergebnis in die Auswertung mit einflie\u00dft. Auch ist es keine wirkliche Testsituation, in der der Test gemacht wird. Man l\u00e4sst sich viel mehr von Launen leiten und entscheidet spontaner, als bei anderen Tests, bei denen es um etwas geht, wie zum Beispiel in der Schule.<br \/>\nVon diesen Kritikpunkten abgesehen, unterscheiden sich die Selbsttests allein schon darin, dass sie in den meisten F\u00e4llen nicht so gestellt sind, dass eine Validit\u00e4t festgestellt werden kann.<br \/>\nZumeist sind die Antwortm\u00f6glichkeiten nicht ausreichend und die Fragen nicht durchdacht, dass die Auswertung ein generalisierbares Ergebnis bringt.<br \/>\nBei Selbsttest in Illustrierten ist dies allerdings auch nicht zwingend n\u00f6tig, denn sie dienen gr\u00f6\u00dftenteils der Unterhaltung und sollten nicht f\u00fcr ernsthafte Studienzwecke genutzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-large\">Aufgabe(n) zu Block 4 : Ausarbeitung<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine Sch\u00fclerin\/ein Sch\u00fcler erreicht dauerhaft nicht die geforderten Lehrziele. An welchen Faktoren (allgemeine Faktoren und ggf. konkrete Beispiele) kann dies liegen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Um einen Lernerfolg \u00fcberhaupt erzielen zu k\u00f6nnen, sind einige F\u00e4higkeiten Voraussetzung. Dazu geh\u00f6ren die kognitiven, die motivationalen, die selbstregulativen, die sozialen und die emotionalen F\u00e4higkeiten. Hinzu kommt, dass beim Lernen eine gewisse Aufmerksamkeit bestehen muss und jede\/r Sch\u00fcler\/in \u00fcber eine gewisse Denkkompetenz verf\u00fcgen muss. Wenn diese Voraussetzungen nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, kann vom Betroffenen keine dauerhaft erfolgreiche Leistung erbracht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Die wichtigste F\u00e4higkeit, die ein Sch\u00fcler besitzen muss, ist die kognitive. Das hei\u00dft, er oder sie muss in der Lage sein, vom Verst\u00e4ndnis her die Aufgaben bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Fehlt zum Beispiel die n\u00f6tige Intelligenz, ist es f\u00fcr die Person unm\u00f6glich, im Lernstoff mitzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Hinzu kommt die motivationale F\u00e4higkeit, die beschreibt, dass ein Sch\u00fcler gen\u00fcgend motiviert sein muss, um l\u00e4ngerfristig an Aufgaben zu arbeiten. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Motivationstypen unterschieden werden. Einmal, die Motivation, die von Anderen, also von au\u00dfen gegeben wird, zum Beispiel von Eltern, oder Lehrern, die den Sch\u00fclern deutlich machen, wof\u00fcr sie eigentlich lernen, und ihnen zeigen, was<br \/>\nsie sp\u00e4ter davon haben. Zum anderen kann die Motivation auch von jedem selber<br \/>\nausgehen. Manchen Personen reicht es v\u00f6llig aus, dass sie selber wissen, was<br \/>\nsie warum tun. Diese Gruppe braucht nur wenig bis gar keinen Ansto\u00df von<br \/>\nAnderen, um ihre Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Diese F\u00e4higkeit ist<br \/>\nbesonders wichtig, denn oftmals scheitert es nicht an der kognitiven Kompetenz<br \/>\nder Sch\u00fcler, sondern einfach daran, dass sie keine Lust haben zu lernen und<br \/>\nnicht ausreichend motiviert sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Die selbstregulativen F\u00e4higkeiten beschreiben, in wie weit die betroffene Person in der Lage ist, ihr Handeln selbst zu steuern. Anders ausgedr\u00fcckt hei\u00dft das, ob die Person sich selbst und ihr Lernen selber organisieren kann. Zum Erfolg geh\u00f6rt auch, dass man lernt, selbstst\u00e4ndig zu arbeiten. Damit ist nicht nur gemeint, dass die<br \/>\nAufgaben von jedem selber erarbeitet werden, sondern auch, dass man sich selber<br \/>\ndie Zeit einteilt und so plant, dass am Ende m\u00f6glichst alles erfolgreich<br \/>\nabgeschlossen werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Des Weiteren wird eine soziale Kompetenz ben\u00f6tigt, um Lernerfolge zu erzielen. Nat\u00fcrlich gibt es auch Ausnahmen, die v\u00f6llig ohne jegliche soziale Anbindung im schulischen Sinne erfolgreich sind, doch ist in der Regel ein sozial harmonisches Arbeitsklima f\u00f6rderlich f\u00fcr die Ergebnisse. Jemand, der sich im Klassenverband nicht<br \/>\nanpassen kann, oder von seinen Mitsch\u00fclern nicht akzeptiert wird, hat es auch<br \/>\nim Hinblick auf das Lernen schwerer. Die Arbeitsatmosph\u00e4re ist von gro\u00dfer<br \/>\nBedeutung, und wenn sich ein einzelner nicht wohlf\u00fchlt, beeintr\u00e4chtigt dies<br \/>\nseine Leistung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Als letztes werden die emotionalen F\u00e4higkeiten genannt. Sie beinhalten, dass die Sch\u00fcler emotional stark und gesund sein sollten, um den geforderten Standards gerecht zu werden. Eine emotional labile Person, die ihre Gef\u00fchle nicht im Griff hat,<br \/>\nbeeintr\u00e4chtigt nicht nur sich selbst, sondern kann durch ihre Gef\u00fchlsausbr\u00fcche<br \/>\nauch die anderen Sch\u00fcler um sie herum st\u00f6ren. Daher ist es notwendig f\u00fcr den<br \/>\nnormalen Schulalltag, dass die emotionale Lage eines Jeden m\u00f6glichst in einem<br \/>\nausgeglichenen Zustand ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Unerl\u00e4sslich ist ebenfalls die Aufmerksamkeit und Konzentration. Um eine gute Leistung zu bringen, muss sich jeder Sch\u00fcler konzentrieren und nicht so leicht ablenken lassen. Oft lockt die Umgebung mit Reizen, sich dem Thema abzuwenden, doch wer ein gutes Ergebnis erreichen will, darf sich davon nicht beeinflussen lassen und muss bei seiner eigentlichen Aufgabe bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Die Denkkompetenz des induktiven Denkens geh\u00f6rt zu den kognitiven F\u00e4higkeiten und beschreibt den Vorgang, wenn ein Sch\u00fcler aus blo\u00dfen Beobachtungen heraus auf Regelhaftigkeiten schlie\u00dfen kann, er also nicht nur wahrnimmt, sondern das, was er gesehen hat, auch verarbeiten und wieder anwenden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Dies sind alles Faktoren, die auf das Ergebnis Einfluss haben. Um besonders gute Leistungen zu erbringen, sollten m\u00f6glichst viele Faktoren gegeben sein. Das hei\u00dft aber nicht, dass ein Sch\u00fcler, der ein Kriterium nicht erf\u00fcllt, schlecht ist, sondern gibt lediglich Auskunft dar\u00fcber, dass an den fehlenden Kriterien noch gearbeitet werden<br \/>\nsollte, um eine bessere Leistung zu erzielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bestimme f\u00fcr die einzelnen Faktoren, welche grunds\u00e4tzlichen Strategien zum Umgang damit bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Um Sch\u00fclern mit dauerhaften Problemen in der Schule helfen zu k\u00f6nnen, werden in der Regel F\u00f6rderma\u00dfnahmen angeboten. Bevor diese jedoch anfangen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die genauen Probleme der Sch\u00fcler diagnostiziert werden. Der Ist-Zustand muss also genau bekannt sein, damit man an den richtigen Stellen f\u00f6rdern kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Alle unter a) genannten Faktoren k\u00f6nnen mit der Trainingsmethode gef\u00f6rdert werden. Das hei\u00dft, dass ein anderes, ein besseres Verhalten erlernt wird, welches in den gegebenen Situationen angewendet werden soll. Dieses Verhalten, oder auch diese F\u00e4higkeiten, die vermittelt werden, werden anschlie\u00dfend immer wieder<br \/>\nwiederholt. Dadurch werden mit der Zeit die F\u00e4higkeiten aufgebaut, bis sie in<br \/>\ndas normale Verhalten der Sch\u00fcler \u00fcbergehen, und irgendwann ganz<br \/>\nselbstverst\u00e4ndlich angewendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Zudem k\u00f6nnen einzelne Faktoren auch noch durch andere Methoden verbessert werden. Die selbstregulativen F\u00e4higkeiten zum Beispiel, k\u00f6nnen durch eine Beratung mit der betroffenen Person besprochen werden. Dabei bekommt die Person Tipps von jemanden Professionellen, der ihm helfen kann, sein Leben und seine Aufgaben selber zu planen und Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Die sozialen und emotionalen F\u00e4higkeiten k\u00f6nnen auch sehr gut in einer Therapie behandelt werden; vor allem wenn bereits eine Verhaltens- oder Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung vorliegt, ist dies meist die beste Methode.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Abschlie\u00dfend kann man sagen, dass es mehrere verschiedene Wege gibt, Defizite in den unterschiedlichsten Bereichen aufzuarbeiten. Allerdings n\u00fctzt keine Methode dauerhaft etwas, wenn das Gelernte nicht immer wieder gelernt und angewendet wird. Daher ist das sogenannte Training, der wichtigste Teil, der zu jeder F\u00f6rderung geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">c)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auf Grundlage von Aufgabe a) und b): Wo siehst Du als Lehrerin\/Lehrer Dein<br \/>\nzuk\u00fcnftiges Aufgabengebiet, wo sind Deine Grenzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00a0Im Hinblick auf die bearbeiteten Aufgaben ist eine der wichtigsten Aufgabe eines Lehrers, neben der Wissensvermittlung, die Diagnose von Problemen und die entsprechende F\u00f6rderung der Sch\u00fcler. Ein Lehrer sollte optimaler Weise immer einen Blick darauf haben, wie die Sch\u00fcler im Einzelnen mit den Anforderungen klar kommen. Nat\u00fcrlich ist das bei den vielen Sch\u00fclern, die ein Lehrer zu betreuen hat schwer, und da liegen auch gr\u00f6\u00dftenteils die Grenzen, doch ohne diese Diagnose geht es nicht. Nur sehr wenige Sch\u00fcler geben von alleine zu, dass sie im Unterricht nicht klar kommen. Bei den anderen muss der Lehrer selber gucken, um Defizite so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu erkennen und Gegenma\u00dfnahmen einzuleiten. Es ist klar, dass nicht ein einziger Lehrer, jedem Sch\u00fcler pers\u00f6nlich helfen kann, aber daf\u00fcr gibt es auch<br \/>\nbesondere F\u00f6rderstunden und Nachhilfeangebote. Diese Diagnose von Defiziten ist<br \/>\nnicht nur auf den inhaltlichen Unterricht begrenzt, sondern bezieht sich auch<br \/>\nauf das soziale Verhalten, soweit dieses in der Schule beurteilt werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Aufgabe(n) zu Block 5: Ausarbeitung<\/h1>\n<p><span style=\"color: #000000\">a)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">In Frau Lingens Schilderung k\u00f6nnten mehrere verschiedene Wahrnehmungsfehler auftreten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Zum einen k\u00f6nnte sie falsche Stereotype \u00fcber ihn gebildet haben. Sie k\u00f6nnte zum Beispiel seine fehlende Mitarbeit und das fehlende Interesse an der Bewertung seiner Leistungen darauf schieben, dass er neu dazu gezogen ist, und sich noch nicht richtig integrieren konnte. Vor einer Gemeinschaft, zu der er selber nicht geh\u00f6rt, will er sich nicht blamieren und sagt deshalb nichts. Oder er will nicht blo\u00dfgestellt werden und fordert daher keine Beurteilung \u00fcber seine Leistung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Zum anderen k\u00f6nnte aber auch der sogenannte \u201eHalo\u201c-Effekt eingetreten sein. Frau Lingen k\u00f6nnte von Klaus schlechten Noten darauf schlie\u00dfen, dass er faul ist und nichts f\u00fcr die Schule tut. Dabei wird in dem Text nicht deutlich, ob Klaus wirklich nicht ausreichend lernt. Vielleicht \u00fcberstrahlen seine Noten die Tatsache, dass er lernt, und es trotzdem nicht schafft. Dadurch erkennt die Lehrerin seine Arbeit und den Aufwand den er sich macht, gar nicht an. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Des weiteren k\u00f6nnte auch der \u201eKontrast\u201c-Effekt auftreten, denn wie in der Einleitung gesagt, ist die Klasse von Frau Lingen eine leistungsstarke Klasse. In einem Umfeld von leistungsstarken Sch\u00fclern, f\u00e4llt der Einzelne schlechtere Sch\u00fcler nat\u00fcrlich mehr auf, weil der Kontrast zwischen ihnen viel gr\u00f6\u00dfer ist. Dann kann es beispielsweise sein, dass Klaus gar nicht so schlecht ist, wie er dargestellt wird, sondern einfach nur schlechter wirkt, weil alle anderen besser sind. In einer Klasse von weniger leistungsstarken Sch\u00fclern, w\u00fcrde Klaus vielleicht besser benotet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Als letztes k\u00f6nnte auch noch die implizite Pers\u00f6nlichkeitstheorie auftreten. Frau Lingen k\u00f6nnte Klaus h\u00e4ufiges Fehlen bei Pr\u00fcfungen damit verkn\u00fcpfen, dass er den Lernstoff nicht beherrscht. Dabei k\u00f6nnte es auch sein, dass er wirklich anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten ist, und insgesamt \u00f6fter fehlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: small\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Allgemein w\u00fcrde ich Frau Lingens Verhalten als falsch bewerten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Aus dem was ich pers\u00f6nlich aus ihrer Beschreibung von Klaus entnehme, sch\u00e4tzt sie ihn falsch ein und handelt daher auch kontraproduktiv.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">So wie Klaus im Text beschrieben wird, hat er gar keine gro\u00dfen Chancen auf Erfolg. Er bekommt von allen Seiten Druck, dem er nicht gerecht werden kann, und seine Lehrerin erh\u00f6ht diesen Druck noch zus\u00e4tzlich. Klaus kann aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, den Erwartungen, die an ihn gestellt werden, nicht erf\u00fcllen. Er sagt selber, dass seine Eltern wollen, dass er das Gymnasium besucht. Daraus schlie\u00dfe ich, dass Klaus von zuhause Druck bekommt, damit er gute Noten schreibt. Da er dies nicht schafft, hat er schon gro\u00dfe Versagens\u00e4ngste und kein Selbstvertrauen mehr. \u00dcber Erfolgserlebnisse kann er sich nicht freuen, weil die Misserfolge \u00fcberwiegen. Seine Eltern haben ihm seinen Berufswunsch schon ausgeredet, weil er daf\u00fcr nicht gut genug sei. Klaus nimmt all dies resignierend hin und verzweifelt selber dar\u00fcber. Wie Frau Lingen auch schreibt, traut er sich selbst nicht viel zu. Aber anstatt Klaus diesen Druck zu nehmen, baut seine Lehrerin noch mehr Druck auf. Sie korrigiert bei jeder Gelegenheit und macht seine Eltern noch mehr darauf aufmerksam darauf zu achten, dass Klaus mehr lernt. Der Druck den Klaus bekommt, wird sich dadurch nur erh\u00f6hen, und ich glaube nicht, dass Klaus das helfen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: small\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: small\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">b)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Bei Klaus kommen einige Probleme zusammen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Sein gr\u00f6\u00dftes Problem sind die schlechten Leistungen, die er in der Schule erbringt. Hinzu kommt, dass er im Unterricht nicht mitarbeitet, den Pr\u00fcfungssituationen aus dem Weg geht, also h\u00e4ufiger fehlt, dass er schnell aufgibt, wenn er keine L\u00f6sung findet, dass er sich an den falschen Aufgaben oder Ma\u00dfst\u00e4ben orientiert, und dass er die Hilfestellungen, die ihm gegeben werden ignoriert. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Alles in allem k\u00f6nnte man sagen, ihm fehlt jegliche Motivation. Klaus hat sowohl keine intrinsische, als auch keine extrinsische Leistungsmotivation. Dadurch, dass er das Gymnasium nicht aus eigenem Willen besucht, hat er keine intrinsische Motivation zu lernen und gute Ergebnisse zu erreichen. Dadurch, dass er eben nur schlechte Noten erreicht, bekommt er auch keine extrinsische Motivation, wie zum Beispiel die Belohnung von au\u00dfen durch gute Noten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Das Problem, das er hat, wodurch er keine Motivation aufbauen kann, ist das fehlende Interesse. Klaus ist mittlerweile an einem Punkt, an dem er nur noch resignierend wahrnimmt, dass er zu schlecht ist. Von seinen Eltern bekommt er das zu h\u00f6ren, wenn sie ihm sagen, dass er f\u00fcr seinen Wunschberuf nicht qualifiziert genug ist, und in der Schule bekommt er dies durch die Noten vermittelt. Auch wenn er anfangs vielleicht noch versucht hat, im Unterricht und im Inhaltlichen mitzukommen, hat er dies bereits aufgegeben. Er will gar keine Noten mehr bekommen, und versucht deshalb, solange wie m\u00f6gliche um Pr\u00fcfungen herumzukommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: small\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: small\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">c) <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Handlungsm\u00f6glichkeiten:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">\u00a0<\/span>Es sollte gepr\u00fcft werden, ob Klaus f\u00fcr die Schulform des Gymnasiums geeignet ist.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">\u00a0<\/span>Der Druck, der auf ihm lastet, sollte ihm genommen werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">\u00a0<\/span>Ihm sollte die M\u00f6glichkeit geboten werden neu anzufangen. Das hei\u00dft, ihm muss klar gemacht werden, dass es nicht schlimm ist, zum Beispiel eine Klasse zu wiederholen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman\">\u00a0<\/span>Klaus sollte lernen, wie man richtig lernt. Ihm sollten Methoden beigebracht werden, wie er sich selbst organisieren und selbstst\u00e4ndig lernen kann.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\">Es muss ein Weg gefunden werden, wie Klaus motiviert werden kann, sodass er selber einen Sinn darin sieht, die Schule fertig zu machen und erfolgreich zu sein.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\">Sein Selbstvertrauen muss ihm zur\u00fcckgegeben werden. Um Erfolg zu haben, muss er selber an sich glauben.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\">Klaus muss durch Erfolgserlebnisse belohnt werden. So wird er angetrieben und motiviert.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\">Er muss neues Vertrauen fassen. Sowohl in seine Eltern, als auch in seine Lehrer. Sie d\u00fcrfen ihn nicht auf seine Leistungen reduzieren.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000\">Er sollte in die Klassengemeinschaft integriert werden.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\"><span style=\"font-size: small\">\u00a0<\/span>Aufgabe(n) zu Block 6<\/span><\/span><\/h1>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">a)<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Welche Funktionen sollen Schulnoten erf\u00fcllen?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die Schulnoten erf\u00fcllen eine Reihe wichtiger Funktionen, die f\u00fcr den Schulalltag unerl\u00e4sslich sind. Auch wenn das aktuelle Notensystem scharf kritisiert wird, hat man noch keine bessere Methode gefunden, wie Leistungen von Sch\u00fclern richtig bewertet werden k\u00f6nnen. Solange dies der Fall ist, wird man beim jetzigen System bleiben und die Sch\u00fcler mit Noten von 1-6 bzw. 0-15 Punkten benoten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Im Folgenden werden die acht unterschiedlichen Funktionen von Schulnoten aufgez\u00e4hlt und kurz erl\u00e4utert.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">1.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Noten als Ma\u00dfzahlen f\u00fcr Leistungen<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Der eigentliche Sinn der Noten ist es, die Sch\u00fcler, sowie ihre Eltern, \u00fcber die erbrachten Leistungen zu informieren. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass die Note eines einzelnen Sch\u00fclers, nur im Verband der ganzen Klasse eine Aussagekraft erh\u00e4lt. Aus dem Kontext herausgenommen verliert sie v\u00f6llig an Bedeutung, denn sie ist nicht mit Noten aus anderen Klassen vergleichbar. Das liegt daran, dass es sowohl in den unterschiedlichen Bundesl\u00e4ndern, als auch in verschiedenen Schulen oder Klassen verschiedene Bewertungssysteme gibt. Um eine bestimmte Note zu bekommen, muss man an unterschiedlichen Schulen unterschiedlich viel tun, daher kann man nicht sagen, dass ein Sch\u00fcler, der in seiner Schule nur schlechte Noten schreibt, in einer anderen Schule genauso schlecht w\u00e4re. Andersherum ist es aber auch keine Garantie f\u00fcr gute Sch\u00fcler, dass sie an einer anderen Schule auch so gut w\u00e4ren. H\u00e4ufig liegen diese unterschiedlichen Bewertungen an der fehlenden Objektivit\u00e4t und Validit\u00e4t der Lehrer. Durch Urteilsfehler und sachfremde Einfl\u00fcsse k\u00f6nnen ihre Bewertungen verf\u00e4lscht werden. Daher sollten die Lehrer besser auf die bevorstehende Beurteilungsaufgabe vorbereitet werden. Au\u00dferdem sollte die Benotung inhaltlich klarer verankert und die Handhabung der Benotung verbessert werden. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, die Sch\u00fcler \u00fcber die Aussagekraft der Noten aufzukl\u00e4ren. Sie sollten sich bewusst sein, dass eine Note lediglich eine subjektive Einsch\u00e4tzung ihrer Leistungsh\u00f6he ist. Bei dieser Beurteilung auf eine Zahl zur\u00fcckzugreifen ist insofern ungl\u00fccklich, da die alleinige Zahl nichts Inhaltliches aussagt. Vielmehr sollten die Sch\u00fcler eine Bewertung in Form eines ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4chs bekommen, in dem ihnen ihre St\u00e4rken und Schw\u00e4chen genau erl\u00e4utert und m\u00f6gliche Verbesserungen vorgeschlagen werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">2.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Rolle der Note als Mittel der R\u00fcckmeldung und Kommunikation<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die wichtigste p\u00e4dagogische Funktion der Noten ist die R\u00fcckmeldung f\u00fcr die Sch\u00fcler. Dieser informative Aspekt geh\u00f6rt zum Prozess des Lernens dazu. Da der Leistungsstand aber nur in Form einer Zahl wiedergegeben wird, sehen die Sch\u00fcler darin nur den Rang, auf dem sie sich im Klassenverband befinden. Die Sicht dieser Note kann durch emotionale Botschaften, die in der Bewertung mitschwingen, ver\u00e4ndert werden. Das hei\u00dft, dass zum Beispiel Sch\u00fcler, die nicht zufrieden mit ihrer Note sind, glauben, der Lehrer k\u00f6nne sie nicht leiden. Allgemein ist die Note als Mittel der R\u00fcckmeldung nicht geeignet. Sie ist nicht pr\u00e4zise genug, um den genauen Leistungsstand eines jeden Sch\u00fclers gerecht zu bewerten. Dadurch sind sie als Lernhilfe bzw. Lerndiagnose nicht empfehlenswert. Die Noten sprechen lediglich Lob oder Tadel f\u00fcr die Sch\u00fcler aus, geben aber keine handlungsrelevanten Informationen. Der unvermeidbare Vergleich mit den Mitsch\u00fclern, greift in vielen F\u00e4llen das Selbstwertgef\u00fchl der Betroffenen an und hilft in diesem Fall in keiner Weise, die Leistungen zu verbessern.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">3.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Anreiz- und Motivationsfunktion der Noten<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die Noten werden als Indikator f\u00fcr Erfolg oder Misserfolg gesehen. Aufgrund dessen sind sie mit emotionalen Reaktionen verbunden, die die Motivation der Sch\u00fcler beeinflussen. Auch das leistungsbezogene Selbstvertrauen und das Lernverhalten des Einzelnen werden durch die Noten bewegt. F\u00fcr die Sch\u00fcler mit guten Leistungen ist eine gute Note sicherlich ein Anreiz weiterzumachen. Es ist eine Best\u00e4tigung, dass ihre Lernmethoden funktionieren und baut noch mehr Selbstbewusstsein auf. Andersherum ist es f\u00fcr die Sch\u00fcler, die h\u00e4ufiger schlechte Noten bekommen, keine Motivation mehr. Sie werden durch jede weitere schlechte Note immer weiter demotiviert. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">In dieser Kategorie wird zwischen drei unterschiedlichen Orientierungstypen unterschieden. Die erste Gruppe ist die, die sich an der Aufgabe orientiert. Diese Sch\u00fcler werden vom Lerngegenstand angesprochen und wollen diesen begreifen. Ihre Motivation ist es, die Probleme zu l\u00f6sen und den Inhalt zu begreifen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die zweite Gruppe ist die Gruppe der \u201aIch-Orientierung\u2018. In diesem Fall wollen die Sch\u00fcler im Vergleich mit ihren Mitsch\u00fclern gut da stehen und ihr eigenes Selbstwertgef\u00fchl sch\u00fctzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die letzte Gruppe orientiert sich an der sozialen Anpassung. Sie wollen die Erwartungen der Lehrer erf\u00fcllen und strengen sich deshalb an, gute Noten zu bekommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Diese Aufz\u00e4hlung zeigt, dass es unterschiedliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr gibt, warum Sch\u00fcler gute Leistungen bringen wollen. Das funktioniert allerdings nur so lange, bis ein Sch\u00fcler keine guten Leistungen mehr erbringt und durch die schlechten Noten immer mehr an Motivation verliert.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">4.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Rolle der Noten im Machtgef\u00fcge der Schule<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Noten werden auch als Mittel der Macht gesehen, welche die Lehrer bzw. die Schulen besitzen, um Sch\u00fcler zu belohnen oder zu bestrafen. Dies ist eine wichtige p\u00e4dagogische Funktion. In den letzten Jahrzehnten steigt die Ansicht, dass eine Note ein Mittel der Sanktion ist, da zum Beispiel die k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung von Sch\u00fclern, wie sie fr\u00fcher ausge\u00fcbt wurde, nicht mehr erlaubt ist. Die Lehrer haben die Macht, \u00fcber die Sch\u00fcler zu urteilen und dadurch erheblichen Einfluss auf deren Lebensweg. Daher sollte gut \u00fcberlegt sein, ob der Gebrauch der Note als Disziplinierungsmittel wirklich weiter ausgef\u00fchrt werden soll.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">5.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Orientierungsfunktion der Noten<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die Orientierungsfunktion der Note gibt Aufschluss, wie die Sch\u00fcler im Einzelnen stehen und welche F\u00e4higkeiten sie besitzen. Sie ist ein wichtiger Anhaltspunkt f\u00fcr die Leistungsselbsteinsch\u00e4tzung. Allerdings wird der Geltungsbereich viel zu hoch eingesch\u00e4tzt. Lediglich im Klassenverband kann die Note etwas \u00fcber den Leistungsstand eines Sch\u00fclers aussagen. Im sp\u00e4teren Berufsleben helfen sie nicht weiter. Da die Sch\u00fcler ihre F\u00e4higkeiten oft nahe an ihren Noten definieren, sollte ihnen die Schule ein realistisches Bild dieser vermitteln. Durch eine einfache Note ist dies allerdings h\u00f6chstens im Ansatz m\u00f6glich. Besser w\u00e4re es, jeden Sch\u00fcler einzeln in einem Gespr\u00e4ch ausf\u00fchrlich \u00fcber ihr K\u00f6nnen zu informieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">6.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Sozialisationsfunktion der Noten<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri\"><span style=\"color: #000000\">Mit der Sozialisationsfunktion der Noten ist die Vorbereitung der Sch\u00fcler auf die Leistungsgesellschaft gemeint, in die sie nach ihrer Schulzeit wechseln werden. Das Prinzip nach dem heutzutage bewertet werden sollte, ist ein Leistungsprinzip. Wer gute Leistungen erbringt, sollte daf\u00fcr die angemessene Belohnung bekommen. In der Schule sollte dies in<\/span><span style=\"font-size: small\"><span style=\"color: #000000\">\u00a0 <\/span><span style=\"color: #000000\">Form von guten Noten geschehen. Somit w\u00e4re auch den Menschen eine Chance geboten, die aus sozial schw\u00e4cheren Kreisen kommen. Auch sie k\u00f6nnten mit guten Leistungen etwas erreichen. Werden die Schwachen jedoch von der Weiterbildung ausgeschlossen, so wie es in vielen Teilen Deutschlands passiert, haben die Betroffenen keine Hoffnung auf einen guten Arbeitsplatz. Wer immer wieder aufs Neue gezeigt bekommt, dass er schlecht ist, verliert irgendwann den Willen daran, etwas zu \u00e4ndern und akzeptiert diesen Zustand. Damit dieses Problem gel\u00f6st werden kann, muss ein anderer Umgang mit Leistungen hergestellt werden. Es braucht die n\u00f6tige Anerkennung, um auch den Schw\u00e4cheren Mut auf Besserung zu machen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">7.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Evaluations- und Kontrollfunktion der Noten<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die Noten dienen aber nicht nur den Sch\u00fclern, sondern auch den Lehrern und der Schulleitung. Den Lehrern geben sie Aufschluss \u00fcber den Leistungsstand der Klasse und der Schulleitung \u00fcber die Arbeit der Lehrer und dessen Erfolg. In diesen Bewertungskriterien des Schulsystems sind es die Lehrer selbst, die am meisten kontrolliert werden, obwohl auch sie es sind, die die Noten vergeben. Sie schreiben sich damit selbst ein Erfolgszeugnis f\u00fcr ihren Unterricht. Daraus ergibt sich f\u00fcr die Lehrer ein Zwiespalt, denn sie m\u00fcssen immer darauf achten, dass ihre Ergebnisse nicht zu gut oder zu schlecht ausfallen, damit sie nicht von der Schulleitung kritisiert werden. Mit diesem Hintergedanken im Kopf, f\u00fchrt es h\u00e4ufig dazu, dass Lehrer ausgeglichener benoten, obwohl die Bewertungen nicht den eigentlichen Leistungen der Sch\u00fcler entsprechen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">8.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Die Noten als Entscheidungsgrundlage f\u00fcr Auslese und Berechtigung<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Eine weitere wichtige Funktion der Noten ist die, dass sie bei Entscheidungen ausschlaggebend sind. In einer Schullaufbahn m\u00fcssen unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden. Angefangen von der Zuweisung der richtigen Schulform, bis hin zum erreichbaren Abschluss. Dabei werden die Sch\u00fcler nach ihren Begabungen, F\u00e4higkeiten und weiteren Voraussetzungen selektiert. Dies ist die Grundlage f\u00fcr eine angemessene F\u00f6rderung des Einzelnen. Auch wenn heutzutage mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Sch\u00fcler bestehen, die die Haupt- oder Realschule besucht haben (sie k\u00f6nnen bei guten Leistungen das Abitur machen), wird immer wieder kritisiert, dass die Sch\u00fcler zu fr\u00fch einer Schulform zugewiesen werden. Nach der vierten Klasse kann oftmals noch nicht beurteilt werden, in welche Richtung sich das Kind weiter entwickeln wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Diese Argumente machen deutlich, wie wichtig es ist, ein einheitliches Bewertungssystem in Deutschland beizubehalten. Allerdings werden an mehreren Stellen die Defizite von Noten in Form von Zahlen deutlich, weshalb weiter an anderen Methoden gearbeitet werden sollte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">b)<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die Testg\u00fctekriterien?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Die Testg\u00fctekriterien k\u00f6nnen von Schulnoten nur teilweise erf\u00fcllt werden. Bei manchen Kriterien ist dies gar nicht m\u00f6glich, bei anderen m\u00fcsste eine andere Bewertungsmethode benutzt werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Bei schriftlichen Pr\u00fcfungsarbeiten zum Beispiel, die in den unterschiedlichsten Formen durchgef\u00fchrt werden, k\u00f6nnen vier verschiedene Testg\u00fctekriterien festgestellt werden. Zum einen die Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t, die bisher kaum untersucht wurde. Dieses Kriterium ist nicht immer gew\u00e4hrleistet, denn wenn bei einem Aufsatz zum Beispiel Wahlthemen bereitgestellt werden, ist eine objektive Bewertung aller Arbeiten nicht mehr m\u00f6glich. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Des Weiteren gibt es die Auswertungsobjektivit\u00e4t, die besagt, dass die Bewertung von dem Lehrer abh\u00e4ngt. Das hei\u00dft, dass ein und dieselbe Arbeit von verschiedenen Lehrern unterschiedlich bewertet wird. In vergangenen Zeiten wurde besonders die Feststellung der Bewertungsunterschiede untersucht. Heute wird allerdings mehr Wert darauf gelegt, die Faktoren daf\u00fcr zu kennen, weshalb nun diese besondere Beachtung finden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Ein anderes Testg\u00fctekriterium ist die Interpretationsobjektivit\u00e4t, die sich mit der Frage besch\u00e4ftigt, ob Befunde objektiv in einen Bezugsrahmen eingeordnet werden k\u00f6nnen. Die Antwort auf diese Frage ist, dass sich Lehrer an dem Leistungsniveau ihrer Klasse orientieren. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Das letzte Kriterium ist die prognostische Validit\u00e4t. Ihre Untersuchungen ergeben, dass Schulnoten keinerlei prognostische G\u00fcltigkeit besitzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Alles in allem kann man nun zusammenfassend sagen, dass Schulnoten nicht unbedingt geeignet sind, um alle Funktionen zu erf\u00fcllen, da sie allein schon nicht alle Testg\u00fctekriterien erf\u00fcllen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri;font-size: small\">\u00a0<\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri;font-size: small\">c)<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"font-family: Calibri\">Auf Grundlage von Aufgaben a) und b): Inwieweit erf\u00fcllen Schulnoten die ihnen angedachten Zwecke? Beschreibe f\u00fcr mindestens eine Funktion eine aus Deiner Sicht bessere Alternative. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Wie in den Teilaufgaben a) und b) teilweise schon zum Ausdruck gekommen ist, erf\u00fcllen die Schulnoten nicht alle ihrer Zwecke besonders gut. Es gibt Bereiche, in denen es sich anbietet, mit Bewertungen in Form von Zahlen zu arbeiten, sonst w\u00e4re die Schulnote erst gar nicht eingef\u00fchrt worden, aber es gibt auch andere Bereiche, in der eine Note nicht ihre Funktion erf\u00fcllen kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Besonders bei der Anreiz- und Motivationsfunktion sehe ich Probleme f\u00fcr die Sch\u00fcler. Ohne Frage ist eine gute Note eine hervorragende Motivation und ein Anreiz, weiter zu machen. Doch meistens sind es die Sch\u00fcler, die diese Motivation bekommen, die sie am wenigsten brauchen, weil sie eben einen guten Leistungsstand haben. Viel mehr sind es die schlechteren Sch\u00fcler, die keine befriedigenden Noten erhalten, die motiviert werden m\u00fcssen. In diesen F\u00e4llen wirkt jede schlechte Note demotivierend und selbst wenn zwischendurch vielleicht einmal ein besseres Ergebnis erreicht wird, reicht die Freude dar\u00fcber meist nicht aus, um den Antrieb des Sch\u00fclers zu steigern.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">An dieser Stelle ist es wichtig, eine andere Methode zu finden, um die betroffenen Sch\u00fcler zu motivieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Dies sollte dadurch geschehen, dass sich intensiver mit den Sch\u00fclern besch\u00e4ftigt wird. Es muss den Ursachen auf den Grund gegangen werden, um herauszufinden, wie man ihnen am besten helfen kann. Man sollte ihnen kleinere Ziele stecken, und immer wieder ermutigen und bekr\u00e4ftigen. Auch die Belohnung f\u00fcr erreichte Ziele darf nicht fehlen. So eine Belohnung muss nicht durch eine Note geschehen, sondern kann auch in einer anderen Form ersetzt werden. Vor allem aber sollte mit den Sch\u00fclern geredet werden. Die Lehrer m\u00fcssen ihnen mitteilen, was sie falsch machen und wie die Noten zu rechtfertigen sind. Au\u00dferdem sollten sie den Sch\u00fclern Methoden aufzeigen, wie sie ihre Leistungen verbessern k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Calibri\">Nat\u00fcrlich kann man mit dieser Vorgehensweise auch nicht jedem Sch\u00fcler helfen. Es wird weiterhin welche geben, die sich auch durch die unterschiedlichsten Methoden nicht motivieren lassen, aber f\u00fcr einige w\u00e4re es schon eine Hilfe, nicht einfach nur eine Zahl als Bewertung zu bekommen, sondern in einem Gespr\u00e4ch zu h\u00f6ren, warum sie so benotet werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausarbeitung zum Aufgabenblock 8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>a)<\/p>\n<p>In diesem Beispiel ist von einer Lese-Rechtschreibschw\u00e4che auszugehen, wobei es sich im konkreten Fall von\u00a0Timo mehr auf seine Rechtschreibung bezieht, als auf seine Lesef\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Der Lehrer Herr Karasek hat\u00a0f\u00fcr Timo ein Fehlerprofil erstellt, aus dem sich folgende Fehlerarten als Timos Schwachstellen ablesen lassen. Zum einen schreibt Timo h\u00e4ufig<br \/>\nW\u00f6rter falsch, indem er Buchstaben weg l\u00e4sst, hinzu f\u00fcgt, vertauscht oder<br \/>\nfehlerhafte Buchstaben verwendet. Zum anderen hat er Probleme mit der Gro\u00df- und<br \/>\nKleinschreibung von W\u00f6rtern. Trotz seiner Schw\u00e4che im schriftlichen Bereich,<br \/>\nverf\u00fcgt er \u00fcber ein gutes Leseverst\u00e4ndnis und ein elaboriertes Sprachverhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der Lese-Rechtschreibschw\u00e4che ist zu beachten, dass sie nicht auf unzureichende<br \/>\nLernbedingungen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein darf. Ebenso wenig d\u00fcrfen sensorische<br \/>\nBeeintr\u00e4chtigungen oder psychische St\u00f6rungen der Grund f\u00fcr die schw\u00e4cheren<br \/>\nLeistungen der Betroffenen sein. Liegen diese Probleme, wenn auch nur in Teilen<br \/>\nvor, kann nicht von einer Lese-Rechtschreibschw\u00e4che gesprochen werden.<\/p>\n<p>b)<\/p>\n<p>Wenn eine Lese-Rechtschreibschw\u00e4che festgestellt wurde, sollte man als n\u00e4chstes \u00fcber das weitere Vorgehen zur bestm\u00f6glichen F\u00f6rderung des Kindes nachdenken. Daf\u00fcr ist es wichtig eine Fehleranalyse durchzuf\u00fchren, um ganz konkret die Schwachstellen herauszufinden. Bei einer Fehleranalyse wird festgestellt, in welcher Phase des Schrift- Spracherwerbs sich das Kind befindet. Ist dies geschehen, wird ein<br \/>\nFehlerprofil erstellt. In so einem Profil werden alle Fehler festgehalten und<br \/>\nkategorisiert. Mit einem fertigen Profil hat man eine genaue \u00dcbersicht welche<br \/>\nLerninhalte das Kind noch nicht verinnerlicht hat.<\/p>\n<p>Abgesehen von einem Fehlerprofil sollten die Familiensituation und die schulischen und h\u00e4uslichen Lernbedingungen gekl\u00e4rt werden, um ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, dass die Probleme in der Schule von einem dieser Faktoren ausgel\u00f6st werden. Des Weiteren spielen die individuellen Lernvoraussetzungen eine wichtige Rolle. Es sollten daher \u00dcberpr\u00fcfungen hinsichtlich der Konzentration und der Aufmerksamkeit, der Merkf\u00e4higkeit, dem Sprachverst\u00e4ndnis und der Motivation und Lernbereitschaft durchgef\u00fchrt werden. Au\u00dferdem gibt das Lern- und Arbeitsverhalten Aufschluss dar\u00fcber welche F\u00f6rderma\u00dfnahmen speziell f\u00fcr das betroffene Kind geeignet sind.<\/p>\n<p>c)<\/p>\n<p>Soweit es m\u00f6glich ist sollten bereits im Vorschulalter Interventionsma\u00dfnahmen eingeleitet werden. In diesem Alter der Kinder bieten sich vor allem \u00dcbungen der phonologischen Bewusstheit an. Um das Ergebnis zu optimieren kann man dieses Training mit einem Buchstaben-Laut-Training kombinieren. Allerdings ist darauf zu achten, dass bei Kindern aus sogenannten Problemgebieten erst einmal geeignete Lernverh\u00e4ltnisse\u00a0geschaffen werden m\u00fcssen. Allgemein sollten zur<br \/>\nMinderung der Lese-Rechtschreibschw\u00e4che bestimmte Therapien mit dem Kind<br \/>\ngemacht werden, indem jedes Kind speziell gef\u00f6rdert wird. Jedes Kind hat andere<br \/>\nProbleme bei der LRS und sollte daher individuell gef\u00f6rdert werden. Au\u00dferdem<br \/>\nsind spezielle Elterntrainings und Familienberatungen sinnvoll, um das Kind<br \/>\nauch von dieser Seite her bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Solche<br \/>\numfassenden Betreuungen werden auch in manchen Schulen und Berufsst\u00e4tten<br \/>\nangeboten. Oft werden n\u00f6tige Lese-Rechtschreibschw\u00e4chen-Therapien auch von den<br \/>\nKrankenkassen, oder der Sozial- oder Jugendhilfe getragen, sodass sich auch f\u00fcr<br \/>\nKinder aus sozial schw\u00e4cheren Familien die Chance bietet gegen ihr Schw\u00e4chen<br \/>\nanzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgabe(n) zu Block 3 : Ausarbeitung a) In der Schule sind unterschiedliche Methoden der Diagnostik anwendbar. Als erste und wahrscheinlich h\u00e4ufigste Methode gilt die \u201aStandardisierte Beobachtung\u2018. 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